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David Pawson – “Die Wahrheit über Weihnachten“ – Teil 1 – Die Ursprünge von Weihnachten (5:00 bis 10:00)

Sich zu küssen unter dem Mistelzweig geht zurück auf diese Feiern, wo sie ihre Häuser dekoriert haben mit Immergrün, wie z.B. Tannen und Stechpalmen (Ilex), und eben auch Mistelzweigen. All diese Immergrün-Pflanzen wurden genutzt um die Häuser zu schmücken und zu dekorieren. Man hat einen Kranz aus Stechpalme vor die Haustür gelegt – das geht zurück auf diese vorchristlichen Feste. Eine Besonderheit dieser Feste war sehr amüsant: In diesem Karneval konnten sie sich anziehen wie sie wollten. Und sie haben die Geschlechter getauscht, d.h. Männer haben sich als Frauen angezogen und Frauen wie Männer gekleidet. Und das haben wir auch heute noch. Bei der Pantomime: Der Junge vom Chef ist ein Mädchen mit langen Beinen. Und die Frau vom Chef ist eine „Dame“, gespielt von einem Mann. Dieser Kleidertausch geht zurück auf diese Karnevals von diesem Winterfest.

Und es gibt ein paar andere Dinge, die ich erwähnen möchte. Es war eine Zeit des Fressens und Prassens. Es spielte keine Rolle wie viel man gegessen hat. Man konnte sich selbst unter den Tisch essen und das war in Ordnung an Weihnachten. Das passiert heute auch noch, mit dem Truthahn und dem Plumpudding. Da essen wir viel mehr als wir sonst zum Abendbrot essen. Das ist ein Überbleibsel aus dem alten Fruchtbarkeitsfest.

Genauso mit dem Trinken: Man konnte so viel trinken wie man wollte und sich unter den Tisch saufen. Das hat auch überlebt. So ist das auch bei den Weihnachtsfeiern oder in den Kneipen an Weihnachten – die meisten Leute sind betrunken.

Was hat noch überlebt? Die sozialen Ordnungen sind umgedreht, die sexuellen Regeln sind umgedreht, die Regeln für Essen und Trinken sind aufgehoben. Und interessanterweise – Glücksspiel, was normalerweise verpönt war während des Jahres – während Weihnachten konnte man so viel Glücksspiel betreiben wie man wollte. Und da gibt es sicherlich auch ein modernes Gegenstück zu in der Art und Weise wie Geld ausgegeben wird über die Weihnachtszeit. Viele Menschen machen Schulden und müssen im nächsten Jahr dann zurückzahlen, was sie Weihnachten zu viel gekauft haben.

So, alle diese Dinge gehen zurück auf diese zwölf Tage von Weihnachten. Viele Gemeinden wählten eine Art König Hofnarr, der an diesen zwölf Tagen regiert hat. Der durfte innerhalb dieser zwölf Tage frei über jede Frau innerhalb der Gemeinschaft verfügen. Und das ist der Ursprung dieser zwölf Tage von Weihnachten („twelve days of christmas“, when my true love sent to me – Lied von Roger Whittaker).

Also haben wir ein sehr maßloses Festival, wo Leute sich einfach gehen lassen konnten und tun konnten, was sie wollten. Es war ein maßloses Festival. Aber es gab auch eine gute Seite und das war, dass von den Reichen erwartet wurde, dass sie den Armen helfen über Weihnachten. Die, die etwas hatten haben sich um die, die nichts hatten, gekümmert. Im Besonderen wurde sich bemüht um die Armen, die Einsamen und die Behinderten. Und das war eine gute Eigenschaft dieses jährlichen Winterfestes, und das hat auch überlebt. „Boxing Day“ (2ter Weihnachtsfeiertag) bedeutet, dass die Kästen in der Kirche für die Armen geleert wurden und am Boxing Day wurde an die Armen verteilt, was an Weihnachten in die Kästen für die Bedürftigen gelegt wurde.

So, das war, wie es angefangen hat. Und da gab es im Verlauf der Zeitalter Aufs und Abs. Ich erwähne davon nun ein bis zwei Abs und ein bis zwei Aufs: Während des Mittelalters war Weihnachten nicht sonderlich populär, mit Ausnahme der Adelsgeschlechter und der oberen Klassen. Diese Feiern haben dann stetig abgenommen über die Jahrhunderte bis zum 19ten Jahrhundert. Und dann begann das Weihnachten so wie wir es heute kennen. Das gab es nicht vor dem 19ten Jahrhundert, denn hier haben zwei Schriftsteller Geschichten über Weihnachten geschrieben. Auf dieser Seite des Atlantiks war das Charles Dickens. Und viel von dem, was wir heute über Weihnachten wissen, verdanken wir Charles Dickens. Nicht nur durch das Buch „Eine Weihnachtsgeschichte / A Christmas Carol“ und die Verfilmung „Scrooge“ – der Truthahn in der Geschichte kam aus den Vereinigten Staaten. Da drüben gab es auch einen Schriftsteller – Washinton Irving, und er war der Charles Dickens der USA.

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