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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (50:00 bis 55:00)

 

Und Gott möchte, dass wir in Seiner Kraft leben, dass wir in Seinem Fluss bleiben und dass es einfach von Ihm her alles kommt, das Leben.

„Auf den Geist säen und vom Geist göttliches Leben ernten“.

So, das ist die große Frage, die wir entscheiden müssen für unser Gebetsleben und für unser gesamtes christliches Leben: Wollen wir Entscheidungen treffen nach dem, was Spaß macht, wonach wir Empfinden haben, dass es jetzt irgendwie passen könnte – oder wollen wir tun, was richtig ist, was das Wort Gottes sagt, was der Wille Gottes ist?

Und das heißt „täglich sein Kreuz auf sich nehmen“.

In vielen Gemeinden, die ich besuche, habe ich den Eindruck, wenn ich jetzt die Predigt unterbrechen würde oder nicht jetzt, sondern vor 20 Minuten, bevor ich es selber erklärt habe, wenn ich unterbrechen würde und würde sagen: „Bitte erkläre mal, was heißt täglich dein Kreuz auf sich nehmen?“

Viele, viele Gläubige würden ins Stottern und Stammeln kommen und würden nicht erklären können, was es heißt, sein Kreuz auf sich zu nehmen.

Und es ist nun einmal so, was du nicht erklären kannst, hast du nicht verstanden, und was du nicht verstanden hast, höchstwahrscheinlich lebst du auch gar nicht.

So, wir sind kurz davor, die Basics von neutestamentlich-apostolischem Christsein wieder zu entdecken: Jüngerschaft, das Kreuz, Selbstverleugnung. Wir sind kurz davor! Das ist, wo wir stehen.

Wir haben uns ein Christsein erlaubt unter der Flagge von Gnade, was alles andere ist als ein Leben in Gnade – es ist ein Freifahrtsschein für das Fleisch.

Und das betrifft zu allererst Gebet, aber dann wird das in alle anderen Bereiche unseres Lebens auch gehen, in alle anderen Bereiche.

Vorhin fragte mich jemand, wie es uns als Dienst finanziell geht. Und ich muss die Wahrheit sagen, und ich sage, es geht uns wunderbar, der Herr segnet uns über Bitten und Verstehen und wir haben überfließend, wir haben genug, wir haben mehr als wir brauchen, und in 19 Jahren mussten wir nie ein Projekt, nie eine Reise, nie einen Dienst, nie ein Buchprojekt – wir machen ja Literatur auf Russisch und jetzt auch auf Albanisch – wir mussten niemals ein einziges Projekt auch nur zeitlich verschieben, weil kein Geld da war – in 19 Jahren. Weil der Herr treu ist und weil der Herr uns segnet.

Und ich weiß aus Treffen im Pastorenkreis, wo geistliche Leiter zusammen kommen, dass viele was ganz anderes berichten müssen. Und dass sie berichten, dass sie Mangel haben und dass sie ein Problem haben. Und dass es nicht reicht vorne und hinten. Und ich sage: „Weißt du, woran es liegt? Predige Jüngerschaft. Und bring den Menschen bei, in Jüngerschaft zu leben.“ Das ist die Antwort. Nicht ellenlange Geldpredigten, sondern Predigten über „was ist deine Motivation?“, „was heißt Leben als Christ?“, „was heißt ein Leben als Jünger?“

Weil ein Jünger hat alles aufgegeben, nicht wahr?

Lk 14,33
So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.

Du musst allem entsagen. Und eins der Dinge, der du entsagen musst, ist die Verfügung über deine Finanzen. Du sagst: „Wie?“ Ganz genau! Hast mich gut verstanden, ich spreche ja Deutsch. Die Verfügung über deine Finanzen!

Das gehört jetzt alles dem Herrn und in Seiner großen, unendlichen Güte sagt Er, 90% gebe ich dir zurück. Aber es gehört alles dem Herrn und 90% darfst du verwalten und ausgeben wie du möchtest, aber Er ist der Herr über deine Finanzen.

Und wenn da die Herrschaft Jesu nicht real wird und sichtbar wird, vergiss die Idee, dass du ein Jünger bist, vergiss die Idee, dass du ein Leben führen könntest, was Gott wohlgefällig ist, vergiss die Idee, dass du in den Plan Gottes hineinkommst – vergiss es gleich. Es wird nicht funktionieren, du machst dir nur was vor, und 20 Jahre später treffen wir uns wieder und du sagst, ich bin heute noch an demselben Punkt wie vorher, ich bin keinen Zentimeter weiter gekommen.

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