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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (45:00 bis 50:00)

 

Und das ist nicht nur im Gebet so, ja? Wird sind jetzt ja bei „Gebet“, aber es ist eine grundsätzliche Lebenseinstellung. Wir können auch nicht in Bezug auf Gebet sagen, „ja, hier werden wir jetzt auf die Wünsche des Geistes, auf die Wünsche der Wahrheit, auf die Wünsche des Wortes eingehen“ – und in anderen Bereichen nicht. Das wird nicht so sein. Entweder – oder. Wir können unser Leben da nicht teilen.

So, es ist einfach so, damit müssen wir uns abfinden und aufhören da rumzumäkeln und versuchen irgendwie drum herum zu kommen – Gott mutet uns zu, im Alltag eine Menge Dinge zu tun, die keine Lust dem Fleisch bringen.

Das ist neutestamentliches Christsein. Und deswegen müssen wir uns verabschieden von der Idee: Ich mache das, wozu ich Lust habe. Und wir müssen das ersetzen mit etwas Neuem: Ich verpflichte mich, ich lerne jetzt immer eifriger, immer hingegebener, immer konsequenter zu tun, was richtig ist, zu tun, was wahr ist, zu tun, was dem Willen Gottes entspricht. Das ist die einzige Alternative zum Lust-Prinzip, sonst hängst du im Lust-Prinzip drin.

Und damit wir so richtig motiviert sind, gibt es richtige Wachmacher im Worte Gottes:

Gal 6
7 Irrt euch nicht: Gott läßt sich Seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
8 Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.

Und ich treffe viele, viele Menschen heute, die verwirrt sind, die eine falsche Gnadenbotschaft angenommen haben, und wenn du ihnen genau das sagst, dann sagen sie: „Das ist gesetzlich“. Hallo. Das ist hier Paulus, der hier schreibt im Heiligen Geist. Und Paulus konnte Gesetzlichkeit überhaupt nicht vertragen und akzeptieren und seine Botschaft ist vollkommen frei von Gesetzlichkeit – es ist eine pure Botschaft der Gnade – aber nicht in einer falschen Weise eine Gnade, die uns ermutigt, das Fleisch zu schonen und das Fleisch zu pflegen.

Wenn wir auf das Fleisch säen – d.h. wenn wir Entscheidungen treffen nach den Wünschen und Vorlieben des Fleisches – dann werden wir vom Fleisch Verderben ernten. Das ist wie ein Feld, auf das man sät und dann wird das zurückkommen, was wir da gesät haben. Das ist so: Saat und Ernte. Wir können nicht eine Sache säen und hoffen eine andere Sache zu ernten, sondern wir ernten genau das, was wir gesät haben.

Und wir ernten vom Fleisch verderben. Und das bedeutet unsere Beziehung zum Herrn leidet Schaden, wir gehen auf Distanz, wir verlieren unseren Hunger, wir verlieren unsere Sehnsucht, wir verlieren unser Verlangen bei Ihm zu sein, Ihn zu erfreuen – diese Gesinnung Jesu: „Ich will tun, was Ihn erfreut“ – diese Gesinnung Jesu wird sterben.

Weil das Fleisch übernimmt. Und das Fleisch will nicht gehorchen, das Fleisch will nicht Gott gefallen, das Fleisch will sich selber gefallen. Das Fleisch will grenzenlos sein, es will nicht von irgendwas reglementiert sein, es will einfach tun, wozu es Lust hat und man soll es gefälligst in Ruhe lassen und dann ist alles gut. Nein, dann ist nicht alles gut, dann ist Chaos! Dann ist Chaos. Wenn wir alle tun, wozu unser Fleisch Lust hat, wir werden Chaos haben – in unseren Beziehungen und in unserem ganzen Leben, es wird nur durcheinander sein.

Aber wenn wir auf den Geist säen, d.h. Entscheidungen treffen nach dem, was geistlich ist, nach dem, was unser Geist will, nach dem, was in Übereinstimmung mit Gott ist, nach dem, was Gott wohlgefällig ist, dann werden wir vom Geist ewiges Leben ernten. Das heißt nicht, wir verdienen uns den Himmel. Ja? Ewiges Leben ist jetzt, es ist das Leben aus Gott. Das Leben aus Gott.

Jesus sagt: „Bleibt in mir“.

Joh 15,4a
Bleibt in mir und ich in euch.

Wenn wir mit ihm nicht verbunden bleiben, dann hört dieses Leben auf zu fließen. Das heißt nicht, dass wir im nächsten Moment verloren gehen, das heißt nicht, dass Gott gegen uns ist, aber wir haben uns getrennt. Wie die Galater durch ihre Gesetzlichkeit: „Ihr seid abgetrennt von Christus“.

Gal 5,4
Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.

Also dieses Leben aus Jesus floss nicht mehr durch sie, sie hatten nur noch sich selber und ihre eigene Kraft.

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