Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 10 – Befreiung von der Vergangenheit (40:00 bis 45:00)

Es gibt Leute, denen passieren so komische Dinge. Und das hat bestimmte Gründe. Und das quält die ganze Familie.

Und Jesus ist der, der frei macht. Und niemand muss mit so etwas leben. Wenn du irgendjemanden kennst, der belästigt wird und geplagt wird, dann gib ihm diese Kassette. Und sag: Die herrliche Botschaft ist die: Jesus macht wirklich frei. Er ist stärker!

1 Joh 3,8 – ich sag’s nochmal, weil’s so schön ist:
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

Das gefällt mir so. Er diskutiert nicht darüber. Er stellt keine langen Analysen an, die zu nichts führen. Oder versucht irgendwie zu verhandeln. Sondern an der Stelle ist Jesus, der ja sonst „so lieb ist und so verständnisvoll und so tolerant ist“ – an der Stelle ist er knallhart!

Und das ist auch notwendig so. Weil der Teufel recht primitiv ist und nur diese eine Sprache versteht. Dass man wirklich mit aller Entschiedenheit gegen ihn sein muss. Jesus hat niemals gesagt: Teufel, dürfte ich vielleicht dich bitten, ein bisschen Platz zu machen – jetzt komme ich und mein Reich. Sondern er ist massiv, mit allem, was in ihm war, dagegen vorgegangen. Und wenn du einmal mit Dämonen zu tun gehabt hast, dann weißt du, das ist die einzige Art und Weise wie man mit ihnen umgehen kann. Die einzige Art und Weise!

Und wir sind manchmal so leisetreterisch, ja, wir möchten ja nicht irgendwie den Teufel auf uns aufmerksam machen.

Ich sage dir: Er ist schon längs auf dich aufmerksam geworden. Und dein einziger Schutz besteht darin, dass du nach vorne gehst und dass du wirklich deine Position einnimmst in Christus, und dass du von dem Gebrauch machst, was der Herr für dich hat.

Okay, also Wahnvorstellungen, Halluzinationen – Leute sehen irgendwelche furchtbaren Dinge, die überhaupt nicht da sind.

Dann aber auch – jetzt wird’s ein bisschen subtiler – chronische, zwanghafte, negative Stimmungen, Seelen-Zustände:

Abnorme Traurigkeit oder Verzweiflung.

Nun, ich rede nicht von dem Teenie mit 14 1/2 Jahren zum ersten Mal verliebt und er hat sie sitzen gelassen, ist mit der Klassenkameradin zu „Eis Hennig“ gezogen statt mit ihr.

Und dann kommt die große Traurigkeit und der Weltschmerz – davon rede ich nicht.

Sondern ich rede davon, dass jemand ohne Begründung über Wochen, über Monate, über Jahre als Dauerzustand eine Traurigkeit in sich hat ohne zu sagen, warum eigentlich. Und es gibt keinen Anlass. Und du sagst: Mensch, eigentlich alles läuft prima und es ist eigentlich alles gut, und es gibt gar keinen Anlass.

Das ist ein solches Werk des Feindes.

Depressionen. Menschen sind depressiv ohne irgendeinen Grund. Ich weiß nicht, ob ich hier schon erzählt habe: Früher – jeden Herbst, wenn die letzten Blätter gefallen sind, wurde ich schwerst depressiv. Jeden Herbst. Ich wußte genau, wann das passiert. In den letzten Oktobertagen kommt normalerweise ein Wind – wusch – und dann sind die letzten Blätter unten – und dann kam’s.

Dann kam’s. Nicht so lange sie schön bunt waren, sondern wenn die Blätter unten waren, dann kam’s. Jeden Herbst. Und es ist so gut wenn die Depression nicht mehr wiederkommt, ich sage dir. Wie man so schön sagt: Es ist so schön wenn der Schmerz nachlässt. Das ist so ein wunderbares Gefühl. Es ist wirklich schön, wenn die Bedrückung, die Belastung, die Beraubung zuende ist.

Und darum geht es hier: Wir können in die Freiheit hineinkommen.

Nun, was haben wir denn noch alles hier? Traurigkeit also als diese Grundstimmung.

Bitte nicht jetzt wenn dein Hamster gestorben ist und du bist jetzt ein paar Tage traurig – davon rede ich nicht. Sondern jemand sagt mir: Ja, vor 20 Jahren habe ich jemanden, einen lieben Menschen aus der Familie verloren, und seitdem kann ich nicht mehr glücklich sein. Da ist ein Problem.

Und man sollte dem auf den Grund gehen und man sollte wirklich dort einfach die Freiheit beanspruchen.

Oh, dann gibt’s hier noch ganz üble Dinge: Todessehnsucht.

Es gibt Menschen, die freunden sich in ihrer Fantasie mit dem Tod an. Und sehen überall Tod, malen sich Tod an die Tapete und haben eine Sehnsucht nach Tod. Ich weiß nicht, ob du mal Georg Büchner gelesen hast. Da wird oft so eine Gruftstimmung inszeniert. Das war diese dekadente Dichtung, die waren alle von diesem Todesgeist irgendwie angehaucht. Und wenn du diese Dichtung liest, da kommt dir etwas entgegen und du denkst: „Hilfe“.

Da spürst du schon den Modergeruch. Und es gibt Leute, die können nur „Trakl“ lesen – ich sage, dann hast du ein Problem. Immer nähren sie sich von dieser Todesstimmung und kleiden sich dann auch entsprechend und irgendwie alles, was schön ist und was Spaß macht und alles Gute irgendwie – das meiden sie irgendwie. Und sie haben Todesfantasien, überlegen sich schon, auf welche Art sie sterben möchten, wie der Sarg aussehen soll, wie der Grabstein ist und alles dreht sich nur immer um Tod.

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