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Grundlagen2

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (70:00 bis 75:00)

 

Und Jesus wurde dann ans Kreuz genagelt. Ohne dass es der Teufel wusste, dass er damit erfüllte, was schon Jahrhunderte vorher – 700 Jahre oder so vorher – schon der Prophet David geredet hat als er im Psalm 22 dieses Wort brachte: „Sie haben meine Hände und meine Füße durchbohrt“.

Ps 22,17
Denn Hunde haben mich umgeben, / und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

Eine Methode der Hinrichtung, die es zu der damaligen Zeit überhaupt nicht gab! Erst Jahrhunderte später haben die Römer sie mitgebracht oder erfunden. Und Jahrhunderte vorher, David redet von diesem Kreuzestod. Und von vielen, vielen anderen Dingen auch, die geschehen sind als Judas Jesus verraten hat mit dem Geld. Der Betrag des Geldes wurde vom Propheten – 22 Silberlinge – wurde vorhergesagt! Damit wir genügend Anhaltspunkte haben, und jeder der ein bisschen nachdenken will, Anhaltspunkte haben kann, dass das nicht eine normale Angelegenheit war, sondern hier etwas außerordentliches geschehen ist.

Okay, 1 Kor 2,6-8 redet von dem Kreuz als die verborgene Weisheit Gottes.

1 Kor 2
6 Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, auch nicht der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden,
7 sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit.
8 Keiner von den Fürsten dieses Zeitalters hat sie erkannt – denn wenn sie sie erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben

Die Weisheit, die den Fürsten, den Herrschern dieser Welt verborgen war. Was sind die Herrscher dieser Welt? Nicht Pontius und Pilatus und all die anderen – die Herrscher dieser Welt, das sind die Mächte der Finsternis, von denen Paulus in Epheser 6 redet – die Geister in der Himmelswelt, die Herren dieser Welt, die Weltbeherrscher dieser Finsternis, dämonische Strukturen unterhalb des Teufels, die diese Erde umspannend kontrollieren und regieren.

Eph 6,12
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

Über jedem Land, über jeder Nationalität, über jeder wichtigen Institution, überall diese Mächte der Finsternis, die dort eben den Plan des Teufels, den Plan der Zerstörung vorantreiben sollten. Und Gott sagt, das Kreuz war eine verborgene Weisheit. Und die Herren dieser Welt haben es nicht verstanden. Und er sagt dort: Wenn sie gewusst hätten, was das Kreuz ist, hätten sie Jesus nicht gekreuzigt. Wenn sie gewusst hätten, was das Kreuz ist, sie hätten das nicht getan. Das Kreuz war eine verborgene Weisheit, der Plan Gottes. Es war der Plan Gottes – es war nicht ein Missgeschick, es war nicht irgendwie, dass der Teufel auf einmal irgendwie ein gewendetes Schicksal bekam und auf einmal irgendwie die Dinge für ihn gut standen. Sondern während er glaubte, siegessicher voranzuschreiten und schnell das Problem erledigt zu haben, vollführte er unwissend unter göttlicher Regie den Willen Gottes aus. Jesus hatte sich in seine Hände gegeben, damit genau das geschehen würde. Wenn wir das so sehen, dann sind die Ideen von dem gescheiterten Sozialrevolutionär – das ist alles Müll! Das war kein Verlust, das war der Beginn der Wende. Das war der Beginn von Gottes großartigem Plan der Erlösung. Jesus war am Kreuz, und er war dort total unfähig noch irgendetwas für sich zu tun. Er war unfähig sich zu wehren, er war unfähig sich aus dieser Situation wieder zu befreien. Und das war genau der Ort, an dem er sein wollte.

Und als er dort war geschah etwas, was der Teufel niemals sich hätte vorstellen können, was er nie geglaubt hätte, dass Gott so weit gehen würde – Jesus selbst nahm die Sünde der Welt auf sich. Wie Johannes, der Täufer gesagt hat: Dies ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg trägt. Jesus nahm die Sünde der Welt.

2 Kor 5,21
Den, der Sünde nicht kannte, hat er (Gott) für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

Wiederum hier dieser Austausch: Jesus wurde zur Sünde, damit wir die Gerechtigkeit sein können. Diese Gerechtigkeit, die Jesus hatte und die er war. Dieser Austausch ist am Kreuz geschehen – Gott hat Jesus zur Sünde gemacht. So wie es Luther auch bekennt und wie er es schreibt: Dass Jesus sich herabgelassen hat unter den Teufel, unter die Welt, unter die Sünde.

Heute gibt es einige Theologen – inzwischen ist der Streit irgendwie abgeflaut, man findet neue Themen, das hat sich beruhigt – aber vor etlichen Jahren ging es heiß her in deutschen Landen und man hat sehr darüber darüber diskutiert, darf man das so sagen? Ist Jesus geistlich gestorben oder nicht? Und wurde er zur Sünde oder nicht und war er dann noch der Sohn Gottes oder wie soll man das alles sehen usw.?

Aber ich sage einfach das, was das Wort sagt. Er wurde zur Sünde.

Nicht, weil er gesündigt hat – Jesus hat nicht gesündigt. Er war sündlos, aber er hat unsere Sünde auf sich genommen. Nur: Nachdem er unsere Sünde auf sich genommen hatte, war er nicht mehr der heilige, makellose, reine Sohn Gottes – und Gott musste sich wegen der Sünde abwenden. Und das ist, warum Jesus sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Mt 27,46
Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

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