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Grundlagen12

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 12 – Sanftmut und Demut (50:00 bis 55:00)

Okay, das sind die beiden Dinge, die Gott will, dass wir sie lernen: Sanftmut und Demut.

Und sozusagen Heilung, Befreiung von Einflüssen aus der Vergangenheit, sozialer Aufstieg, soziale Wiederherstellung, Liebesfähigkeit sind sozusagen unvermeidbare Abfallprodukte.

Nicht, dass ich das das gering schätze, ja? Heilung und Wiederherstellung. Aber wenn wir in diese Bereiche hineinkommen und wir lernen, was Sanftmut ist, und wir lernen, was Demut ist … das, was wir vorher suchten, die Befreiung, das kommt von ganz alleine.

Weil wir in die Wahrheit hineinkommen und wirklich in der Wahrheit leben. Und Jesus sagt:

Joh 8,32
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Die Wahrheit macht frei! Noch einmal: Nicht die vollmächtige Hand des Seelsorgers, wo du denkst, hoffentlich hat er genug gefastet, um alle Dämonen bei mir auszutreiben.

Manche Leute denken, oh, ich suche den vollmächtigen Seelsorger, der mit mächtiger Pranke dann irgendwie so seine Hände auf mich legt und dann die Worte des Herrn irgendwie spricht und dann irgendwie – simsalabim – natürlich nicht okkult, sondern „Hallelujah“ und irgendwie so auf einmal passiert es.

Das gibt es nicht!

Neulich hatte ich riesige Kopfschmerzen vor einer wichtigen Botschaft, die ich predigen sollte in einer Konferenz. Und ich hatte einen solchen Druck und spürte wirklich satanischen Widerstand und hatte Kopfschmerzen als wenn einer so eine Lanze in meinen Kopf reinsticht. Und da waren ein paar Leute vom Team und noch ein anderer russischer Bruder, und ich sage: Bitte betet für mich.

Und er war Bergarbeiter. Und er hat ein solche Pranke gehabt. Und er fasste mir auf den Kopf und mein Kopf augenblicklich in einem Schraubstock. Und ich hatte zwei Kopfschmerzen – den ursprünglichen plus den neuen, den er mir verpasst hatte. Und ich wünschte nur eines: Er würde schnell aufhören zu beten.

Und als er aufhörte zu beten, war ein Schmerz schon mal weg. Und ich hatte nur noch den ursprünglichen, das war schon ein Segen, ja.

Und wir denken manchmal: Oh, wenn nur einer richtig für uns betet und uns mal echt durchbetet …

Jesus ist unser Fürsprecher und er betet dich durch.

Aber es ist nicht nur seine Fürbitte, sondern es sind auch seine Anweisungen. Und er sagte: Junge, jetzt geh doch diesen Weg, ich zeig’s dir doch.

Es ist so einfach: Tu, was der Herr dir sagt.

Und wir suchen manchmal irgendwo ganz mystisch, seltsam und kompliziert den Willen Gottes. Und es ist einfach in unserem Herzen. Und Gott sagt: Jetzt hör endlich auf, so deine Frau zu behandeln. Gott sagt: Mal ganz ehrlich, wie beurteilst du diese Worte, die du gerade gesprochen hast zu deiner Frau?

Und wenn wir auf diese kleinen, zarten Hinweisen des Heiligen Geistes eingehen würden und mit ihm übereinstimmen würden, Sünde bekennen würden, d.h. sie zu nennen, wie er sie nennt. Das heisst „bekennen“ – „homologeo“: „genau so sagen wie er“.

Er sagt, es war einfach ungezügeltes Temperament, es war lieblos, es war verletzend. Und dann sag du nicht: Die hat’s mal gebraucht! Oder du sagst: Nein, nein, das war „heiliger Zorn“.

Ich sage dir: Bevor wir nicht von unserem Zorn befreit werden, werden wie nie von Gott gebraucht werden, heiligen Zorn Gottes zu demonstrieren gegenüber anderen. Niemals. Bevor wir da nicht freigesetzt sind, werden wir nicht verstehen, was heiliger Zorn ist.

Gott will, dass wir lernen, wahrhaftig zu sein. Und der Heilige Geist ist da und er gibt, wenn wir nur wollen, wenn wir nur ihm erlauben, wenn wir nur ihn fragen, er gibt seine Kommentare.

So, das nächste Mal, du fühlst dich irgendwie: Oh, irgendwie stimmt jetzt was nicht, irgendwie ist was daneben gelaufen, ich weiß nicht, was – frag den Heiligen Geist, und er ist da, und er sagt dir: Du, überleg mal, warum hast du diesen Witz gerissen, den du da gerissen hast?

Ich glaube, dass Gott sehr viel Humor hat und dass er nichts dagegen hat, dass wir Witze reissen, aber wenn Witze ein Mittel sind, Aufmerksamkeit zu erheischen. Und wir so mit unserem Kollektenbeutelchen rumrennen und die Reihe im Hauskreis oder sonst irgendwo abkassieren – überall ein bisschen Anerkennung – das ist nicht in Ordnung.

Sondern aus dem Überfluss dessen, was wir haben, gibt es mal Situationen, wir sind witzig. Das gibt es manchmal, glaubt mir das. Gott hat Humor, und das ist auch gar kein Problem. Das ist kein Problem.

Aber wenn Humor oder Witz oder irgendetwas ein Mittel ist, mit dem wir was erreichen wollen – das ist nicht in Ordnung. Das ist etwas, was Gott uns abgewöhnen möchte.

Und so ist der Heilige Geist da, und er gibt uns seine Kommentare und seine Hinweise und seine Hilfen. Und Demut heißt, ich bin belehrbar, ich lasse mir etwas sagen, ich bin nicht unantastbar, ich bin nicht unhinterfragbar und unfehlbar, sondern ich lasse mir etwas sagen. Und wenn diese Haltung da ist gegenüber Gott, dann interessanterweise wird auch diese Haltung gegenüber Menschen da sein.

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