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Grundlagen9

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 9 – Bekenntnis des Wortes Gottes (75:00 bis 80:00)

Dieses händeringende „Ach, Herr, es ist alles so furchtbar, aber wir wissen ja, du bist bei uns – jetzt hilf doch und komm doch ganz schnell, ich weiß nicht, wie lange ich es noch aushalte!“ – das kannst du alles vergessen!

Wir weinen, wir sind depressiv, wir schluchzen und sagen: „Ach, Herr, hilf, ich weiß ja, dass einem alle Dinge zum Schluss ja zum Besten dienen müssen, aber jetzt ist alles so furchtbar“ – das kannst du vergessen!

Das sind keine biblischen Gebete.

Gott will, dass das Wort uns aufbaut. Und wir sagen: Ja, ich brauch nicht aufgebaut zu werden, ich will nur, dass die hässlichen Umstände verschwinden!

Sie werden nicht verschwinden bis du nicht innerlich in eine Verfassung des Sieges gekommen bist. Gott handelt in zwei Stufen: Erst in dir und dann außerhalb von dir.

Und wenn er nicht durch das Wort in dir wirken darf – er wird gehindert, außen zu wirken. Und sehr, sehr viele Christen versuchen, außen Siege zu erleben in den schwierigen Umständen ohne wirklich ein Siegesbewusstsein zu haben. Weil sie niemals fleißig waren, und sie erleben keinen Sieg.

Gott wirkt von innen nach außen!

Erst in uns drin. Und das ist, was die Bibel sagt: In Trübsalen sollen wir uns freuen.

Wie kann man das? Wenn alles so furchtbar ist? Es gibt nur eine Möglichkeit: Dass da in uns eine andere Realität ist, dass in uns die Verfassung unserer Seele geprägt wird vom Wort.

Und wir dann sagen können: Ich weiß nicht wie es gehen wird, aber ich weiß, es wird gehen.

Und das siehst du im Leben der Männer und Frauen Gottes. Das ist David wie er gegen Goliath ging. Er, dieser kleine Wicht, sagt: Ich komme zu dir mit dem Namen des Herrn und heute wird Gott dich in meine Hand geben und heute werde ich dir …

1 Sam 17,46
Heute wird der HERR dich in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen.

Was für ein Bekenntnis! Heute wird Gott – und heute werde ich …

Nicht „Oh, der Herr möge Gnade schenken …“

Sondern er sagt: „Gott wird heute – und ich werde heute!“ Das war eins! Das war ein Paket. Gott wird, und ich werde! Gott wird ihn mir in die Hand geben und ich werde ihm den Kopf abschlagen. Das ist wie er gegen den Feind ging. Und er rannte auf ihn zu!

1 Sam 17,48
Und es geschah, als der Philister sich aufmachte und näher an David herankam, da lief David eilends von der Schlachtreihe aus dem Philister entgegen.

Er sagte nicht: „Oh, hoffentlich wird es gut gehen“. Sondern er war überzeugt davon, der Riese hat keine Chance. Der Riese muss fallen. Und dein Riese – ich weiß nicht, wie dein Riese heißt – Angst, Bedrückung, Depression oder ich weiß nicht, wie dein Riese heißt. Aber er muss fallen! Er muss fallen wenn du ausgerüstest bist und du richtig auf ihn zugehst. Und weißt wer du bist und weißt, er hat vor dir keine Chance.

Warum wusste David das? Weil dieser Riese sich letztenendes gar nicht gegen Israel und gegen die Soldaten gestellt hat, sondern gegen Gott. Und David wusste, wenn irgendwer aufsteht und sich gegen Gott erhebt, er muss fallen, er hat keine Chance. Und er konnte kühn sein und er konnte wissen, Gott wird das bestätigen.

Und du hast auch ein paar Riesen in deinem Leben, nicht Menschen, sondern Umstände, Probleme, Schwierigkeiten, vielleicht ein Krankheitsfall in der Familie oder irgendwelche anderen furchtbaren Umstände, die dich knebeln und die dich berauben und nach unten ziehen. Du sagst: Ja, wann wird Gott eingreifen?

Nun, frage dich: Ist Siegesbewusstsein in mir? Bin ich begeistert? Bin ich zuversichtlich?

Oder hoffe ich meine Begeisterung zu erleben wenn draußen der Riese fällt?

Er wird nicht fallen! Sondern erst kommt innerlich das Werk des Wortes und das baut uns auf und wir können wirklich solche sein, die dann die Hand Gottes erleben.

Also denkt daran, wir ergreifen das Wort und die Widerstände machen sich auf, uns das Wort wieder abzujagen. Das ist, wie es funktioniert. Und dann brauchen wir nur eines: Festzuhalten am Wort. Ohne wanken festhalten am Wort. Er ist der Hohepriester deines Bekenntnisses.

Viele Christen haben irgendwie da eine Schlagseite – indem sie sagen: „Ja, ihr lehrt ja, man kann das bekommen, was man sagt. Und ihr wünscht euch da Cadillacs oder irgendwelche Alpenschlösser oder irgendetwas“.

Das Bekennen des Wortes Gottes hat nichts damit zu tun, dass du dir irgendwas wünscht und sagst, wenn ich es nur lang genug rede, dann wird es mir Gott geben. Darum geht es überhaupt nicht! Und das hat auch im Hauptstrom dieser Lehre niemand jemals mit Ernsthaftigkeit gelehrt und behauptet. Es geht nicht um Dinge, die wir haben – es geht darum, eine Atmosphäre in uns zu erreichen und zu erhalten – des Sieges, der Zuversicht, der Freude, der Gewissheit – eben mit einem Wort: des Glaubens. Darum geht es.

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