Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 4 (5:00 bis 10:00)

Verstehen wir das? Wenn jemand nicht sagt: „Das ist meine Gemeinde und ich möchte, dass es hier warm ist im Winter und ich möchte, dass alles andere funktioniert, dass wir einen ordentlichen Teppich haben, schöne Stühle haben usw.“ Ja – wo kommt denn das her? Das fällt ja nicht vom Himmel. Das muss gekauft werden. Da können wir nicht zu Ikea gehen und sagen: „Wir sind eine Gemeinde und bitte beschenkt uns“. Dann kommt als Antwort: „Wir sind ein Unternehmen, das Profit macht. So – bitte bezahle.“

Ganz, ganz wichtig!

Andere Dinge:

– Vergeben
– Um Vergebung bitten
– Dienen
– Dankbarkeit
– Den Glauben bekennen

Das sind alles Dinge, die wir etablieren wollen im Leben dieses Menschen. Wir betonen diese Dinge. Wir erklären aus dem Wort Gottes, warum sind diese Dinge wichtig. Es ist nicht so so, dass wir sagen: Du musst das tun! – Sondern wir erklären, warum sagt die Bibel, diese Dinge seien wichtig.

Wenn jemand versteht, warum er diese Dinge tun soll, ist er viel mehr motiviert als wenn wir einfach sagen: Du musst das tun. Wir wollen ihm helfen, das Wort wirklich anzuwenden ganz praktisch und eine Bereitschaft zu haben. Und deswegen erklären wir, wir geben nicht nur Anweisungen, wir erklären, wie das funktioniert und warum.

Und jetzt möchte ich auf den ersten und wichtigsten Aspekt – alle anderen kommen praktisch daraus – große Betonung legen, und das ist unser Umgang, das Leben mit dem Wort Gottes.

Die Sichtweise, die der Jünger hat vom Worte Gottes, von der Bibel, von der Heiligen Schrift, ist absolut grundlegend. Wenn die verkehrt ist, kann der Jahrzehnte in der Gemeinde sein, das Wort hat keine Chance in ihm sein Werk zu tun. Deswegen die Art und Weise wie er das Wort sieht und dann auch damit umgeht, ist absolut grundlegend. Und wir werden viel Zeit damit verbringen zu betonen, was ist das Wort Gottes, was tut das Wort Gottes, unter welchen Voraussetzungen tut das Wort Gottes sein Werk, wie sollst du als Jünger mit dem Wort Gottes leben? Und das ist etwas viel weitergehendes als wie die allermeisten Christen verstehen, diese Kalenderzettel-Mentalität – schnell noch bevor man in den Alltag zur Arbeit düst, noch schnell den Kalenderzettel abreissen und unterwegs dann irgendwie lesen und denken, das ist dann „sich ernähren vom Worte Gottes“. Nein, da braucht es etwas mehr dazu. Da braucht es vorallendingen Zeit zu und Hingabe.

Und er muss verstehen, wie wirkt das Wort Gottes und was ist meine Haltung zum Worte Gottes. Darum geht es, das ist so, so, so wichtig.

Die Apostel haben geglaubt, dass die Bibel, die Heilige Schrift von Gott ist. Sie haben nicht geglaubt, David hat da ein paar nette religiöse Gedichte gedichtet. Sondern sie haben das geglaubt, was auch Jesus geglaubt hat. Jesus zitiert David und sagt: David sprach im Heiligen Geist.

Mk 12,36a
David selbst sprach doch im Heiligen Geist: …

So, Jesus hat geglaubt, das waren nicht Davids private Ideen, das war der Heilige Geist, der ihn inspiriert hat. Deswegen gibt es so viele prophetische Dinge in den Psalmen, die auch gerade sich auf Jesus beziehen. Weil er geleitet war beim Schreiben vom Heiligen Geist.

Und Jesus hat viele andere Passagen aus dem Alten Testament zitiert, aus Mose, aus Jesaja – und es heißt immer wieder: „Der Heilige Geist sprach“ oder Jesus sagt an einer Stelle: „Habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist“ – und dann zitiert er aus 2. Mose.

Mt 22
31 Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht (2. Mose 3,6):
32 »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.

So, Jesus hat geglaubt – im Gegensatz zu heutigen, modernen Theologen – Jesus hat geglaubt, die Schrift ist tatsächlich eingegeben von Gott selber. Das ist, was Jesus geglaubt hat. Und so hat er sich verhalten. Und deswegen natürlich haben die Apostel das genauso gesehen. Weil sie ja von Jesus gelehrt waren. Und sie waren seine Nachahmer. Und sie haben diese Sicht gehabt. Und deswegen schreibt Paulus in 2 Tim 3,15-17 dann, dass alle Schrift ist von Gott eingegeben,

2 Tim 3,16a
Alle Schrift ist von Gott eingegeben

Ausgehaucht durch den Heiligen Geist.

Und weil die Schrift von Gott ist, hat sie seine Natur. Sie ist wahr. Und weil sie wahr ist, ist sie unveränderlich. Die Schrift ist ewig.

Mt 24,35
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

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