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Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 9 – Bekenntnis des Wortes Gottes (35:00 bis 40:00)

Und ich kann mich heute noch entsinnen, wo ich zum ersten Mal mit bestimmten Worten Gottes diese lebensschaffende Kraft erlebt habe. Da ist lebensschaffende Kraft! Mir fällt dazu immer dieses Beispiel ein: Stellen wir uns da irgendso einen Marsmenschen vor oder so – nicht, dass ich an Marsmenschen glaube, ja ? – vom anderen Planeten irgendetwas, der keine Ahnung hat. Und dann erzählen wir ihm: Ja, Nüsse! Nüsse, hmmm, das ist überhaupt das Nonplusultra – die sind sehr energiereich, die schmecken sehr, sehr gut und die sind wirklich spitze. Und auf seinem Planeten, sagen wir mal, gibt es keine Nüsse! Also – er geht in den nächsten Supermarkt und kauft sich so eine Tüte Haselnüsse oder irgendso etwas und ist voller Begeisterung – jetzt werden die kostbaren, energiereichen Nüsse irgendwie auch ihn beglücken.

Und er nimmt eine Nuss und lutscht darauf rum und wartet, dass die Power irgendwie kommt oder das Süße sich irgendwie entfaltet, aber es entfaltet sich nichts. Warum?

Weil er auf dem Ding nur rumlutscht! Weil er vergessen hat, dass andere noch zu hören, aber da war er schon auf dem Weg in den Supermarkt: „Du musst die erstmal knacken!“

Du musst sie erstmal knacken, um an den Kern ranzukommen.

Und so sind viele Christen: Die hören was über das gute, heilsame, kraftvolle Wort Gottes, und dann tigern sie los. Und du rufst ihnen noch hinterher: „Ja, aber pass auf, ich will dir noch beibringen, wie du an den Kern rankommst“. Aber sie sind schon auf und davon. Und dann gehen sie nach Hause, stürzen sich in ihre Bibel, holen da irgendwas raus – und dann passiert nichts und sie erleben nichts. Und dann sagen sie: Das ist ja alles Quatsch, was redet denn der da? Das ist doch Unsinn, da kommt ja gar nichts.

Deswegen sagt Sprüche 4: „Denen, die es finden“.

Spr 4,22
Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib.

Du musst es erstmal finden! Das liegt nicht auf der Hand! Du nimmst die Nuss nicht in den Mund und lutscht da ein bisschen drauf rum und sagst, das bringt nichts und spuckst sie wieder aus. Sondern du musst lernen, sie zu knacken, du musst an den Kern heran.

Und das Wort wird seine Kraft nicht entfalten wenn wir nicht eine solche Hingabe vollziehen an das Wort wie Gott das vorschreibt. Ohne Fleiss, was auch ein gewisser Zeitfaktor ist, werden wir niemals erleben, dass das Wort sich aufschließt und dass diese Energie, diese Ermutigung, dieser Strom von Liebe, dass das daraus hervorkommt. Wir werden das niemals erleben.

Sondern das ist für uns nur irgendwie Druckerschwärze oder wir lesen das oder irgendwie – also, was ich sagen wollte: Es gibt einige Worte, obwohl das viele Jahre her ist, als ich das zum ersten Mal so mit bestimmten Aussagen erlebt habe – ich habe dann so einige Bereiche mir vorgenommen, dazu gute Worte gefunden, und dann hab ich mich damit beschäftigt. Und eines dieser Worte war aus Jesaja, wo dann Gott sagt:

Jes 43,1b
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.

Und dieses Worte habe ich, weiß nicht, wie viele, zig Male gelesen und ausgesprochen und darüber nachgedacht. Und eines Tages entfaltete sich das und öffnete sich das und ich habe es gefühlt, was das eigentlich ausdrückt, was Gott damit sagen will und wie Gott begeistert ist, darüber, dass er mich hat.

Ich habe ein Stückchen den Vaterstolz Gottes gespürt: Du bist mein.

Das hat Gott nicht so gesagt: Naja, du gehörst zu mir, leider kann ich daran nichts ändern – sondern mit großer Liebe und Begeisterung: Du bist mein!

Er ist begeistert, dass er mich hat. Nicht weil ich Abitur habe! Nicht deswegen oder weil ich sonst irgendwie ein ganz netter Mensch bin, sondern er ist begeistert, dass er mich hat, weil ich sein Kind bin. Das ist es. Dazu habe ich nichts getan.

Das ist die Liebe Gottes, die er hat zu uns. Und wir können sagen: Ja, ich weiß das irgendwie, Gott hat uns lieb und irgendwie schließe ich daraus mathematisch, wenn er alle Christen lieb hat, muss er auch mich lieb haben, also Gott liebt mich – irgendwie so, ja? Das reicht nicht aus! Davon kannst du nicht leben. Was du brauchst, ist die Erfahrung: Gott meint MICH, Gott liebt MICH und Gott ist zufrieden mit mir.

Er ist nicht zufrieden mit manchen Dingen, die ich tue. Aber irgendwie – oh Wunder – kann Gott das trennen: Meine Person und meine Taten. Und er sagt: Jetzt beschäftigen wir uns erstmal mit der Person, über die Taten reden wir später.

Niemand wird – ich weiß nicht, ob ich das schon gesagt habe – erleben, wie Gott anfängt, uns zu erziehen, und zu prägen und uns zu lehren, uns zu unterweisen und bestimmte Eigenarten irgendwie uns wegzunehmen, der nicht zuvor die bedingungslose Annahme und Liebe des Vaters erlebt hat. Das ist nicht möglich.

Also das kommt zuerst – und es kommt durch das Wort.

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