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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (65:00 bis 70:00)

 

Lass uns mal zu 3 Mose gehen. Diese Schriftstelle noch und dann kommt schon wieder Kaffeepause. 3 Mose – das heißt hier bei mir: Das Gesetz vom Brandopfer und Speisopfer.

3 Mose 6,1-6
1 Und der HERR redete zu Mose:
2 Befiehl Aaron –

Hör mal – „befiehl“ – nicht „mach doch mal einen Vorschlag, guck doch mal, wie er das so findet …

2 Befiehl Aaron und seinen Söhnen und sage: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem Altar, die ganze Nacht bis zum Morgen; und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden.
3 Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und soll seine leinenen Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er soll die Fettasche abheben, zu der das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar schütten.
4 Und er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und die Fettasche hinaustragen nach draußen vor das Lager an einen reinen Ort.
5 Und das Feuer auf dem Altar soll auf ihm in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen; und der Priester soll Holz auf ihm anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm zurichten und die Fettstücke der Heilsopfer auf ihm in Rauch aufgehen lassen.
6 Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen.

Klare Anweisungen hier. Ziemlich kompliziert, ja? Erst die einen Kleider anziehen, dann die Asche da wegnehmen, dann andere Kleider anziehen und dann mit der Asche irgendwohin gehen. Ich meine, Hauptsache die Asche ist weg, nicht wahr? Also, dieses viele umziehen, das ist doch umständlich, das können wir einfacher machen.

Ja, so ist die Logik der Menschen. Das ist, warum Gott sagt: „Die Priester mogeln beim Opfer.“

Mal 1,14
Aber verflucht sei, wer betrügt: Da gibt es in seiner Herde ein männliches Tier, und er gelobt es, schlachtet aber dann für den Herrn ein verdorbenes!

Die mogeln beim Opfer. Was machen die? Statt ein makelloses Lamm zu nehmen, was geboten war um ein Gott wohlgefälliges Opfer zu bringen, haben sie, weil das im Sonderangebot wesentlich billiger war, ein blindes genommen oder ein lahmes oder mit ohne Bein oder irgendwie so was, ja? Also Handelsklasse B oder so, ja? Billiger. Haben sie sich gesagt: „Blindes Lamm hat genau den gleichen Rauch wie sehendes Lamm. Wor können doch sparen, wir müssen doch auch haushalten, nicht wahr? Gott hat uns doch auch den Verstand gegeben, wir müssen doch auch … ja? So, da kaufen wir jetzt auf dem Basar Handelsklasse B, sparen Geld und Rauch ist Rauch, was da oben ankommt, das ist doch das gleiche“.

Und Gott sagt: „Ihr mogelt beim Opfer“. Das ist nicht akzeptabel.

Ja, was hat jetzt dies hier mit Gebet zu tun? Das ist ein Bild für den Priesterdienst. Wir sind Priester – Könige und Priester.

Off 1,6
Ihm, der uns zu Königen gemacht hat und zu Priestern für seinen Gott und Vater: Ihm sei Ehre und Macht für immer und ewig! Amen.

Und wir haben einen Dienst vor Gott, Ihn zu erheben, auf Ihn zu sehen, Ihn anzubeten, Ihn groß zu machen, Ihn zu verherrlichen – und zwar „Morgen für Morgen“. Und wenn wir das tun, bleibt das Feuer erhalten, und wenn wir das nicht tun, geht das Feuer aus. Möchtest du eine neutestamentliche Parallelstelle haben?

Röm 12,11
… im Fleiß/Eifer nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend.

„Ja, wenn es mal so passt, wenn ich mal Lust habe“ – nein, permanent! Seid brennend im Geist!

Und wie kommt das zustande? Durch ein bisschen Disziplin, wo wir sagen, jetzt hab ich wirklich keine Lust – und manchmal fange ich so mein Gebetsleben an, und sage, „heute ist mir wirklich nicht nach Gebet, ist wirklich schwer, aber Du bist Gott und Du verdienst es, und ich ehre Dich, und ich mach Deinen Namen groß, und ich will Dich verherrlichen.“

Und in den allermeisten Fällen, wenn ich das ein paar Minuten durchziehe, dann merke ich den Rückenwind des Geistes, und ich fange an zu segeln. Es gibt auch Tage, wo ich von vorne bis Ende meiner Gebetszeit nur Schwere erlebe und nur Schwierigkeit und nur Widerstand.

Das gibt manchmal solche Tage. Aber wir tun es, weil es richtig ist, nicht, weil es Spaß macht. Und wir hören auch nicht auf, weil es so schwer ist, sondern wir tun, was wir zu tun haben, wir sind Priester des Allerhöchsten. Und Er hat ein Feuer entzündet auf dem Altar unseres Herzens, und wir sind jetzt dafür verantwortlich, dafür zu sorgen, dass dieses Feuer brennt. Und dieses Feuer brennt, indem wir bestimmte Dinge tun: Der muss jeden Morgen Holz holen, Holz anschleppen, Asche wegtun, neues Holz drauftun – das artet ja richtig in Arbeit aus. Und Gott hat nicht gesagt, „ach, ne, äh, weißt du, ich hab mir überlegt, ich bin ein Gott der Gnade, und das ist jetzt anstrengend, also lassen wir das lieber sein“.

Das hat Er eben nicht gesagt, sondern Er mutet dem Priester zu, für Gott zu arbeiten und zwar jeden Tag.

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