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Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 1 (25:00 bis 30:00)

 

Und die Aufgabe der Gemeinde ist den König zurückzubringen. Das ist die Aufgabe der Gemeinde. Das ist die oberste Aufgabe der Gemeinde, den König zurückzubringen. Alle anderen Aktivitäten sind dem untergeordnet und dienen diesem Hauptziel. Das ist, was Jesus gesagt hat: „Wenn ihr betet, betet: Dein Reich komme!“

Lk 11,2a
Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme!

Wir beten für die Wiederkunft Jesu. Wir beten, dass Jesus wiederkommt. Hallelujah. Hallelujah.

So, der Herr ist sehr, sehr stark in dieser Betonung: Ich bin Gott, und ich werde nicht tolerieren, dass irgendjemand versucht, meinen Plan zu ändern. Ich werde es nicht tolerieren.

Wenn wir einen Aufsatz schreiben würden mit so vielen Wiederholungen. Was würde der Lehrer sagen? Schlechter Stil! Zu viele Wiederholungen. Aber Gott will hier kein literarisches Meisterwerk abliefern, was irgendwelchen Menschen gefällt, sondern Er will sagen: Ich bin der Herr, ich bin Gott.

Wie heißt es so schön: Sei stille und erkenne, dass ich Gott bin.

Ps 46,11
Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! Ich will der Höchste sein unter den Heiden, der Höchste auf Erden.

Die wichtigste Offenbarung, die wichtigste geistliche Realität, die wir brauchen in unserem Herzen: Gott ist Gott, und wir sind nicht Gott.

Das ist die allerwichtigste Offenbarung, die wir brauchen. Und sag nicht: Das haben wir schon verstanden. Du hast einen kleinen Bruchteil davon verstanden, aber das bedeutet noch so viel mehr. Das bedeutet so viel mehr. Und wir wollen da hinein in diese Realität, Er ist Gott, und Er darf regieren in allen Bereichen unseres Lebens. Er ist der Herr, und die Gemeinde ist ein Ort, wo Seine Herrschaft offenbar wird, wo Sein Wesen sich zeigt, wo es leicht ist, wo der Himmel auf ist, und wo man Ihn erkennen kann, und wo man von Ihm geprägt wird, und wo wir alle zusammen lernen, immer entschiedener, immer konsequenter unter Seiner Herrschaft zu leben und Sein Reich zu bauen. Das ist Gemeinde.

Und die menschlichen Vorstellungen von Gemeinde sind so, so, so weit weg von diesen Dingen. Und viele Gläubige haben auch die Idee und zeigen das auch mit ihrem Leben, sie haben die Idee, ja, wir haben das Evangelium, das sollen wir verkündigen, aber die Gestalt der Gemeinde, die Struktur, die Art, wie die Gemeinde halt im Alltag lebt, das ist uns überlassen, da können wir machen, was wir wollen.

Aber das ist nicht, was das Wort Gottes sagt. Wenn Gott so darauf beharrt bei dem ersten Heiligtum: „Ihr müsst es so machen wie ich es gesagt habe, wie ich es offenbart habe“ – meinst du, wenn das neue Heiligtum gebaut wird, die Gemeinde, dass da Gott auf einmal großzügig geworden ist und auf einmal sagt Er: „Ist mir alles egal, hauptsache ihr baut irgendwas und nennt das Gemeinde, und dann ist gut“. Warum soll Gott sich geändert haben?

Und was meint Paulus wenn er sagt: „Ich bin ein weiser Baumeister“?

1Kor 3,10a
Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt

Er hat einen Plan, und das ist nicht sein eigener Plan, sondern das ist der Plan Gottes. Nach der Auferstehung hat Jesus 40 Tage lang mit den Jüngern geredet über die Dinge des Reiches Gottes – 40 Tage! Und dann gings erst los nachdem sie die Fülle, die Kraft des Heiligen Geistes empfangen haben. Dann gings erst los. 40 Tage waren sie unterwiesen. So, wir können davon ausgehen, wenn wir dann die Apostel in der Arbeit sehen, die haben nicht irgendwas gemacht, die haben genau gewusst, wir tun jetzt das, was der Meister uns geboten hat.

So, wenn du wissen willst, was Jesus in diesen 40 Tagen gelehrt hat – es steht ja nicht in der Bibel, da steht nur: „über die Dinge des Reiches Gottes“ – keine Details!

Apg 1,3
Diesen hat er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig dargestellt, indem er sich vierzig Tage hindurch von ihnen sehen ließ und über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen.

Du kannst es trotzdem rausfinden, was Jesus gelehrt hat: Schau die Arbeitsweise der Apostel an! Das ist, was Jesus ihnen beigebracht hat. Das ist, was er ihnen aufgetragen hat. Das war die Anweisung, so baut man Gemeinde. Und das war so anders, als wie wir heute Gemeinde verstehen. Nehmen wir nur so einen ganz fundamentalen Irrtum: Die allermeisten Gemeinden heute, auch in der pfingstlich-charismatischen Bewegung, werden von einem Pastor geleitet. Wie viele interessante Szenen habe ich erlebt in verschiedenen Pastoren-Treffen, indem ich mal darauf hingewiesen habe: „Brüder, ist euch schon mal aufgefallen, dass in dem ganzen Neuen Testament keine Gemeinde gibt, die von einem Pastor geleitet wird?“

Da gibt es interessante Reaktionen! Von Erstaunen bis Unmut bis zum fast aufgeklappten Messer in der Hosentasche.

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