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Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 9 – Bekenntnis des Wortes Gottes (60:00 bis 65:00)

Dem Herrn treu nachfolgen bedeutet sich eins zu machen und wenn der Druck der Schwierigkeiten kommt – eins zu bleiben mit seinen Verheißungen – das ist treue Nachfolge. Gott hat’s gesagt – ich kann mir nicht vorstellen wie es passiert, aber ich weiß eines: Es wird passieren! Es wird passieren! Ich hab keine Ahnung wie es gehen soll und glücklicherweise ist das nicht meine Aufgabe mir das auszudenken wie es gehen soll, ich weiß nur eines, es geht – Herr, ich danke dir dafür! Mir dir kann ich!

Sie haben gesagt: Wir können nicht!

Und der Mensch des Glaubens hat eine total entgegengesetzte Sprache: „Mir Dir kann ich!“

Wie es der Psalmist sagt: Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.

Ps 18,30
Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen.

Nicht ein Loch in die Mauer bohren, um ein bisschen durchzugucken, sondern drüber springen. Mit Gott drüber springen über die Mauer. Mit Gott kann ich! Wer kann denn über Mauern springen? Können wir alle nicht! Wir haben Mauern der Begrenzungen in unserem Leben, Mauern, die uns irgendwie einpferchen wollen, die uns klein halten, die unseren Horizont verhindern wollen ausgeweitet zu werden. Aber mit Gott können wir über die Mauern unserer Schwierigkeiten, unserer Begrenzungen, unserer Handicaps und Probleme – wir können mit Gott rüberspringen! Aber wir werden es dann tun wenn wir die entsprechenden Verheißungen gefunden haben und wir sie ergriffen haben und gesagt haben: Das ist mein Leben!

Das werde ich erleben! Und dann kommt das interessante: Dass wir dann erleben werden, der Druck nimmt zu. Warum nimmt der Druck zu? Jesus sagt: Wenn wir das Wort gehört haben, dann kommt der Feind und er raubt das Wort.

Mt 13,19
Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht versteht, kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist.

Er raubt das Wort! Der Druck der Umstände kommt zu einem Zweck: Um dir das Wort zu rauben oder beziehungsweise um dich da hin zu bringen, dich wieder vom Wort zu trennen.

„Oh, ja, als ich ein junger Gläubiger war, da war ich ein Heißsporn, da war ich begeistert für Gott, da hab ich gebrannt für Gott, aber dann habe ich entdeckt, also als Christ, man kocht auch nur mit Wasser und mit 17 hatte ich noch Träume und da wuchsen die Bäume noch in den Himmel, aber jetzt bin ich irgendwie viel weiser“.

Ist das wirklich weise? Nicht begeistert zu sein? Nicht zu brennen? Nicht eine helle, klare, schöne, positive Zukunft zu sehen? Ist das wirklich weise? Ich glaube nicht! Weil meine Zukunft ist beschrieben in Gottes Wort. Und ich werde sie nur dann auch erleben in Realität so wenn ich zuvor, und zwar dann, wenn ich keinen Ausweg sehe, festhalte an dem Wort.

Und der Teufel, sobald du das Wort ergreifst, und da muss ich euch sehr, sehr vorbereiten darauf – wenn ihr sagt: Gut, also ich werde ein Mensch werden, der Gott treu nachfolgt, d.h. ich ergreife Verheißungen und halte sie fest! – dann mach dir eins gewiss: Es kommt Druck, es kommt Widerstand – sobald du Verheißungen ergriffen hast, kommt Widerstand.

Weil der Teufel dich motivieren möchte, wieder loszulassen. Also, wenn du den Druck spürst, dann weißt du, oh, ich bin auf dem richtigen Weg, alles läuft normal, alles ist nach Plan. Alles nach Plan – wunderbar, weiter!

Spürst du den Druck weißt du, du bist auf dem richtigen Wege.

Und erlaube nicht, dass der Druck dich dazu führt, das Wort loszulassen: „Achja, ich war ein bisschen zu überschäumend, zu begeistert und irgendwie zu positiv“.

Wenn all das stimmt oder wenn nur ein Bruchteil dessen stimmt, was Gott gesagt hat über uns, über unser Leben, wer er ist und wie er mit uns sein will und was dann noch von unseren Feinden übrig bleibt – wenn nur ein Bruchteil dessen stimmen würde, wir müssen positiv sein. Oder sagen wir nicht „positiv“, sonst verwechselt man mich mit „Positivem Denken“ oder so, ja? Das gibt’s in der Welt auch.

Das ist wie aus der Philosophie das Prinzip „Hoffnung“: Es gibt nichts zu hoffen, aber wir haben jetzt das Prinzip Hoffnung. Was hoffen wir? Wir hoffen auf das Prinzip Hoffnung.

Und so gibt es das Positive Denken: Sei einfach positiv. Du musst einfach positiv sein. Mir geht es jeden Tag in jeder Hinsicht ein bisschen besser. Einfach positiv sein.

Das ist doch Unsinn!

Und manche Christen wenn du sie lehrst, das Wort Gottes festzuhalten, im Munde zu behalten und zu bekennen – sie kommen dann irgendwie aus der Welt und haben schon ein bisschen Psychologie gelesen oder so therapeutische Selbsthilfe, Schulungen und Schulen oder so irgendetwas – und dann sagen sie: Ja, das hab ich da alles schon kennengelernt, das ist die Kraft des Positiven Denkens.

Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen dem weltlichen „Positiven Denken“ und dem, wovon wir hier reden. Hier haben wir einen machtvollen Gott, der gesagt hat, ich will mit dir sein.

Jes 43,2
Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen.

Und ich werde deine Feinde vor dir zu Kleinholz machen – oder ein bisschen anders biblisch ausgedrückt.

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