Hartwig Henkel – Kein wahres Evangelium ohne die Ewigkeit (50:00 bis 55:00)

Und noch Vers 12:

1 Kor 2,12
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind.

Der Geist der Welt um uns herum will uns beeinflussen und er redet von der Welt und er macht die Welt groß und er sagt: Das ist das Ding, und das darfst du nicht verpassen und in diesen Film laufen alle und du musst den unbedingt sehen und das ist wichtig und das ist wichtig und das neueste Modell und diese Variante und das und dies und jenes usw. – das ist der Geist der Welt.

Und er treibt. Und er sagt: Verpass es nicht, alle rennen – sicher dir noch heute dein Dingsbums.

Das ist der Geist der Welt. Der dir das Gefühl gibt, wenn du hier nicht Schritt hältst, wenn du nicht hier mitmachst, wenn du nicht das neueste Update hast, die neueste Version, das neueste Modell, dann bist du ein armer Tropf.

Das ist der Geist der Welt, der uns falsche Maßstäbe gibt. Und wir haben diesen Geist nicht empfangen, aber der ist um uns herum und will uns beeinflussen. Und die Waffe, um diesen Einfluss zurückzuhalten, ist der Geist aus Gott!

Und der Geist aus Gott ist uns gegeben, damit wir die Dinge, die von Gott uns geschenkt sind – nicht, was die Welt uns anbietet, was Gott uns schenkt, zeigt. Dafür ist der Geist Gottes uns gegeben. Und wenn wir anfangen, das zu sehen, wenn wir begreifen, weil Gott das in uns groß macht, das ist das Allerwichtigste: Gott zu erfreuen, Gott zu gefallen, aus reinem Herzen Gott zu lieben – dann wirkt sich das aus auf unser Leben.

Lass mich ein Beispiel geben aus der Schrift.

Heb 10,34
Denn ihr …

… das sind die Gläubigen aus dem Judentum, die an den Messias gläubig geworden sind und hier jetzt leben in der Zerstreuung …

… habt sowohl mit den Gefangenen gelitten als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen, da ihr wisst, dass ihr für euch selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt.

Diese Leute haben etwas gigantisches getan – oder sagen wir mal: Erstmal ist etwas Furchtbares passiert – um des Glaubens willen haben sie Bedrängnis erlebt, Verfolgung erlebt und ihre Güter wurden ihnen weggenommen.

Ihr Haus, ihr Besitz, Konto gesperrt oder weiß ich nicht, was.

Um den Glaubens willen haben sie Beraubung und Bedrängnis erlebt. Das ist, was mit ihnen passiert ist. Aber dann ist wie sie darauf reagiert haben: Sie haben auf diesen Verlust, der normalerweise jeden normal tickenden Menschen in Traurigkeit bringt, in Sorge bringt, in Existenzangst, in große Verzweiflung bringt – auf diese Beraubung haben diese Leute reagiert mit Freude.

Die Welt kann eine Menge nachmachen, aber nicht das.

Es gibt christliche Sekten, die haben Programme und Häuser und Kanzel und Dienste und Lautsprecher und alles wie wir – aber was sie nicht haben, ist die Gegenwart Gottes. Hallo?

Das Eigentliche kann man nicht kopieren, kann man nicht fälschen. Und diese Leute haben etwas vom Himmel gehabt, sie haben eine Gewissheit gehabt über das, was auf sie da wartet. Und sie konnten sagen: Okay, unser Haus ist weg, unsere Konten sind gesperrt, wir haben nichts mehr – was solls? Das, was wirklich zählt, was uns wirklich ein Schatz ist, kann uns niemand nehmen, es ist im Himmel.

Und in Kürze werden wir es genießen.

Und das war so real, das war so nah, dass sie in Anbetracht des Verlustes sich gefreut haben. Das ist der Beweis, dass sie geglaubt haben. Das ist der Beweis, dass das real war. Das war nicht irgendwie ein Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an das ewige Leben“, sondern das war ihnen ganz nah und es hat ihre Emotionen in der Zeit der Bedrängnis geprägt.

Das war der Test und das war der Beweis, dass ihr Glaube echt ist.

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