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Gebet1

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 1 (85:00 bis 90:00)

 

Und Paulus fährt dann fort in Kolosser 3 und greift das Thema wieder auf und redet dort von „töten“.

Kol 3,5
Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist

Dinge töten in unserem Leben – Unreinheit, böse Begierde, Götzendienst, Habsucht – Dinge töten.

Warum ist so ein Riesenproblem mit den Gemeinden in Kirgistan, wo ich jedes Jahr hingehe? Die Leiter zuerst und dann die Schafe hinterher – alle wollen nach Kanada, ins gelobte Land. Weil da liegt das Geld auf der Straße, da ist ein wunderbares Leben, da ist alles ganz einfach und da ist es schön für die Kinder, und alles ist gut – auf nach Kanada. Warum wollen die alle nach Kanada?

Erstens weil die USA zugemacht hat.

Und zweitens weil das Evangelium nie Wurzel gefasst hat in ihren Herzen.

Weil sie nicht glauben, Gott ist ein Gott, der größer ist als die Umstände. Sie glauben nicht an einen Gott wie im Alten Testament: Der eine hat in der Dürre gesät, was ja totaler Wahnsinn ist. In der Dürre säen heißt, du kannst auch deine Samen gleich wegschmeißen. Das kann ja nicht funktionieren – wir haben seit Jahren Dürre und da ist einer, der sät in der Dürre! Und Gott hat ihm eine gewaltige Ernte gegeben. Weil er gewusst hat, Gott ist mit mir, Gott ist größer als die Umstände. Aber die Leute sagen, in diesem Land kann man nicht leben.

Und das ist nicht nur in Kirgistan so, das habe ich auch in Albanien getroffen. Die Leute träumen von dem Glück in irgendeinem reichen Land. Ihr Glück ist nicht der Wille Gottes, ihr Glück ist nicht ihre Berufung zu finden. Ihr Glück ist ein einfaches Leben zu finden, wo man viel Geld hat und wo man sich alles leisten kann. Das Evangelium hat niemals Wurzeln geschlagen in ihrem Herzen. Sie suchen nicht das Reich Gottes, sie suchen ein einfaches, nettes, schönes Leben wie sie sich das vorstellen.

Und ich denke an vielen Stellen in Deutschland ist das auch nicht anders.

Ihr Lieben, das Zentrum muss wieder das Zentrum werden. Das ist mein Vorschlag. Das Zentrum muss wieder das Zentrum werden – wie hat jemand so wunderbar formuliert?

Die Hauptsache ist, dass die Hauptsache die Hauptsache ist.

Das ist ein ganz tiefer Satz, ich weiß, den versteht man nicht auf Anhieb, aber ihr könnt ihn aufschreiben und dann darüber nachdenken: Die Hauptsache ist, dass die Hauptsache wieder die Hauptsache ist.

Und was ist die Hauptsache? Ich gebe euch ein neues Herz, ich gebe euch ein Herz mich zu fürchen. Ich schreibe meine Worte auf eure Herzen (Jeremia 31,33).

Was zwei Mal im Neuen Testament – Hebräer 8,10 und nochmal in Hebräer 10 wiederholt wird. Zwei Mal wird diese Schriftstelle – Jeremia 31,33 – wiederholt und wir sehen, das ist der neue Bund, das ist, was Gott für uns hat.

Heb 8,10
Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.

Heb 10,15-17
Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist. Denn nachdem der Herr gesagt hat (Jeremia 31,33-34):
»Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen«, spricht er: »Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich es schreiben,
und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.«

Und mit der Bekehrung ist Tor und Tür offen für einen solchen Prozess. Aber wenn wir glauben, Bekehrung ist das reine Herz – wer sucht diesen Prozess? Wer sucht? Warum? Wir habens schon. Das ist eine gefährliche falsche Lehre, die die Apostel nicht gelehrt haben. Bekehrung ist nicht identisch mit dem neuen Herzen, Bekehrung ist der Anfang, dass Gott jetzt Gelegenheit hat an dem Herzen Sein Werk zu tun.

Und deswegen suchen wir Gott. Darum lernen wir Disziplin und Überwinden und kommen jeden Tag vor Ihn – wir beten Ihn an und wir geben Ihm unser Herz und sagen: „Gott, das ist, was ich begehre, weil das ist, was Du begehrst mehr als irgendetwas anderes“.

Ja, Gott will uns im Übernatürlichen gebrauchen, aber wenn das wichtiger ist als ein Charakter, der mit Jesus immer mehr übereinstimmt, wenn Wunder – Zeichen und Wunder – wichtiger sind als Demut und Heiligkeit, dann werden wir in die gleichen Probleme kommen wie viele andere vor uns auch gekommen sind. Sie hängen ihr Herz an das Übernatürliche, aber nicht an Jesus. Und Wunder, die du siehst und Wunder, die du wirkst, haben niemals die Kraft dein Herz zu verändern. Sie haben nicht die Kraft.

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