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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (60:00 bis 65:00)

 

Und damit entfernen wir uns vom Herrn. Er ändert sich nicht durch unsere Sünde, durch unsere verkehrten Entscheidungen, aber unsere Fähigkeit, Seine Nähe zu genießen, nimmt rapide ab. Das ist ein Unterschied und das ist, was viele nicht verstehen.

Es gibt zwei Ebenen im geistlichen Leben als Kinder Gottes. Es gibt die Ebene: Wir sind geliebte Kinder Gottes. Und es gibt eine andere Ebene: Gottes Wohlgefallen ist auf uns. Und das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Zwei völlig verschiedene Dinge.

Alle sind geliebt, da ist nicht einer von uns mehr geliebt als der andere. Aber nicht jeder, der geliebt ist, hat auch das Wohlgefallen Gottes auf sich. Das ist, was die Bibel lehrt. Und heute in dem allgemeinen Gefühlsdusel-Christentum, wo so viel über die Liebe Gottes geredet wird, fehlt diese zweite Ebene. Es geht um „Gott wohlgefällig sein“. Und Leute stehen auf und sagen: „Das ist gesetzlich, wir müssen nicht versuchen, Gott wohlgefällig zu sein“. Hallo, dann hat Paulus sich total geirrt in 1 Thess 4,1 – „Wandel und Gott gefallen“.

1 Thess 4,1
Weiter nun, ihr Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, daß ihr in dem noch mehr zunehmt, was ihr von uns empfangen habt, nämlich wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt.

Joh 8,29
Jesus: Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater läßt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt.

Und wir sollen die Gesinnung Jesu haben, also sollen wir diese Gesinnung haben, also danach trachten, was ist dem Herrn wohlgefällig. Der ganze Grund, warum wir – Römer 12,2 – unsere Gedanken ändern sollen, unser Denken erneuern sollen – damit wir überhaupt prüfen können, was dem Herrn wohlgefällig ist.

1Petr 4,1
Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat, so wappnet auch ihr euch mit derselben Gesinnung; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat mit der Sünde abgeschlossen

Röm 12,2
Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

So, es geht sehr wohl darum, Ihm wohlgefällig zu leben, es geht sehr wohl darum. Und die Gnadenbotschaft heutzutage, die lässt die Leute in dem Zustand, in dem sie sind. Ein Freund von mir, der auch im Dienst ist, war in einer Gemeinde. Und da ist ein junger Christ – oder so jung war er vielleicht gar nicht mehr – und er fragt ihn, weil offensichtlich war dieses Parfüm irgendwie zu stark auf ihm: „Und wann wirst du aufhören zu rauchen?“

Berechtigte Frage für jemanden, der sagt, ich bin schon jahrelang in der Nachfolge. „Wann wirst du aufhören zu rauchen?“ Und da sagt er, „Wieso? Jesus liebt mich auch so.“

Das ist falsche Gnade. Hier hat jemand die Gnade Gottes überhaupt nicht verstanden. Ja, Jesus nimmt ihn an so wie er ist, aber er lässt ihn nicht so wie er ist. Und ein Christ, der jahrelang später immer noch am rauchen ist, hat ein paar wichtige Lektionen verpasst. Das sollte ein Übung sein für die ersten paar Wochen. Hallo? Für die ersten paar Wochen.

Weil wenn jemand von der Straße kommt und das ist ein Heroin Abhängiger, und der geht in die Drogen-Reha – Tag 1 in der Reha fängt ohne Nikotin an. Das ist nicht das Ziel nach zwei Jahren Reha hat er vielleicht mit dem Rauchen aufgehört. Sondern die Reha fängt an mit „fertig mit Rauchen“.

Und er muss ja sagen zu ein bisschen Entzugserscheinungen, und da geht er durch und dann ist fertig. Der Körper hats akzeptiert, gibt keinen Nikotin-Nachschub mehr, und dann hört der Körper auf zu rebellieren. Wenn er merkt, man gibt nicht mehr nach, dann hört er auf.

So, dem Fleisch entgegen zu gehen ist ein bisschen wie Drogenentzug. Es gibt auch diese rebellischen Reaktionen, aber wenn wir konsequent bleiben, merkt das Fleisch, Rebellion bringt uns auch nicht weiter und lässt nach. Und wir können im Geist wandeln.

So, du denkst, das war jetzt aber sehr grundsätzlich. Ist es auch, aber angewandt auf Gebet – wenn wir diese Entscheidung treffen, Gott gebietet, dass ich Ihn suche, Er gebietet, dass ich Ihn anbete, Er gebietet, dass ich mit Ihm Gemeinschaft habe – und Er fragt nicht: „Wie ist dir heute? Möchtest du heute oder möchtest du nicht?“ Sondern Er sagt: „Das ist, was ich von dir möchte.“ Wenn ich das akzeptiere, dann kann ich wachsen.

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