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Grundlagen12

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 12 – Sanftmut und Demut (45:00 bis 50:00)

Deswegen – Heiligung, wie das die Bibel nennt – oder sagen wir „Charakterveränderung“, charakterliche Durchbrüche – ohne eine Beziehung zum Heiligen Geist ist erstens sehr krampfig und stressig, und zweitens gar nicht möglich.

Wirkliche Charakterveränderung ohne den Geist, der heiligt – wie er auch genannt wird, ist nicht möglich.

Röm 1,4
der eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist, der da heiligt, durch die Auferstehung von den Toten – Jesus Christus, unserm Herrn.

Weil wir es nämlich alleine tun und das ist dann der berühmte Münchhausen, der sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht.

Wir sind in der Unabhängigkeit und das lösen wir, indem wir uns aus der Unabhängigkeit befreien.

Und das funktioniert nicht.

Wir können nur aus der Unabhängigkeit herauskommen, indem wir wieder in die Abhängigkeit hineingehen. Wir kommen in die Abhängigkeit wieder hinein, und zwar nicht als Knechte, sondern weil das die Wahrheit ist, und weil wir Gott brauchen und Ihn bitter nötig haben und wir endlich dahinter kommen, das ist unsere wahre Position und das ist das wirkliche Glück: Wir sind Kinder Gottes und wir sind die Beschenkten.

Und wir lassen uns beschenken.

Eine wunderschöne Definition, die jetzt im Zuge dieser neuen Wirkungen des Heiligen Geistes uns klar geworden ist und die Gold wert ist für seelsorgerliche Maßnahmen und Ratschläge: Demut heißt, bereit zu sein, sich lieben zu lassen.

Da fällt dieser ganze Schmarn weg von schwächlich, kränklich und fast masochistisch den „unteren Weg gehen“, verzichten und sich was abkneifen und irgendwie sich heiligen. „Es kostet zwar viel, aber es muss sein, es macht uns unglücklich, aber Gott will es“.

Das ist alles religiöser Schmarn. Und das hat mit biblischer Heiligung überhaupt nichts zu tun. Und Gott wird das ganze Verständnis von was das eigentlich ist – Heiligung – total verändern. Und dieses Religiöse – wir werden in einigen Jahren zurückschauen und sagen: So etwas hat man früher geglaubt über Heiligung? Das ist ja nicht zu fassen!

Das ist ja nicht zu fassen! Das war erstens viel zu anstrengend, zweitens total unecht und es hat niemandem wirklich etwas gebracht.

Keinerlei echte Erweise von Gottes Segnungen.

Demut heißt, wir kommen in die Wahrheit zurück: Ich bin ganz schwach, ich bin ganz bedürftig.

Und das hat eine Kurve gebracht in meinem Leben. Früher wollte ich immer stark sein. Jetzt versuche ich so schwach wie möglich zu sein.

Weil ich schwach BIN! Und ich muss mich in die Wahrheit hineinbegeben und davon überzeugen, ich bin schwach und ich brauche Gottes Hilfe für alles mögliche! Für meine Arbeit, für all die Dinge des Alltags, für alles. Ich brauche die Hilfe Gottes. Und den starken Mann zu markieren – das ist eine einzige Lüge, das ist eine einzige Täuschung.

Und Gott will, dass wir anerkennen: Wir brauchen Ihn. Und wir sollen von Ihm uns dienen lassen. Noch einmal: Demut heißt, sich von Gott lieben lassen. Das ist Demut. Hallelujah.

Also nicht irgendwas, was wir opfern, irgendwas, was wir irgendwie tun und wo wir uns anstrengen, um uns irgendwie klein zu machen oder so etwas. Wir brauchen uns gar nicht klein zu machen, wir sind sehr klein. Wir müssen das nur erkennen.

Wir sind doch abhängig von Gott. Aber diese Abhängigkeit muss erkannt werden!

Abhängig von Gott sind wir alle – so lange du hier heute abend sitzt, ich schätze, keiner von euch hat sich hier vorgenommen, Achtung, ich muss drauf achten, alle 25 Sekunden einmal zu atmen.

Oder hat sich das jemand vorgenommen und peinlich auf die Uhr geguckt? Das tust du von ganz alleine. Warum? Weil Gott das in dir einfach wirkt. Du lebst, weil Gott will, dass du lebst. Und deswegen sorgt Gott dafür, selbst wenn es nicht in deinem Terminkalender steht, dass du atmest. Dass dein Herz schlägt. Du tust doch nichts dazu, dass dein Herz schlägt. Oder? Das macht es ganz von alleine. Aber nicht „es von alleine“ – denn schau mal an: Wenn einer stirbt, dann macht „es nicht mehr von alleine“. Warum? Weil das Leben aus ist. Weil das einfach der Zeitpunkt ist, wo hier Sense ist.

Gott wirkt in uns. Wir sind total abhängig, aber wir erkennen das nicht. Wir erkennen das nicht!

Und Gott will, dass wir in Abhängigkeit hineinkommen, dass wir unsere Abhängigkeit ausleben. Wir öffnen die Bibel und bevor wir wieder anfangen: Oh Mann, ich habe Abitur, ich habe studiert, ich werde das jetzt auch verstehen hier – begeben wir uns da auf ein ganz niedriges Niveau und sagen: „Herr, ich weiß eins, ich bin strohdumm, bitte lehre du mich. Komm, Heiliger Geist, lehre du mich. Ich will nicht vermessen sein und denken, ich kann dieses Buch hier irgendwie knacken und verstehen. Das ist mir alles viel zu hoch. Lehre du mich, was Leben ist. Lehre mich die Geheimnisse des Lebens“.

Und dann kommt der Heilige Geist und er zeigt uns Dinge aus der Schrift – die lernst du auf keiner Bibelschule.

Das kriegst du nirgendwo her. Aus erster Hand von Gott selbst, der dir einfach dient durch diesen wunderbaren Helfer, den er uns gegeben hat.

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