Kategorien
WahreJünger

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (10:00 bis 15:00)

 

Und das sind alles Motive, die taugen nicht für ein Leben im Reich Gottes. Sondern wir brauchen Gott, der in uns wirkt, der unsere Herzen verändert, dass unsere Herzen umgeprägt werden, umgeformt werden, und dass in unseren Herzen immer stärker dieser Wunsch wird, wir wollen für seine Ehre leben. Wir wollen ihn groß machen, wir wollen das tun, was nicht wichtig und interessant und ansprechend in unseren eigenen Augen ist, sondern das, was er uns geboten hat.

Und wir wollen sicher sein, dass wir das richtige tun. Wenn Gott etwas gesagt hat, und das ist deine Berufung, dann ist das 20 Jahre später immer noch so. Und nicht alle paar Monate ändert sich das. Das ist ein Zeichen, dass du von dir selbst geleitet bist. Das ist ein Zeichen, dass du in Täuschung bist. Und warum sind wir in Täuschung? Weil wir nicht in Jüngerschaft sind, weil wir die Kraft des Kreuzes nicht kennen.

So, ein Jünger ist jemand, der besonnen ist. Der sagt: Hej, da gibt es so viele Gefahren im christlichen Leben, und der einzige Weg durch dieses Minenfeld ist der Weg des Kreuzes – das ist der einzige Weg, und den wähle ich.

Ps 25,12
Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet? Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.

Jesus sagt: Wir nehmen unser Kreuz. Wir kriegen das nicht aufgedrückt, wir nehmen das freiwillig oder wir lassen’s halt.

Mt 16,24
Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!

Was ist das Kreuz? Das Kreuz ist eine Hingabe an den Willen Gottes, an die Wahrheit, an das Wort. Du findest das Kreuz jedes Mal da, wo dein Wille sich kreuzt mit dem Willen Gottes, und wo du schon erklärt hast, und jetzt wieder praktisch umsetzt und wieder neu bestätigst – Nicht mein Wille, sondern sein Wille.

Lk 22,42b
doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

Da findest du das Kreuz, und da erlebst du die Kraft des Kreuzes. Und das ist in Hunderten von Kleinigkeiten jeden Tag. Und das Fleisch sagt: „Komm, bleib liegen und du bist müde, es war gestern so ein schwerer Tag, du musst nicht jeden Tag aufstehen und Gott anbeten, du musst nicht im Wort sein, du willst ja nicht gesetzlich sein“. Das Fleisch hat alle möglichen Erklärungen, aber du verstehst, du bist hingegeben an Gottes Ordnung und Gottes Ordnung regiert dein Leben und nicht deine Gefühle. Nicht mehr deine Gefühle und deine Wünsche, sondern was sagt Gott, was ist richtig, was ist die Wahrheit, was ist die Ordnung Gottes?

Und diesen Lebensstil kann man nur lernen in Anleitung. Man kann nicht einen unsichtbaren Gott ehren mit Unterordnung wenn man nicht willens und imstande ist sich Menschen unterzuordnen, die man sehen kann.

Das Wort Gottes sagt: Wenn du den Bruder, den du sehen kannst, nicht liebst – dann musst du dir nicht einbilden, du liebst Gott.

1 Joh 4,20
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann nicht Gott lieben, den er nicht gesehen hat.

So, da ist sozusagen meine Haltung zu Gott, die sich ausdrückt in der Haltung gegenüber Menschen. Und genauso sage ich auch: Du kannst niemals lernen Gott zu gehorchen wenn du nicht auch Menschen dich unterordnen kannst.

Und da ist der Punkt: Jüngerschaft ist Verbindlichkeit, Jüngerschaft ist: Hier ist mein Platz, ihr seid meine Leiterschaft, ich glaube, dass ich hier von Gott gesetzt bin, und ihr dürft in mein Leben sprechen. Und ihr dürft mir helfen, und ihr dürft mir raten und mich korrigieren und mir einfach Anleitung und Hilfestellung geben, wie ich die Ordnung Gottes in mein Leben bekomme – in meine Finanzen, in meine Ehe, in meine Arbeit, in alle Bereiche meines Lebens die Ordnung Gottes aufzurichten. Das ist, worum es geht.

Wir haben diese Entscheidung getroffen, Jesus ist Herr. Aber jetzt soll das umgesetzt werden, jetzt soll das gelernt werden und praktiziert werden.

Und meine Beobachtung ist die, dass wir heute westentlich höheres Maß an Unabhängigkeit in der Gemeinde haben oder im Volke Gottes haben als noch vor 30 oder 40 Jahren. Ein wesentlich höheres Maß von Unabhängigkeit, eine wesentlich höhere Bereitschaft, schnell beleidigt zu sein. Eine Korrektur und weg sind sie! Feuer und Flamme – wow, das ist mein Platz, hier hat Gott mich hingesetzt, toll, wunderbare Musik, hier bin ich richtig! Eine Korrektur – und sie sind weg und nicht mehr gesehen. Hallo?!

Was sagt uns das? Menschen, die in der Seele leben, die nicht wirklich vom Geist geleitet sind.

So, das ist keine Kleinigkeit, das ist nicht ein Randkonzept, sondern das ist das Zentrum des Evangeliums – Jüngerschaft. Ohne Jüngerschaft lernen wir nicht diesen Lebensstil des Reiches Gottes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.