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Grundlagen2

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 2 – Errettung und die neue Geburt 2 (45:00 bis 50:00)

 

Und wenn jetzt Johannes, der Täufer, sagt: „Da ist das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt“ – das war für sie eine gewaltige Botschaft. Und das war für den Teufel die Offenbarung, sozusagen der Schleier wurde hinweggenommen und auf einmal wußte er, der ist es.

Wenn er die Sünden der Welt hinwegnimmt – wie immer er das tun wird – wenn er die Sünden der Welt hinwegnimmt, dann ist er der Erlöser. Wer die Sünden wegnehmen kann, das ist der Erlöser. Der hat Macht von Gott und der wird mir gefährlich. Das war eine Offenbarung.

Eine Stimme Gottes kam vom Himmel: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“.

Mt 3,17
Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.

Der Teufel wusste, die Menschen waren Sünder. Und an keinem konnte Gott wirklich Gefallen haben. Und auf einmal das Zeugnis Gottes: An ihm habe ich Wohlgefallen. Da waren die Fronten klar. Da war klar, wer hier gekommen war und was das alles bedeutet. Und deswegen dann als allererstes nachdem sozusagen das Geheimnis gelüftet war – die Konfrontation in der Wüste.

Jesus, vom Heiligen Geist geführt in die Wüste, hat diese Konfrontation. Er fastet, er betet und der Teufel kommt und der Teufel hat ein Ziel: ihn zur Sünde zu verleiten. Weil er weiß, wenn dieser Mann in Sünde einwilligt, danach kann er machen, was er will, danach kann er versuchen, was möchte – wenn er in Sünde einwilligt, ist er nicht mehr qualifiziert, der Erlöser zu sein und die Sünden hinwegzunehmen. Die Sünden hinwegnehmen kann nur das reine, fleckenlose, makellose Lamm.

Und deswegen dieser Versuch Jesus zur Sünde zu motivieren. Was mir sagt – wenn ich den Charakter des Teufels richtig verstehe, dass er faul ist – er wird nichts tun, was von vornherein unmöglich ist: Es war theoretisch möglich! Viele denken von der Heiligkeit Gottes, das ist so irgendwie so eingebaut oder irgendwie so automatisch da. Es hat sehr wohl etwas mit Hingabe und mit Entscheidung zu tun. Es war möglich für Jesus zu sündigen! Wenn es nicht möglich gewesen wäre für Jesus zu sündigen, warum hat der Teufel sich 40 Tage in der Wüste darum bemüht, es zu erreichen?

Sünde und Sündlosigkeit ist nicht etwas, was irgendwie der eine hat, der andere nicht hat, sondern es hat sehr wohl – ich rede hier nicht von Willenskraft oder so etwas, aber in dieser Situation mit Jesus – es hat sehr wohl auch etwas mit seinem Willen und mit seiner Entscheidung zu tun. Und er willigte nicht ein in Sünde.

Und ich will jetzt nicht durch die verschiedenen Dimensionen der Versuchung eingehen, die dort also stattgefunden haben. Das ist insich eine interessante Situation, aber für uns jetzt hier nur interessant ist: Jesus widerstand dem Teufel auf eine sehr interessante Art und Weise: „Es steht geschrieben …“

Wie am Anfang auch Eva im Garten – der Teufel kam, versuchte sie, und was tat sie? Sie nahm das Wort Gottes. Sie zitierte das Wort Gottes. Sie sagte: Das ist, woran wir hingegeben sind, das ist, was wir glauben, das ist, was wir erleben werden, das ist, was bewiesen wird durch unser Leben.

Leider hat sie das nicht lang genug durchgehalten, aber so hat sie angefangen, das war glorreich, das war richtig, das war gut. Und Jesus hat es durchgehalten. „Es steht geschrieben …“ Und er zitierte das Wort Gottes, aber nicht nur aus dem Kopf, nicht nur aus der Sonntagsschule oder so irgendwie, sondern sein ganzes Herz, sein ganzes Leben, alles stand dahinter. So wie er manches Mal gesagt hatte: „Die Schrift muss erfüllt werden“.

Mt 26,56
Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt werden. Da verließen ihn die Jünger alle und flohen.

Und die Bibel redet von seinem Leben dann. Er traf Entscheidungen auf dass die Schrift erfüllt würde.

Joh 19,28
Danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet!

Wenn wir nur das lernen würden – eine solche Hingabe an das geschriebene Wort Gottes zu bekommen wie Jesus das hatte. Wir würden unsere Entscheidungen treffen auf dass die Schrift erfüllt wird. Denn die Schrift sagt eine Menge auch über dich und über mich. Und wenn ich sage, ich will so leben, dass die Schrift, die von mir zeugt – du sagst, wo steht „Hartwig Henkel“ in der Bibel? – Nun, nicht gerade mit Namen, aber da stehen viele, viele Dinge drin, die ein Kind Gottes kennzeichnen, und ich bin ein Kind Gottes, also betrifft es auch mich. Und wir können diese Hingabe lernen von Jesus – „auf dass die Schrift erfüllt würde“. Hallelujah. Okay.

Gut, dann also ging die ganze Geschichte weiter, nahm also dramatische Dimensionen an, der Teufel hat verloren die erste Runde. Jesus widerstand ihm mit dem Wort. Nicht mit der Aussage: „Teufel, was willst du? Ich bin Gott, ich bin der, der damals dich geschaffen hat, erinnerst du dich dran? Ich bin der Boss?!“

So hat er ihm nicht widerstanden, sondern er widerstand ihm auf die Art und Weise, die auch uns möglich ist: Durch das Wort Gottes.

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