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David Pawson – “Die Wahrheit über Weihnachten“ – Teil 1 – Die Ursprünge von Weihnachten (0:00 bis 5:00)

Herzlich Willkommen. Ich wurde gebeten, einige Gedanken über Weihnachten wiederzugeben. Ich möchte dazu zwei Predigten halten (Anmerkung: Es wurden dann drei Predigten). Bei der ersten geht es um das Geschichtliche: Wo alles begonnen hat und wo es herkommt. In der zweiten Predigt schauen wir in die Bibel und gucken uns dort die Geschichte der Geburt Christi an – und wie das alles zusammenpasst bzw. ob es überhaupt zusammenpasst.

Wie die meisten von euch bereits wissen, Weihnachten ist kein christlicher Feiertag. Das gab es bereits lange bevor Jesus Christus geboren wurde. Weihnachten war ursprünglich ein heidnisches Fruchtbarkeitsfest und es war die Feier der Wintersonnenwende. Es wurde dabei gefeiert, dass die Sonne ab diesem Zeitpunkt langsam wieder stärker wurde. Man hat gewartet, dass die Sonnenwende am 21. Dezember vorüber war, und dann wurde gefeiert, dass die Sonne „wiedergeboren“ wurde und dass der Frühling wieder auf dem Weg ist.

Die Leute damals lebten einfach viel näher an der Natur als wir es heutzutage tun, sie waren insgesamt viel abhängiger von den Jahreszeiten. Ihr Essen kam nicht das ganze Jahr über aus dem Kühlschrank oder aus der Kühltruhe – sie waren abhängig von den Jahreszeiten, was das Essen angeht. Deswegen gab es da einen Grund zu feiern. Besonders während des kalten, dunklen Winters war es gut, so etwas wie „Karneval“ zu haben, was es auch wirklich war.

Hauptsächlich hat das in Europa angefangen, in Nordeuropa war es das Jul-Fest, der Ursprung des „Julklotzes“ oder „Julklapp“ oder „Yule-tide“. Eines der Hauptpunkte bei dieser Feier war ein großes Lagerfeuer, dass die Leute warm gehalten hat. Dafür haben die einen großen Baum gefällt und haben den Stamm als „Julklotz“ verbrannt, und dieses Lagerfeuer mit diesem großen Klotz in der Mitte war das zentrale Element des Julfestes in Nordeuropa.

In Südeuropa hieß das Fest „Saturnalia“ nach dem Gott „Saturn“. Die Römer haben Saturnalia gefeiert und haben damit dem Sonnengott „Mithras“ gehuldigt. Insofern war das Ganze ursprünglich eine Feier der Natur. Das war Teil eines Fruchtbarkeitskultes, denn Fruchtbarkeit war damals sehr wichtig: Fruchtbarkeit der Felder, Fruchtbarkeit der Tiere und der Menschen.

Also gab es diesen jährlichen Karneval oder diese Feiertage, welches sich bedauerlicherweise in eine sehr maßlose Feier entwickelt hat, weil die normalen Regeln des Lebens während der Feiertage aufgehoben wurden. Und das war nicht nur ein Tage, es waren 12 Tage. Es dauerte bis zum 6. Januar.

Selbst heute erinnere ich noch, dass der Weihnachtsschmuck zu Hause am 6. Januar spätestens abgenommen werden musste, dem zwölften Tag. Ich hatte keine Ahnung wieso, ich wusste damals nichts über die 12 Tage von Weihnachten.

Und das gibt uns einen Hinweis, was da zwölf Tage vor sich ging: Die normalen Beschränkungen wurden aufgehoben und alles Mögliche konnte deswegen passieren. Zum Beispiel wurden die normalen Regeln von sozialen Beziehungen ausgehebelt. Zum einen bedeutete dies, dass es nicht mehr obere und untere „Klassen“ gab über Weihnachten. Die haben oftmals die Rollen getauscht. Die Herren haben dort den Sklaven ihre Mahlzeiten an dem Tag gebracht. Und das gibt es heute auch noch in der Britischen Armee. Das ist immer noch der Brauch in Sandhurst für die oberen Offiziere den unteren Gefreiten das Weihnachtsessen zu servieren. Das ist also eine Umkehr der sozialen Ordnung für eine gewisse Zeit.

Aber hauptsächlich im Bereich der sexuellen Beziehungen kam „Freiheit“ und Verbote wurden aufgehoben. Und das sieht man heute noch auf Weihnachtsfeiern.

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