Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan (Lübeck)“, Teil 4 (10:00 bis 15:00)

Und Jesus sagt: Seine Wort sind Geist und Leben.

Joh 6,63b
Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;

Da ist göttliche Lebenskraft im Wort. Wenn Jesus oder Paulus das Wort „Leben“ benutzt – er meint etwas total anderes als wir dadrunter verstehen. Und das ist unser Problem. Dass wir eine Denkweise haben, und Gott hat eine andere. Und deswegen verpassen wir so viele wunderbare Dinge. Die Bibel lehrt, dass wir bevor zu Jesus kamen, bevor wir von neuem geboren sind, wir waren „tot“.

Eph 2,1
Auch euch hat er auferweckt, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden

Aus Gottes Sicht waren wir „tot“, d.h. wir hatten keinerlei Verbindung mit Gott. Und wir waren unter der Knute, unter der Herrschaft, der Macht der Finsternis. Das ist, was Paulus sagt: Jeder Ungläubige ist unter dem Geist der Finsternis – Eph 2.

Das ist, was die Bibel sagt. Und er ist „tot“ in seinen Sünden, er hat kein Leben aus Gott. Und Jesus ist gekommen, um die Werke der Finsternis zu zerstören und um uns Leben zu geben. Leben aus Gott. Und deswegen wenn wir von neuem geboren sind, dann fangen wir an zu leben und dann bekommen wir eine Art von Leben, die total anders ist als das, was wir vorher gehabt haben. Und mit diesem Leben kommt Sieg, kommt Verbindung mit Gott, kommt Kraft, kommt Inspiration, kommt die Fähigkeit jetzt zu überwinden und vieles, vieles andere mehr. All das ist enthalten in dem Leben, das wir empfangen haben durch Christus.

Und nur durch das Wort Gottes werden uns die Augen aufgetan, dass wir verstehen, was wir bekommen haben. Und das ist der große Mangel, den wir haben, dass wir gewaltige Reichtümer und Segnungen bekommen haben – und nicht wissen, was wir bekommen haben. Und deswegen nicht an diese Dinge glauben und deswegen diese Dinge nicht erleben. Das ist das große Problem.

Und Paulus spricht davon in Phlm 6 – von wirksamem Glauben durch die Erkenntnis all des Guten, das wir haben.

Philemon 6
dass2 die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde in der Erkenntnis alles Guten, das in uns im Hinblick auf Christus ist.

Nicht „hoffen zu bekommen“, das wir *haben* im Hinblick auf Christus. Glaube wird wirksam wenn wir erkennen, was uns geschenkt worden ist in Christus. Und das sind gewaltige Dinge, und das ist viel, viel mehr als das für uns der Zugang zum Himmel garantiert ist und wir nicht in der Hölle landen wenn wir körperlich sterben. Es ist so viel mehr uns gegeben worden. Und die Gemeinde lebt in einer solchen geistlichen Armut, weil sie die Schätze nicht erkennt und weil sie den Weg zu den Schätzen nicht kennt. Und deswegen gibt es so viele Dinge, die Gott für uns hat, aber die nicht funktionieren.

Und der Jünger wird angeleitet mit dem Wort Gottes zu leben, so dass das Wort Gottes in ihm sein Werk tun kann.

Viele Leute denken, ich hab mich bekehrt, jetzt muss ich was tun für Gott. Nein! Jetzt endlich mal hat Gott die Gelegenheit an dir und in dir etwas zu tun!

Darum geht es. Dass der Jünger lernt, von Gott jetzt beschenkt zu werden, von Gott berührt zu werden, von Gott geprägt zu werden und von Gott gesegnet zu werden, erzogen zu werden. Dass Gott sein Werk in ihm tun kann – um das geht es. Und in dem Maße wie ein Mensch das erlebt, dass Gott in ihm wirkt, kann auch der Heilige Geist durch ihn wirken. Und das nennt man „Dienst“. Egal, ob das dann der Dienst an den Kranken ist oder Dienst an Gebundenen oder ob das einfach Wort der Ermutigung, der Hilfe im Heiligen Geist sind – oder Worte der Warnung, der Korrektur, der Ermahnung, was auch immer – Gott möchte Segen geben und Er tut das durch Menschen, die er trainieren konnte, die auf seiner Seite sind und die Raum machen für den Heiligen Geist, durch ihn zu fließen.

Jesus spricht von Strömen lebendigen Wassers, die aus der Mitte unseres Leibes, wo die Gedärme sind. Aus der Mitte unseres Leibes sollen Ströme lebendigen Wassers fließen.

Joh 7,38
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Und damit meinte er den Heiligen Geist.

Aber bevor das geschieht, müssen wir kommen und trinken. Und was trinken wir? Wir trinken „Heiligen Geist“. Und das ist für unseren Verstand schwer zu verstehen.

Jesus sagt: Wen dürstet, der soll kommen und trinken.

Joh 7,37
An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!

Und wenn wir trinken und wir trinken eine Überdosis, dann wird das eine Quelle in uns, und dann fließt das aus uns heraus zu anderen. Und das nennt man Dienst.

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