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Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 4 (40:00 bis 45:00)

Sie verleugnen die Kraft Gottes! Das sind die Menschen, die z.B. solche Dinge sagen wie „Christen sind nicht besser, die haben’s nur besser“. Schon mal diesen Spruch gehört?

Christen sind nicht besser. Wir sind genau so wie alle anderen. Wir haben es nur besser. Unsere Zukunft ist heller und schöner usw.

Ist es das, was die Bibel sagt?

Die Bibel sagt: Wir leuchten wie Sterne am dunklen Himmel.

Dan 12,3
Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsfeste; und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit gewiesen haben, leuchten wie die Sterne immer und ewig.

Wir sind Salz der Welt.

Mt 5,13a
Ihr seid das Salz der Erde

Wir sind Licht der Welt.

Mt 5,14a
Ihr seid das Licht der Welt

Maleachi, am Ende das Alten Testaments, er prophezeit, es wird wieder ein Tag kommen, wo man den Unterschied sieht zwischen denen, die Gott dienen und denen, die Ihm nicht dienen.

Mal 3,18
Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

Da ist ein Unterschied. Und der Unterschied besteht nicht darin: am Sonntagmorgen laufen die einen fromm mit der Bibel unterm Arm in den Gottesdienst und die anderen gehen auf den Sportplatz oder auf den Auto-Waschplatz.

Sondern der Unterschied ist: Ihre Redeweise. Ihre Verhaltensweisen untereinander. Womit unterhalten sie sich? Was sind die Dinge, die sie sich anschauen im Fernsehen und im Internet? Wie verhalten sie sich bei der Steuererklärung?

Da ist der Unterschied, ob Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit, ob Reinheit oder Unreinheit. Wenn ein Christ so einen Spruch benutzt: „Christen sind nicht besser, die haben’s nur besser“ – dann verrät er damit, er kennt überhaupt nicht das Evangelium. Er hat überhaupt nicht den Anspruch, unser Leben soll etwas zeigen, was die Heiden nicht haben, und wir leben zur Ehre Gottes. Er hat gar nicht den Anspruch.

Sie verleugnen die Kraft Gottes und sie sagen: Wir sind Menschen. Das ist nun mal so. Aber wir haben die Gnade!

Und für sie ist die Gnade wie ein weißes Tuch, was ihren ganzen Schlamassel zudeckt.

Aber Gnade ist nicht etwas, was Gott uns geschenkt hat, um unsere Kompromisse zuzudecken, Gnade ist die *Kraft*, unsere Kompromisse zu beenden! Das ist Gnade!

Der Lügner lügt nicht mehr. Der Ehebrecher bricht nicht mehr die Ehe. Der Betrüger betrügt nicht mehr. Der gestohlen hat, der stiehlt nicht mehr.

Das ist Gnade. Das ist die Kraft der Gnade, die verändert uns, dass wir zu einem Lebensstil kommen. Nämlich einem Lebensstil Christus gemäß. Weil unsere Berufung ist: Gott zu verherrlichen – nicht nur durch Lieder – sondern durch unser Herz. Und alles was aus dem Herzen kommt, und die Bibel sagt: Dein Leben wird von deinem Herzen bestimmt. Dein Leben kommt aus deinem Herzen.

Bewahre dein Herz mit allem Fleiß, weil daraus kommt dein Leben.

Spr 4,23
Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle4 des Lebens.

So, es geht Gott um das Herz.

Und es ist erstaunlich, wie langsam man sein kann im geistlichen Leben. Ich habe erzählt, dass ich eine dramatische Bekehrung erlebt habe. In einer Nacht von Finsternis zu Licht. Und fing an mit Jesus zu leben. Aber es hat ungefähr 15 Jahre gedauert, bis mir auf einmal – oder nicht „auf einmal“, aber es war ein Prozess – bis mir klar geworden ist, der Gott, der mich aus der Finsternis errettet hat, ist an meinem Herzen interessiert.

Es geht ihm um den Zustand meines Herzens. Darum geht es.

Und dann hab ich geforscht und studiert und erkannt: Der Gott, der „die Herzen erforscht“.

Jer 17,10
Ich, der HERR, bin es, der das Herz erforscht und die Nieren prüft, und zwar um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Taten.

So haben sie in Apostelgeschichte Gott angebetet: „Du Herzenskenner aller, Du, der Du die Herzen erforscht“.

Apg 1,24
Und sie beteten und sprachen: Du, Herr, Herzenskenner aller, zeige von diesen beiden den einen an, den du auserwählt hast

So haben sie Ihn gekannt. Und das ist heute fast nirgendwo mehr vorhanden. Und darum gibt es kaum irgendeine Form von Gottesfurcht.

Und diese Leute haben einen äußeren Schein von Frömmigkeit, von Gottseligkeit, aber keine Kraft und sie sagen: Wie Kraft? Wir sind Menschen und wir sind nun mal so! Aber wir haben die Gnade, uns ist vergeben.

Ein völliger Missbrauch von Gnade! Und das ist sehr, sehr verbreitet in diesen Tagen.

Die Bücher von Joseph Prince sind Bestseller.

Und kaum einer vergleicht seine Idee von Gnade mit dem, was die Schrift sagt. Und kaum einer macht sich Mühe, wirklich in die Wahrheit hineinzukommen, die in der Schrift geschrieben ist.

Und wenn er solchen Blödsinn schreibt: „Der Heilige Geist überführt nicht mehr von Sünde“ – die Leute jubeln noch und sagen: Hallelujah, wunderbar!

Und merken nicht, dass das nicht der Heilige Geist der Bibel ist!

Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (120:00 bis 125:00)

 

So, wo waren wir? Verzauberung. Eine Botschaft, die nicht Menschen konfrontiert und motiviert Dinge anzupacken und zu Überwindern zu werden oder sich als Überwinder zu zeigen, sondern stattdessen die Leute beruhigt mit der Gnade – eine solche Botschaft ist Zauberei.

Weil die Leute nicht motiviert werden der Wahrheit zu gehorchen, sondern sie ruhen sich auf einer falsch verstandenen Gnade aus.

Gal 3,1
Wer hat euch verzaubert, der Wahrheit nicht zu gehorchen?

Und solche Formulierungen sind in der durchschnittlichen pfingstlich-charismatischen Verkündigung absolute Seltenheiten. Glaubt es mir. Aber für Paulus war das normal. Für ihn war das normal darauf hinzuweisen.

Gal 5,7
Ihr lieft gut. Wer hat euch gehindert, der Wahrheit zu gehorchen?

Also der Anfang war gut. Aber dann hörten sie auf, weil jemand sie gehindert hatte. Ein falscher Diener. Einer, der ein falsches Evangelium gebracht hat, der sie aus der Gnade unters Gesetz gebracht hat, hat sie gehindert, jetzt weiterzumachen im Gehorsam gegenüber der Wahrheit.

Aus diesen Formulieren – Gal 3,1 und Gal 5,7 – siehst du, dass Wesen von Nachfolge ist der Wahrheit zu gehorchen. Das ist das Wesen der Nachfolge. Nicht „ja, ich glaube an Jesus“ sondern „wie wende ich jetzt die göttlichen Gebote an?“

Was tue ich mit meinen Augen? Was tue ich mit meinen Händen? Was tue ich mit meinen Lippen? Gibt es Ordnungen, die Gott gegeben hat für diese Bereiche? Was tue ich mit meinem Körper? Wie siehts mit meiner Sexualität aus? Wie siehts mit meinen Finanzen aus? Gott hat über diese Bereiche Dinge gesprochen. Und Jüngerschaft heißt, ich nehme das ernst, und ich fange an das zu praktizieren, ich fange an, an dieser Stelle wirklich Dinge zu verändern, ganz praktisch.

Einmal war ich in einer Gemeinde, und nach der Verkündigung kam ein Ehepaar zu mir und sie sagten, sie möchten gerne, dass ich für sie bete und dass ich ihre Finanzen segne. Und sie haben fantastische Dinge erlebt, erleben sie regelmäßig mit dem Segen Gottes im Bereich von Finanzen, und ich weiß, was es heißt wenn Gott einen aus Schulden errettet und Gott Gnade schenkt, dass man nie wieder Schulden machen muss, ich kenne diese Segnungen, das ist wunderbar. Und seit 19 Jahren leben wir schuldenfrei, nicht einen Tag mit roten Zahlen – Dispo kennen wir gar nicht, dieses Wort ist ein Fremdwort. Ich kann immer nur lachen wenn die Bank wieder schreibt, sie haben meinen Dispo wieder erhöht um es mir schmackhaft zu machen. Ich kann über sowas nur lachen. Weil Gott wirklich uns gelehrt hat, und wir dort Segen erleben durften.

Aber für viele ist das anders, und sie sehen den Segen Gottes in diesen praktischen Dingen nicht, weil sie nicht sehen, was Gott von ihnen erwartet, weil sie nicht sehen, wie die göttlichen Ordnungen sind, und sie kümmern sich nicht darum, die göttlichen Ordnungen aufzurichten.

Gott hat Ordnungen gegeben und sagt: Bleibe da drin und da ist der Segen. Der Segen Gottes ist in den Ordnungen Gottes. Wir suchen den Segen – lasst uns sehen, dass die Ordnungen aufgerichtet werden, und dann müssen wir den Segen nicht suchen, sondern wir stolpern über ihn. Wo die Ordnung Gottes aufgerichtet wird, kommt der Segen Gottes. Es ist doch so einfach. Weil Gott segnet Sein Wort, Gott segnet Seine Ordnungen.

So, da war dieses junge Ehepaar – also, die wollen Segen für ihre Finanzen. Und weil ich an finanziellen Segen glaube, nicht als ersten und primären Segen, aber doch als einen wichtigen Teil unseres Lebens – ich sag: Ja, gerne, da bete ich gerne für, weil ich weiß, dass Gott das wirklich hört und da wirklich etwas tut.