Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 10 – Befreiung von der Vergangenheit (70:00 bis 75:00)

Und viele, viele Menschen sagen: Ja, das würde ich doch nie tun! Das habe ich doch nicht so gemeint!

Z.B. wenn wir dann gleich zu sprechen kommen auf diesen ganzen Bereich der okkulten Sünden, wo Menschen also eine verbotene Linie übertreten und in übernatürliche Bereiche hineingehen, die Gott strengstens verboten hat. Nicht, weil Er uns herrliche Freiheiten vorenthalten will, sondern weil das lebensgefährlich ist, da hineinzugehen.

Und dann hörst du Leute und du fragst sie dann in der Seelsorge: Ja, bist du beim Wahrsager gewesen? – Jaaaa, aber weißt du, das hab ich nur aus Spaß gemacht. Das hab ich nicht so gemeint. Das war nur ein Jux.

Ich sage: Liebes Kind, nimm einmal eine Stange Dynamit in die Hand, nur so aus Spaß, und ich zünde die an. Wie gesagt – nur aus Spaß.

Welche Motive du dabei hast, ob du sagst, aus Spaß oder mit vollem Ernst – das spielt keine Rolle – Dynamit ist Dynamit und die Lunte brennt und du wirfst es besser schnell weg, sonst hast du keine Hand mehr.

Und wir sind so naiv, wir denken, ja, unsere Motive entscheiden darüber, ob der Teufel daraus Vorteile ziehen kann oder nicht.

So viele Male habe ich das erlebt in der Seelsorge – Menschen entschuldigen diese okkulte Grenzüberschreitung und sagen: Nein, das haben wir nur so gemacht, dieses Pendeln oder da irgendwelche Geister angerufen. Du, das war nur mehr so ein Partyspaß.

Das ist dem Teufel egal, aus welchen Gründen du ihn rufst, Hauptsache, du rufst ihn.

Und ich sage: Er hört sehr, sehr schnell und er ist, wenn er auch sonst faul ist, an dieser Stelle wird er sehr, sehr flink sein und wird kommen.

Also, es gibt eine ganze Reihe von Dingen und auf diese komme ich gleich noch zu sprechen. Aber vorher die Dinge, die viel, viel unscheinbarer und harmloser aussehen, womit wir dem Teufel Raum geben – und deswegen brauchen wir mindestens den nächsten Abend noch.

Eph 4,31
Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit!

Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei, Lästerung – das sind Verhaltensweisen, mit denen wir, ob wir das wollen oder nicht, ob wir das glauben oder nicht, ob wir das ernst meinen oder nicht, mit denen wir, dem Teufel eine Tür auftun in unserem Leben.

Und deswegen werden wir das nächste Mal dann reden über Bitterkeit – was ist Bitterkeit? Woran erkenne ich das? Habe ich etwa auch das Problem? Was kann ich tun, um das loszuwerden?

An dieser Stelle ist die größte Not. Dass wir, ohne dass wir das wirklich wahrnehmen und uns dessen bewusst sind, dass wir noch alte Verhaltensweisen mitschleppen und durch diese Verhaltensweisen geben wir dem Feind Raum. Und du kannst eines wissen: Den Raum, den wir in unserem Leben dem Feind geben, den nimmt er auch. Den besetzt er auch.

Und wenn wir dem Teufel Raum geben, dann kann kein Seelsorger, und sei Reinhard Bonnke mit all seiner Heilig-Geist-Power oder sonst irgendwer hier, keiner kann dich da rausboxen.

Nun, was wir früher versucht haben, eine ganze Nacht dranzugeben und dann zu viert auf einen kleinen Dämon und so lange auf dem rumhämmern bis der dann mürbe und müde wird und dann irgendwann so im Morgengrauen dann: Okay, gut – dann zieht er von dannen, diese Macht der Finsternis.

Und wir dachten: Ah, ein schwerer Kampf, aber ein großartiger Sieg.

Und was passiert? Kaum ist dieser armer Mensch zu Hause, zack, springt der Dämon auch wieder rein, der fährt in der U-Bahn mit. Und zack ist er wieder da.

Und so kannst du Sonntag für Sonntag denselben Geist aus jemandem austreiben. Und du denkst: Wow, das sind ja Hunderte! Wow, das ist ja wie in der Bibel – da waren 2000.

Aber was passiert, ist dieser „Drehtür-Effekt“ – wie bei diesen großen Hotels. Mit viel Schwung raus und wenn du nicht aufpasst, bist du wieder drin. Und es gibt diese „Drehtür-Befreiung“, wo tatsächlich durch enormen Einsatz von außen, die dämonischen Mächte gezwungen werden, irgendwann zu gehen. Aber sie sind nicht wirklich gezwungen, weil der Grund – und das ist das Entscheidende – warum sie da ein Recht hatten zu bleiben, immer noch besteht. Sondern nur kurzfristig geben sie nach, weil sie es auf die Dauer auch nicht ertragen können, gedemütigt zu werden. Sie geben nach und dann zack springen sie wieder rein.

Und die entscheidende Frage ist eben die: Durch welche Haltungen und welchen Lebensstil, welche Verhaltensweisen geben wir – oder jemand, der halt geplagt wird – dem Teufel Raum? Das ist das entscheidende.

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