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Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 2 (110:00 bis 115:00)

 

Und wenn über Jahre über solche praktischen Dinge in einer Gemeinde nicht gesprochen wird und wenn keine Jüngerschaft praktiziert wird, dann haben wir nichts anderes als einen fromm Club, der sich sonntagmorgens für anderthalb Stunden zusammenreißt und das Spielchen spielt: Ich bin nett zu dir, und du bist nett zu mir, komm, lass uns schnell machen, lange halte ich das nicht mehr aus – und tschüß, und nächsten Sonntag sehen wir uns wieder.

Aber es hat nichts mit Gemeinschaft zu tun, nichts mit Leben teilen, nichts mit Verantwortung füreinander, nichts mit echten Beziehungen, es ist einfach nur eine Sonntagmorgen Show, und deswegen muss die möglichst kurz sein, weil man nicht zu viel Energie hat das lange auszuhalten. Hallo?

Seht ihr wie weit das alles weg ist vom Worte Gottes? Und Gott möchte, dass wir zurückkommen zu den praktischen, einfachen Dingen.

Joh 3,36 – und weil ich wie Lehrer bin, deswegen liebe ich Definitionen. Lehrer lieben es immer alles zu definieren. Das hat auch sein Gutes, weil ohne Definitionen bewegen wir uns im luftleeren Raum und keiner weiß richtig, was gemeint ist. Und es gibt im Wort Gottes Definitionen, von denen wir ausgehen können, die dann uns helfen anderes Terrain zu erobern.

Joh 3,36a – hier sagt Johannes, der Täufer:
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben – dieses „göttliche“ Leben – wer aber dem Sohn nicht …

… also das heißt jetzt kommt das Gegenteil von „glauben“, aber es wird nicht gesagt „wer nicht glaubt“, sondern es wird ein anderes Wort eingesetzt, und dann verstehen wir, glauben heißt „gehorchen“ …

Joh 3,36b
wer dem Sohn nicht gehorcht …

Das ist das Gegenteil von „wer dem Sohn glaubt“. Also glauben ist gehorchen. Das ist eine Definition, die extrem wichtig ist für unser Verständnis von Jüngerschaft. An Jesus zu glauben heißt nicht die grundlegenden Dogmen zu bejahen wie Geburt von der Jungfrau und gestorben und auferstanden und kommt wieder und all diese wichtigen Dinge. Sondern es heißt viel viel mehr. Es heißt viel viel mehr. Das andere ist auch wichtig, aber das ist erst der Anfang. Aber wichtig ist dann die praktische Anwendung, die praktische Umsetzung: glauben an Jesus heißt Jesus zu gehorchen.

Oder sagen wir es ein bisschen gnädiger: Es ist die Willigkeit und die Bereitschaft jetzt mit der Hilfe Gottes Gehorsam zu lernen. Das klingt nicht so kategorisch, das hat dann noch diesen Aspekt: Wir lernen, wir üben noch, wir sind in einem Prozess und wir fallen auch und wir versagen, aber wir stehen wieder auf, wir haben Vergebung und wir gehen weiter. Und in den Bereichen, wo wir üben – ob das jetzt Zorn ist oder sexuelle Reinheit oder irgendetwas anderes, wir sind wie Sportler – wir trainieren und wir üben immer neue Bestzeiten. Wir arbeiten an neuen Bestzeiten, das ist, was wir machen. Und Sieg ist das normale. Und Fallen ist die Ausnahme. Und die Ausnahmen sollen immer seltener werden. Das ist der Fortschritt eines Lebens in Jüngerschaft.

So, glauben heißt gehorchen. Ja, was denn gehorchen?

1 Petrus 1,22
Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen!

Die Seelen gereinigt durch den Gehorsam gegenüber der Wahrheit!

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