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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (25:00 bis 30:00)

 

Wir sollen uns nicht schuldig fühlen wenn wir in uns die Regung des Fleisches erleben, das nicht beten will. Das ist einfach nur ein Beweis, dass du ein ganz normaler Mensch bist. Du hast das Fleisch wie jeder andere von uns auch. Dafür wirst du nicht angeklagt und beschuldigt, aber die Frage ist, was tust du mit dem Fleisch? Das ist die entscheidende Frage. Gibst du dem Raum und sagst: „Ach, ne, immer beten, das ist ja gesetzlich. Das macht keinen Spaß. Ich bete lieber wenn ich wieder Lust habe dazu“? Dann betrügst du dich selber, weil du versuchst dich mit dem Fleisch zu arrangieren und du versuchst mit deinem Fleisch ein christliches Leben auszuhandeln, wo das Fleisch zufrieden ist. Und das gibt es nicht. Das kann nur ein Leben in einer Scheinfrömmigkeit sein, das kann nur ein Leben im Abfall sein, das kann niemals ein Leben sein, das Gott wirklich gefällt.

So, wir müssen diese Frage für uns klären: Bin ich bereit aus Verpflichtung, aus Hingabe an die Wahrheit zu leben oder will ich mich gehen lassen und gehe nach meinen Wünschen und meinen Gefühlen? Und Gott gebietet eine Menge Dinge, wo das Fleisch ständig aufschreit und sagt: „Das macht keinen Spaß!“ Und ein der wichtigsten Dinge ist Beten, aber es gibt viele, viele andere Dinge – Fasten macht dem Fleisch keinen Spaß.

Das Fleisch wird nie „Hallelujah“ rufen wenn du sagst, ich glaube, ab morgen werde ich mal ein paar Tage fasten. Das Fleisch ist nie begeistert. Nie. Aber wenn du es dann tust und vorallendingen über diese Grenze von drei Tagen kommst und der Hunger hört auf – du bist begeistert, dein Fleisch nicht, aber du bist begeistert, weil du sagst, wow, das geht ab und ich fliege hier wie ein Adler, wunderbar. Aber das Fleisch ist nie begeistert.

Und all die Gehorsamsschritte, die Gott in Seinem Wort uns gibt – wenn du dummes Zeug gemacht hast, geh hin, bitte um Vergebung – das macht keinen Spaß. Das ist schwer sich zu demütigen, anzuerkennen, dass man daneben war und um Vergebung bitten, das ist schwer. Aber möglich! Hallelujah.

Und wir sind die Gesegneten wenn wir unser Fleisch überwinden und wenn wir sagen, ja, das Fleisch möchte jetzt gerne, dass ich hier diese Sache vertusche, das Fleisch möchte gerne, dass ich so tue als wenn nichts gewesen wäre, das Fleisch möchte gerne lieber den anderen beschuldigen statt dass ich mich entschuldige.

Aber wir gehen nicht auf das Fleisch ein. Wir erkennen die Bösartigkeit unseres Fleisches und wir nehmen Gnade und wir sagen: Ich wähle den Weg des Kreuzes. Und das ist der Weg der Selbstverleugnung, und ich gehe gegen mein eigenes Lustprinzip an.

Da fängt Jüngerschaft an. Und wir können niemals wachsen wenn wir diese Frage für uns nicht geklärt haben. Wir können nicht geistlich wachsen wenn wir das nicht geklärt haben: Gehe ich jetzt nach Verpflichtung und nach Wahrheit, nach dem, was richtig ist, nach dem, was Gott mir geboten hat – oder gehe ich nach dem, was Spaß macht.

Wenn wir diese Frage nicht eindeutig für uns geklärt haben und dann konkrete Schritte gehen entsprechend zu leben – wir werden niemals wachsen, niemals. Wir können nicht wachsen. Sondern wir sind dann jahrelang Christen, so wie bei den Korinthern, und da sind die „Werke des Fleisches“ – Zorn, Parteiungen usw. Und was sagt Paulus? „Ihr seid noch fleischlich“.

1Kor 3,3
denn ihr seid noch fleischlich. Denn wo Eifersucht und Streit unter euch ist, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?

D.h. „ihr hättet das schon längst lernen können im Geist zu leben, aber wenn ich diesen Zorn und die Parteiungen und diese Machtkämpfe und diese Eifersucht – wenn ich das bei euch sehe, dann weiß ich eins: Ihr seid noch fleischlich“.

D.h. sie haben noch nicht diesen Lebensstil im Geist wirklich angenommen und bejaht und gehen nicht wirklich diesen schmalen Weg und er muss sie tadeln dafür.

So, die echte Gnade Gottes ist kein Ersatz für Opfer, ist kein Ersatz für Disziplin und für Fleiss, sondern die echte Gnade Gottes befähigt uns zu überwinden.

Tit 2,11-12a
Es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen. Sie nimmt uns in Zucht.

Oder „sie unterweist uns“. Tatsächlich bedeutet dieses Wort: Sie trainiert uns, sie diszipliniert uns – oder hier dieses „sie nimmt uns in Zucht“ – bisschen alte Sprache, die wir nicht mehr so gebrauchen, aber was gemeint ist, ist genau das: Disziplinierung, Training.

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