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Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 3 (40:00 bis 45:00)

Für Jesus war das normaler Bestandteil. Lies Matthäus 6. Normaler Bestandteil!

Und ich weiß nicht, ob du und wieviel du schon mal Austausch gehabt hast mit unseren Geschwistern aus der dritten Welt. Afrika, Südamerika, aus Asien. Für die ist Fasten etwas total normales. Und das ist mit einer der Hauptgründe, warum sie dort Zeichen und Wunder haben und wir nicht hier haben. Und wenn die hier herkommen von Afrika oder von Südamerika und sehen unser Land und sehen den Zustand der Gemeinden – dann fragen sie: Sagt mal, wie sieht denn das bei euch mit Fasten aus?

Dann machen wir ein langes Gesicht – und dann sagen sie: Du, jetzt verstehen wir, warum ihr in dieser Misere seid. Und ihr habt viel Wissen, aber keine Power.

Nicht mal Power, die eigene Sünde zu überwinden und auch keine Power, Menschen wirklich die Kraft Gottes zu demonstrieren. Und das hat etwas mit Fasten zu tun.

Jesus sagt: Wenn der Bräutigam genommen ist – und das ist die Zeit, wo er jetzt nicht da ist – dann werden sie … Wer sind „sie“? Wir! Dann werden sie fasten.

Mk 2,20
Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, an jenem Tage.

So, Jesus schaut schon über die Himmelfahrt hinaus und sieht dort ein Christsein und sagt: Fasten ist normal. Fasten gehört zum christlichen Leben dazu.

Und da ist unser Problem! Wir sagen: „Ja, aber Fasten macht keinen Spaß!“

Deswegen habe ich die Sache mit dem Spaß-Gott vorher schon geklärt. Die Antwort kannst du streichen, die ist nicht akzeptabel. Es geht nicht darum, ob etwas Spaß macht, es geht darum, ob etwas richtig ist. Ob etwas notwendig ist. Ob etwas dem Worte Gottes entspricht – darum geht es. Und nicht, ob das Spaß macht.

Oder so Ausreden wie: Du, wenn ich faste, dann bin ich immer so gereizt und dann benehme ich mich irgendwie sehr unschön und das will ja der Herr auch nicht, ich soll ja nett sein. Also dann lieber nicht fasten, damit ich nett bin.

Ist gut gemeint, aber auch einfach nur Selbsttäuschung.

„Ja, und wenn ich faste, dann geht’s mir gar nicht gut, da hab ich Kopfschmerzen!“

Und hier ist meine Empfehlung: Lerne gleich von Anfang an, mindestens drei Tage am Stück zu fasten, weil ab dem dritten Tag macht’s nämlich Spaß, wenn der Hunger vorbei ist, dann macht es Spaß und dann kannst du fliegen und dann wirst du erleben aus eigener Erfahrung, dass du in eine Nähe mit Gott kommst, dass du sensibel wirst im Heiligen Geist, dass du viel schneller Antworten bekommst und auf eine tiefere Art und Weise der Herr zu dir reden kann und das Wort lebendig machen kann.

Eine Gemeinde oder ein Christ, der nicht fastet, entspricht nicht dem Standard Gottes. Punkt, fertig, aus.

Und das werden wir unserem Jünger erklären – aus der Schrift. Nicht einfach: „du musst fasten“, sondern wir erklären ihm, welche Bedeutung und welche Wirkungsweise Fasten hat und was das Wort Gottes über Fasten sagt. Und dass fasten normal ist.

Das ist ja jetzt die Ausgangslage: Jetzt darf Gott durch sein Wort definieren, was normal ist. Nicht mehr wir definieren, was normal ist.

„Ja, ich kenne keinen, der fastet, warum soll ich fasten?“

Weil du dich entschieden hast, du willst Gott gehorchen, ganz einfach deswegen. Und verweise nicht auf die vielen anderen, die es nicht tun. Du vergleichst dich nicht mit denen, die noch fleischlicher sind als du. Du vergleichst dich mit dem Standard des Wortes Gottes.

Also: Beten, Geben, Vergeben, Fasten.

Das sind die vier Dinge, die Jesus erwähnt. Und er benutzt immer das Wort „wenn“ – zeitlich! „Immer dann, wenn …“.

Griechisch:
3752. hotan

Matthäus 6
2a Wenn du nun Almosen gibst
5a Und wenn ihr betet
16a Wenn ihr fastet

Und ich will noch einige andere Dinge hinzufügen, die wir dem Jünger beibringen wollen. Das wird Bestandteil seines Lebens werden. Das wird regelmäßig in seinem Leben zu finden sein:

Das ist Leben mit dem Wort Gottes.

Das ist Gemeinschaft mit Gott. Gott suchen, Zeit haben mit Gott. Manche nennen das auch „Stille Zeit“. Ob der so glücklich ist, der Begriff, weiß ich nicht, weil die sollte schon nicht zu still sein. Da muss man auch was hören. Wir wollen, dass er seine Gebete spricht, nicht denkt. Das ist der schnellste Weg, Ordnung in die Gedanken zu bringen: Gebete zu sprechen – und nicht zu denken. Es geht nicht um Lautstärke, es geht einfach darum, dass seine eigenen Ohren hören, was aus seinem eigenen Mund kommt. Und das ist extrem wichtig, dass wir laut beten.

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