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Grundlagen12

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 12 – Sanftmut und Demut (0:00 bis 5:00)

Okay, wir wollen also heute hier das Wort Gottes studieren – noch in Fortsetzung zu dem Thema vom letzten Mal. Alles eigentlich noch unter der Generalüberschrift von „Befreiung“, Befreiung von der Vergangenheit.

Wir haben das sehr deutlich herausgestellt, dass der Hauptgesichtspunkt für Befreiung und innere Heilung und Wiederherstellung in unserem Leben der ist, dass wir ein solches Leben führen, wo wir dem Feind keinen Raum mehr geben.

Eph 4,30
Gebt dem Teufel keinen Raum.

Es muss einfach diese Zufuhr von negativer Energie in unserem Leben aufhören, weil wir jetzt so leben, dass wir dem Feind nicht mehr Raum geben und dann kann eine wirkliche Heilung in uns stattfinden. Und das letzte Mal war dieser wichtige Begriff „Gnade“, Gnade geben, anderen vergeben, die Unrecht an uns begangen haben, weil eben Gott ein Gott der Gnade ist. Und weil die Bibel das so deutlich herausstellt – wenn wir die Gnade mit derselben Bedingungslosigkeit, wie wir sie bekommen haben, nicht weitergeben an andere, die uns verletzt haben in der Vergangenheit oder die heute im Alltag uns irgendwie komisch kommen – wenn wir das nicht tun, dann stoppt der Fluss der Gnade.

Das haben wir gesehen, das ist einfach eine biblische Tatsache, und wir können das nur für uns arbeiten lassen, indem wir sagen: Gut, wenn dem so ist, dann will ich reichlich Gnade fließen lassen in meine Umgebung, hin zu denen, die mir weh getan haben, die heute irgendwie mich ablehnen und so einfach sicherstellen, der Strom der Gnade fließt weiter hinein in mein Leben.

Wenn wir so krank machende Faktoren beschreiben wollen, weswegen Menschen seelisch und oft auch körperlich krank werden, hat sicherlich dieser Sachverhalt der Gnadenlosigkeit, der Bitterkeit, des Nicht-Vergeben-Wollens sicherlich den allerersten Rang.

Den allerersten Rang! Es gibt nichts anderes in unserem Leben, was uns so sehr schadet und so sehr kaputt macht wie diese eine Geschichte, dass wir uns weigern, nachdem wir kostenlos und im Übermaß von Gott Gnade bekommen haben, dann sie genau so weiterzugeben, sondern wir dann sagen: Der verdient es, und der verdient es nicht.

Und das steht uns nicht zu! Die Gnade Gottes ist unverdienterweise für uns alle. Und wir möchten sie auch gerne unverdient haben, und Gott sagt: Genau so gib sie weiter auch an deine Umgebung.

Und heute also auch noch unter dieser großen Überschrift „Befreiung“ dann will ich über zwei andere Aspekte sprechen, die wir schon genannt haben. Da waren also die Tatsünden und das ganze Aufräumen mit der okkulten Vergangenheit, dann die Vergebung, und jetzt heute hier das, was die Bibel nennt – und das muss ich natürlich dann erklären, was das beinhaltet: Der Lebensstil in Sanftmut und Demut.

Das ist ein ganz, ganz wichtiger Bereich, wo Gott uns lehren will, wo wir Veränderung erleben sollen.

Hört einmal Mt 11,28 – dieses bekannte Wort. Jesus sagt:

Mt 11,28
Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen.

Wir würden vielleicht heute sagen: Ihr Kaputten und Geschundenen und Geschmähten, Abgelehnten, Frustrierten, Enttäuschten usw. Das sind die, die Jesus anspricht. Und die sollen zu ihm kommen, Preis dem Herrn, dass er die speziell anspricht. Und dann sagt er, was er tun will:

Mt 11,28
Ich werde euch Ruhe geben.

Und ist es nicht so, dass gerade die Menschen, die kaputt sind, die enttäuscht sind vom Leben, die verletzt sind, die sich abgelehnt fühlen, sich selber ablehnen – das sind auch die, die ruhelos sind. Das sind die, die keinen wirklichen Frieden haben. Vielleicht irgendwie sind sie passiv, aber eine wirkliche echte Ruhe, die man genießen kann, und die dazu führt, dass wir kraftvoll leben können, ist das auf keinen Fall.

Jesus sagt: Ich will Ruhe geben.

Und dann kommt eine interessante Beschreibung seiner Verfahrens, wie er denn diese Ruhe und diese Heilung geben will:

Mt 11,29
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir.

Dieses Joch des Herrn, das ist etwas ganz interessantes, das wir auf uns nehmen sollen. Normalerweise denken wir: Mensch, wir kommen gerade aus der Knechtschaft und jetzt kommen wir zum Herrn und er will schon wieder ein neues Joch uns auferlegen!

Aber wenn wir das in der Bibel anschauen, dann sehen wir – entweder haben wir das Joch des Feindes, was eisern ist. Die Bibel spricht von einem eisernen Joch, das uns bedrückt, das schwere Lasten uns aufbürdet und was uns behindert und was weh tut und was das Leben einfach so schwierig und schmerzhaft macht. Entweder wir tragen das Joch des Feindes oder wir haben das Joch des Herrn – es gibt nichts dazwischen.

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