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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (35:00 bis 40:00)

 

Das fängt manchmal mit ganz, ganz simplen Dingen an. Das Wort Gottes sagt: „Hebt die Hände hoch“ – „Oh, ne, die sind so schwer, die Arme, der Tag war so schwer, und ich habe so viel gearbeitet, ne, ich hab keine Lust“. Ja, es fragt dich niemand, ob du Lust hast.

Stell dir vor im Krieg, ja? Du wirst vom Feind überwältigt und der steht vor dir mit der Waffe: „Hände hoch!“ – „Ja, im Prinzip hast du recht, aber ich habe jetzt echt keine Lust, meine Arme sind so schwer und ich mag jetzt einfach nicht“. Du hebst du Hände hoch, weil du willst überleben. Weil „Hände hoch“ ist ein Zeichen, du kapitulierst. Und das ist deine einzige Chance, wenn du dich ergibst, vielleicht lassen sie dich am Leben. Und du willst am Leben bleiben, und darum tust du, was du zu tun hast und da wird nicht gefragt, „hast du Lust die Hände zu heben?“

Ist vielleicht ein komisches Beispiel, ja? Aber wieso in Anbetung, wenn es heißt: „Hebt die Hände hoch“ – wieso 3/4 der Leute: „Wieso? Jetzt will doch der Lobpreisleiter mir sagen, was ich zu tun habe, wo gibts denn sowas? Das bestimm ja immer noch ich!“

Ja, das ist genau dein Problem: Du bestimmst immer noch. Du lässt dich nicht von der Wahrheit bestimmen, du lässt dich nicht vom Wort bestimmen. Du tust immer noch wozu du Lust hast. Das ist genau dein Problem.

Oder er sagt: „Komm, lass uns alle im Geist singen“. Die Hälfte singt nicht mit. „Warum soll ich jetzt im Geist singen? Mir ist nicht danach. Nur weil der das will. Ich tu doch nicht, was der will“. Doch, musst du doch tun!

Das Wort Gottes sagt: Gehorcht euren Führern.

Hebr 13,17a
Gehorcht und fügt euch euren Führern!

Schon mal gelesen? Ist das in der Bibel? Ist das auch in deiner Bibel? Musst du Menschen gehorchen als Christ? Wenn du einen Lebensstil führen willst, Gott wohlgefällig zu sein, ja, dann musst du Menschen gehorchen. Viele Male.

Und komischerweise im Alltag funktioniert das. Im Alltag gehorchst du andauernd Menschen – deinem Chef und allen möglichen Menschen in allen möglichen Situationen. Da geht das. Und in der Gemeinde, wir sagen: „Leute, das ist jetzt angesagt“ – „Wieso? Das sehe ich aber nicht so. Da müssen wir mal drüber reden“.

Hallo, wann hört das endlich einmal auf? Wann benehmen wir uns als Menschen, die sagen: Gott ist Gott, Gott hat eine Ordnung gegeben, und die ist gerecht und die ist gut und die ist das Beste für mich und ich tue jetzt, was das Wort sagt – anstatt immer zu hinterfragen, „wer ist der, der mir jetzt sagen kann, was ich hier zu tun habe?“ Das ist in diesem Moment dein Leiter, und der verlangt nichts irrsinniges von dir, irgendwie auf zwei Händen hier ums Gebäude zu laufen, sondern er verlangt einfach von dir, was das Wort Gottes von dir verlangt. Und er hat ein Recht dazu. Er hat ein Recht dazu. Und sich dem zu verweigern, heißt: Ich verweigere mich Gott. Hallo. So siehts aus.

Die Gemeinde ist nicht nur Familie. Gemeinde ist auch Armee.

Und da gibt es Anweisungen, da gibt es Order, und das sind keine Vorschläge, die du mal abwägen kannst, ob du dazu Lust hast, sondern das sind klare Befehle. Und Befehlsverweigerung hat Konsequenzen. Wer war bei der Armee? Darf ich mal Hände sehen? Zwei, drei – drei sehe ich da, ich auch, vier. Es sind nicht so viele. Ja. Ich war zwar nur drei Tage, aber immerhin. Ja, und die drei Tage hatte ich Urlaub, muss ich noch dazu sagen, ja? Aber ich habe eine Soldbuch, ich war Soldat. Die haben zwar vergessen mir den Sold auszuzahlen, aber ich war Soldat. Drei Tage.

Jeder, der bei der Armee war, oder der eine Arbeitsstelle hat und einen Chef hat, der weiß, hej, es gibt Situationen, da bestimme nicht ich selbst, da bestimmt jemand anders, und das ist total normal, man hat das akzeptiert. Wenn man sagt: „Ich nehme die Arbeitsstelle an, aber nur dann wenn ich immer tun kann was ich will. Und sollte mein Wille in Konflikt sein mit dem Chef hab ich immer noch das Recht, ich darf tun, was ich will. Unter der Bedingung trete ich hier an“ – du kriegst nirgendwo eine Stelle, nirgendwo.

Und jeder versteht das, und jeder akzepiert das. Und keiner sagt: „Das finde ich ungerecht, und hier werde ich jetzt missbraucht und hier werde ich jetzt fremdbestimmt, hier werde ich manipuliert, das ist jetzt irgendwie Machtmissbrauch“.

Jeder Mensch irgendwie findet das völlig normal. Du bist Bankangestellter. Vom ersten Tag an deiner Lehre ist ganz klar, du kommst, und du hast eine Krawatte. Wenn du sagst, „ich hasse Krawatten“. Dann sagen die schon beim Einstellungsgespräch: „Dann sind sie als Bankangestellter verkehrt, gehen sie auf den Bau“.

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