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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (20:00 bis 25:00)

 

Und da müssen wir ein klares Verständnis haben vom Worte Gottes und müssen wirklich genau gucken, was ist wirklich die Gnade Gottes. Und die Gnade Gottes ist nicht dazu da, unsere Kompromisse legal zu machen. Die Gnade Gottes ist nicht dazu da, „wir leben wie wir wollen, wozu wir Lust haben – und am Ende – ach, Gnade drüber“ – wie: Wir machen da so einen Misthaufen und dann kommt eine schöne weiße Decke, die wird da drüber gedeckt, ach, und jetzt ist der Misthaufen weg. Das ist nicht Gnade. Das ist ein religiöser Missbrauch von Gnade.

Klar – wenn wir einen Misthaufen produzieren, Gott ist mehr als bereit und willig unsere Misthaufen zu entsorgen – wenn wir umkehren. Wenn wir Verantwortung übernehmen. Und wenn wir uns bereit erklären, von Ihm jetzt einen Lebensstil zu lernen, nicht weitere Misthaufen zu produzieren.

Aber Gnade ist nicht etwas was Verantwortungslosigkeit zudeckt. Das ist ein völlig verkehrtes Verständnis von Gnade.

So unangenehm für unser Fleisch diese Botschaft ist, aber für ein Leben im Geist braucht es Disziplin, braucht es Hingabe an die Wahrheit, braucht es Beständigkeit. Und es braucht einen endgültigen Bruch mit dem, was wir Lustprinzip nennen. Entweder wir tun Dinge, weil es macht Spaß oder wir lassen Dinge, weil sie keinen Spaß machen – oder wir sind entschieden nach einem völlig anderen Grundsatz zu handeln und wir sagen: Was ist richtig? Was sagt das Wort? Was ist der Wille Gottes?

Wenn wir fragen und uns davon leiten lassen, „was macht mir Spaß, wozu habe ich jetzt Lust“ – wir werden im Fleisch leben. Wir können nicht im Geist leben. Und wir können nicht überwinden. Das ist so wichtig, dass wir uns das klar machen, dass da jede Grauzone weg ist: Entweder – oder.

Das ist wie Jesus die Menschen gerufen hat. Er hat gesagt, sein Kreuz auf sich nehmen, täglich.

Lk 9,23
Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.

Jeden Tag. Jeden Tag wieder neu hast du die Entscheidung, lass ich mich gehen, bediene ich die Wünsche und das Verlangen meines Fleisches – oder gehe ich nach dem Geist? Jeden Tag neu. Und wenn du einen Tag im Sieg gelebt hast, morgen stehst du wieder vor derselben Frage, vor derselben Entscheidung. Jeden Tag sein Kreuz nehmen.

Und Jesus sagt: Wer sein Kreuz nicht nimmt, kann nicht mein Jünger sein.

Lk 14,27
Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.

So, es gibt keine Jüngerschaft ohne Kreuz. Heutzutage gibt es Christsein ohne Kreuz. Aber Jüngerschaft ohne Kreuz gibt es nicht.

Und Jesus hat nie Menschen gerufen, dass sie Christen sein sollen, sondern er hat sie gerufen, Jünger zu sein. Und da ist ein wesentlicher Unterschied. Jeder Jünger ist ein Christ, aber nicht jeder Christ ist ein Jünger. Weil wir in Zeiten der Verwirrung leben, weil wir in Zeiten der Beliebigkeit leben, weil wir in Zeiten leben, wo Leute sich ein Evangelium zusammenbasteln, was ihrem Fleisch gefällt. Aber es ist nicht die Frage: Was gefällt meinem Fleisch – sondern was sagt Gottes Wort wirklich? Und deswegen sagt Paulus:

Gal 5,24
Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften/Lüsten und Begierden.

Das ist das Merkmal von einem Menschen, der wirklich Christus angehört: Er hat das Kreuz angenommen und er hat das Kreuz in seinem Leben. Und das Kreuz bedeutet: Jedes Mal da, wo der Wille Gottes und der Wille meines Fleisches sich kreuzen, bin ich entschieden dem Willen Gottes zu folgen. Das ist das Kreuz.

Verstanden? Wo das Fleisch sagt: „Ohh, ne, komm, länger schlafen, nicht beten, macht keinen Spaß“ – und da sagt der Geist: „Sei in der Wahrheit, lebe aus Verpflichtung, tu, was du versprochen hast, was du tun willst. Tu das, was richtig ist. Tu das, was der Wille Gottes ist“.

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