Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 3 (35:00 bis 40:00)

Und Leute werden ermutigt und es wird ihnen leicht gemacht und es wird ihnen als „normal“ beigebracht, der Schrift nicht zu gehorchen. Und ich rede jetzt von Gläubigen, ich rede nicht von „der Welt“, sondern von Gläubigen. Und das ist Verzauberung. Und du findest dasselbe im Klartext, aber dann in der Elberfelder auch nochmal – dank sei Gott, dass Paulus das zwei Mal reingeschrieben hat – dort heißt es in Vers 7.

Gal 5,7
Ihr lieft gut – wer hat euch gehindert, der Wahrheit zu gehorchen?

Da hast du es. Worin bestand das „gut laufen am Anfang“? Ganz offensichtlich, indem sie der Wahrheit gehorchten. Dann kam etwas dazwischen. Was war es, was dazwischen kam? Falsche Lehre, die von außen hereinkam. Verdrehung des Evangeliums, Fälschung des Evangeliums. Und aus Gnade wurden dann Werke. Und damit haben die Leute aufgehört, der Wahrheit zu gehorchen.

So, du hast hier drei Schriftstellen, die uns definieren – und dann gibt’s noch die anderen mit „Freund sein von Jesus“ und „Jesus lieben“, die uns klar definieren: Glaube an Jesus, Jesus zu lieben ist gleichbedeutend mit der Bereitschaft, ihm zu gehorchen. Das ist der wahre Glaube. Und wo immer du Botschaften hörst, wo das weggelassen wird – und wir haben heute viele Botschaften über die „Liebe des Vaters“ und „Kuscheln beim Papa“ und „Freund Gottes sein“, wo dieser Aspekt, dass bei aller Vaterschaft, bei aller Liebe, bei aller Freundschaft zu Gott, Gott immer noch ein Recht hat und auch tatsächlich erwartet, dass wir ihm gehorchen – das wird weggelassen. Und Menschen werden verdreht.

Und du kannst dann Menschen erleben, die in großer Illusion leben, in einer selbstgemachten, sich ausgedachten Beziehung zu Jesus, wo sie ihm ganz nahe sind, aber die Sünde in ihrem Leben übersehen sie. Wenn wir nahe sind bei Jesus, dann öffnet er uns die Augen und er führt uns immer wieder neu in die Buße. Und er zeigt uns immer wieder neue Dinge, wo wir uns ändern sollen, wo wir alte Denkweisen, alte Verhaltensweisen ablegen sollen usw.

So, jetzt erwähne ich noch ein paar ganz praktische Dinge, die ich dann später weiter ausführen werde: Die Ausbildung des Jüngers.

Es gibt ein paar Dinge, die wir ihm beibringen werden, die ein regelmäßiger Bestandteil seines Lebens werden sollen. Diese Dinge wird er immer und immer und immer wieder tun. Ein paar von diesen grundlegenden Dingen finden wir auch in einer Passage in Matthäus 6. Jesus erwähnt dort vier grundlegende Verhaltensweisen oder ich nenne sie „Disziplinen“ im Reiche Gottes.

Und diese vier sind nicht verhandelbar. Und diese vier gehören alle zu einem normalen Christenleben dazu. Und Jesus zeigt das, indem er, wenn er das Wort „wenn“ benutzt“ – „wenn ihr diese Dinge tut“ – dann meint das griechische dort ein „zeitliches wenn“. Nicht „falls“ sondern „wenn“.

Und er redet dort von „beten“. Und wir alle verstehen: Wenn wir jemanden finden, der sagt: Ich bin Christ und ich liebe Gott und ich lebe mit Jesus, aber mit dem Beten hab ich’s nicht so, und Beten finde ich nicht so gut und das mache ich eigentlich nicht – dann sagen wir „Hallo?! Du bist kein Christ! Wenn du sagst, beten gibt es nicht bei dir – du bist kein Christ“.

Christsein ohne beten ist kein Christsein – darin stimmen wir alle überein, nicht wahr? Oder gibt’s hier jemanden, der sagt: Doch, man kann Christ sein, aber Beten kann völlig fehlen in seinem Leben, trotzdem ist er Christ!

Das gibt es nicht! Das ist eine Täuschung.

Aber in derselben Weise erwähnt Jesus andere Dinge, und da sieht’s schon ganz anders aus. Z.B. „Fasten“.

Und mit aller Selbstverständlichkeit würden da viele, viele Leute heute pfingstlich-charismatischer Prägung sagen: „Ja, aber man kann Christ sein, aber das hat doch nichts mit Fasten zu tun?! Fasten sind gesetzliche Werke, das ist Selbstkasteiung, das ist nicht notwendig, das ist Gesetzlichkeit usw.“

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