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Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (90:00 bis 95:00)

 

Dazu müssen wir verstehen, wie soll der jetzt leben, wie kommt die Kraft Gottes in sein Leben, wie wird er verändert. Und wir müssen frei sein von dieser Angst in sein Leben zu sprechen. Wir müssen mutig sein und müssen lernen uns nicht zu ärgern, wir müssen lernen, nicht aus Empörung oder aus Enttäuschung oder aus Wut zu korrieren. Aber wir müssen korrigieren! Wir müssen lernen in das Leben von Menschen hineinzusprechen. Das ist eine total andere Kultur als das, was du bis jetzt in weiten Strecken in der pfingstlich-charismatischen Szene hast. Es findet diese Verbindlichkeit und diese Prägung und in-das-Leben-Sprechen – das findet in den allermeisten Gemeinden nicht statt. Und das ist, warum so viel Unreinheit ist, warum so viel Dinge da sind, die den Heiligen Geist betrüben – und warum dann so wenig Gegenwart Gottes in der Versammlung ist.

Wir können nicht chronisch den Heiligen Geist betrüben und dann erwarten, wenn wir Ihn erheben, den Herrn, dass der Heilige Geist mitmacht und Er manifestiert diese wunderbare, liebliche, zu genießende Gegenwart Gottes. Wir können das nicht erwarten. Das würdest du auch nicht machen wenn du Heiliger Geist wärst. Du sagst: Die sind chronisch ungehorsam, die wollen nicht hören, die lassen sich nicht zurechtbringen, aber jetzt wollen sie sich laben an der Herrlichkeit?! Du würdest sagen, Leute, so war das nicht gedacht. Ihr tut, was ich euch sage. Ihr lasst euch zurechtbringen.

Es ist für Gott egal, das muss für uns als Gemeinde und vorallendingen als Leiterschaft egal sein, wie daneben und wie verkehrt und wie verseucht vom Geist dieser Welt jemand ist. Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist: Ist er willig? Ist er bereit für einen Prozess des Unlernens, für einen Prozess der Veränderung? Das ist der Punkt. Egal wieviel Piercings, wieviel Dreck und wieviel – und Ratte auf der Schulter oder weiß ich nicht was – alles nicht wichtig. Was ist die Gesinnung? Will jemand wirklich Jesus nachfolgen? Mit dem können wir arbeiten. Nur mit dem können wir arbeiten.

Und das geht nicht in Bausch und Bogen in der allgemeinen Versammlung, das geht nur in 1:1 Beziehungen, wo wir uns mit dieser Person treffen – meinetwegen alle 14 Tage oder vielleicht manchmal auch einmal die Woche. Später dann vielleicht weniger. Und wo wir klare Instruktionen geben, wo wir klare Fragen stellen, wo wir herausfinden, wie lebt dieser Mensch. Wir gehen zu ihm nach Hause, wir wollen seine Wohnung sehen.

Wir stellen Fragen: „Sag mir mal, komm, hier ist ne Fernsehzeitung, hab ich extra gekauft für dich und mitgebracht – jetzt kreuz mir die Sendungen an, die du in dieser Woche gesehen hast. Ich möchte die Sendungen vom Titel her sehen, die du gesehen hast“.

Das ist doch aber Kontrolle! Das ist doch krass!

Nein, er hat gesagt, ich will lernen rein zu leben. Und wir helfen jetzt indem wir gezielte Fragen stellen. Wenn einer sagt: „Mein Fernsehkonsum geht dich gar nichts an“ – „danke, das wars mit der Jüngerschaft – geh nach Hause“. Ganz klar. Aber wenn er sagt, ich will lernen, ein Jünger zu sein – dann dürfen wir Fragen stellen: „Wofür gibst du dein Geld aus?“ – „Wie hoch ist dein Dispo-Kredit ausgereizt?“

Glaubst du, dass Schulden machen normal ist? Schon mal darüber nachgedacht? Schulden machen heißt, du gibst Geld aus, das du gar nicht hast. Was eine Form von Leben in der Lüge ist. Sagen wir mal, du hast 2000 Euro, und dann hast du einen Dispokredit nochmal von 1000 Euro oder so – du denkst, du hast 3000. Nein! Diese 1000, die existieren nicht! Das sind Schulden.

Aber wir denken – wir rechnen das zu unserem Guthaben. Wir betrügen uns in den praktischen, kleinen Dingen.

Noch schlimmer ist es in den russischen Kultur. Da ist ein geliehenes Geld was ganz ähnliches wie geschenkt. Und niemand unternimmt irgendwelche Anstrengungen wenn er Schulden gemacht hat, die zurückzuzahlen. „Der kann warten.“

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