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Grundlagen12

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 12 – Sanftmut und Demut (20:00 bis 25:00)

Jer 17 sagt: Verflucht ist, wer sich auf Menschen verlässt.

Jer 17,5
So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht, und dessen Herz vom HERRN weicht!

Verflucht ist, wer sich auf Menschen verlässt!

Warum? Weil es eine Form von Götzendienst ist, weil wir damit letztenendes Menschen zu dem machen oder ihnen die Position geben, die nur der Herr in unserem Leben haben kann. Nur der Herr kann in unserem Leben die Position haben, dass Er uns tröstet, dass Er uns hilft, dass Er für uns ist, dass Er uns liebt, aufbaut, ermutigt. Und das ist einer der großen seelsorgerlichen Probleme, dass Menschen sich selbst im Wege stehen und blockieren, weil sie diese Verhaltensweisen und diese Haltung, die dahinter steht, noch nicht durchschaut haben bei sich selbst – und deswegen nicht abgelegt haben.

Wir können ja nur die Dinge bei uns ablegen und verändern, wo wir tatsächlich vom Heiligen Geist etwas sehen.

Deswegen habe ich vorher so intensiv über das Wort Gottes gesprochen, das erst einmal Licht bringt.

Heb 4,12 noch einmal: Es ist ein lebendiges, scharfes Ding, das Wort Gottes. Und es ist ein Richter, es dringt durch, trennt Seele und Geist und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.

Und was für ein herrlicher Tag, wenn jemand erkennt: Ich habe bis jetzt immer von Menschen geholt.

Erkennbar daran, jetzt verstehe ich es: Wenn sie mal nicht so lieb waren zu mir wie sie sein sollten, bin ich ein tiefes Loch der Depression gefallen oder bin wütend geworden und habe sie gezwungen und manipuliert, doch wieder lieb zu sein. Wenn das Licht des Wortes Gottes kommt, fangen wir an, Dinge zu erkennen, die sind unbezahlbar!

Weil nur wenn wir das sehen, können wir uns verändern, sonst kann man sich den Mund fusselig beten. Und andere Leute können versuchen uns zu helfen: Ja, begreifst du es denn nicht, was bei dir los ist?!

Nein, wir begreifen nicht. Erst wenn das Licht kommt.

Denn das ist ja das Vertrakte und die Bibel redet vom „Betrug der Sünde“.

Hebr 3,13
Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es »Heute« heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde!

Die Sünde täuscht uns und betrügt uns und wir können mitten in der Unabhängigkeit sein, mitten im Götzendienst und wir sehen es gar nicht! Und wir würden mit dem treuesten Augenaufschlag sagen: Aber Pastor, Götzendienst – ich doch nicht. Ich bin doch Christ, ich gehör doch zu Gemeinde, ich bete sogar in neuen Zungen, ich war sogar im Grundlagenseminar!

Kol 3 sagt: Habsucht ist Götzendienst.

Kol 3,5
Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist

Wir müssen mal eine andere biblische Denkweise annehmen und das biblische Raster übernehmen. Wir denken, Götzendienst ist: Wir gehen nach Indien oder in Thailand in Urlaub und dann knien wir uns vor dem Buddha nieder in der Hoffnung, wir kriegen da auch noch irgendwie einen Segen ab. Und dann würden wir denken: Das ist ja primitiv, das ist ja heidnisch, das ist ja Götzendienst.

Habsucht ist Götzendienst!

Und was ist Habsucht? Da sind wir gut dran als Deutsche, das Wort erklärt sich selbst: Es ist die Sucht, etwas haben zu wollen.

Hab-Sucht ist Götzendienst.

Da merken wir, wir müssen erstmal ganz anders denken, wir müssen erstmal all diese biblischen Maßstäbe übernehmen. Und deswegen habe ich das so stark herausgestellt: Gottes Wort ist die Wahrheit. Und wir haben schon die Entscheidung getroffen: Wenn Gott irgendetwas irgendwie nennt, ich werde es übernehmen, auch wenn es mir nicht passt.

Und wenn Er sagt: Habsucht ist Götzendienst – dann habe ich vorher schon die Entscheidung getroffen, wenn es in der Bibel steht, dann übernehme ich es.

Und so können wir beginnen, verborgene Haltungen, die Gott schrittweise offenbart, zu erkennen, zu richten bei uns selbst, abzulegen und eine neue Haltung anzunehmen und dann zu lernen in dieser Haltung zu bleiben. Mit manchen Rückfällen, aber Gott ist geduldig und Gott arbeitet mit langem Atem bei uns, und wir sollen auch geduldig sein.

Spr 24,16a
Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf

Wie kannst du erwarten, wenn du 30 Jahre lang dein Vertrauen auf Menschen gesetzt hast, in einem Tag das beenden zu wollen? Das ist unmöglich. Das ist unmöglich! Du kannst nicht 30 Jahre lang mit rechts schreiben und von einem Tag auf den anderen schreibst du mit derselben Perfektion mit links. Das geht nicht. Du musst lange trainieren bis du das kannst.

Und so müssen wir eine Reihe von Dingen verlernen. Und es geht ja hier um den Lebensstil. Und ein Lebensstil wird nicht von einem Tag auf den anderen zur Perfektion eingeübt, sondern es ist wirklich ein Üben, ein Trainieren. Und ich weiß nicht, wie du dich empfindest, aber seit meiner Bekehrung bin ich in einer Art Psychotherapie.

Nicht, dass ich hier oben ’ne Knäcke hätte oder so – das ist schon einigermaßen geheilt. Aber eben doch, dass es eine Heilung meiner Seele und meiner Persönlichkeit gibt, die schrittweise voranschreitet.

Für diese Therapie zahle ich keinen Pfennig, macht auch noch Spaß, und ich bin echt motiviert, den Kurs zuende zu machen.

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