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Gebet1

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 1 (80:00 bis 85:00)

 

Ihm sind sie ja schon längst bewusst. Wenn es heißt „Gott erforscht die Herzen“ – das heißt doch nicht, Gott sagt: „Hm, da ist Fritze Müller, hm, was ist wohl mit dem los? Na, wir gehen mal runter, wir werfen mal einen Blick in sein Herz“.

Nein, das ist nicht „Gott erforscht das Herz von Fritze Müller“. Wenn Gott das Herz von Fritze Müller erforscht, dann heißt es, Gott macht Fritze Müller offenbar, was Gott schon immer sieht. Und dann kriegt er einen Riesenschock. Und das nennt man Furcht des Herrn. Das nennt man Buße. Erfurcht vor einem heiligen Gott. Wir sagen: „Gott, wir sind vergänglich, wir sind Fleisch, Du bist heilig. Tu Du Dein Werk in mir“.

Das ist, was es braucht, und das ist, was Gott bereit ist zu geben, aber wir müssen das erkennen als das Zentrum – darum geht es. Du suchst Gott jeden Tag, nicht damit Er deinen Dienst segnet oder deine Finanzen aufpeppelt oder dir eine bessere Arbeit gibt oder eine größere Wohnung – du suchst Gott, weil du Ihm dein Herz gibst. Und sagst: „Gott, das große Problem in dieser Welt ist mein Herz. Gib mir ein Herz, das Dich fürchtet, gib mir ein Herz, das Dir vertrauen kann, gib mir ein Herz, das Abhängigkeit von Dir sucht und schätzt und da drin bleiben will. Gib mir ein Herz, das nicht von Dir abweicht“.

Das ist unsere große Not. Und wenn wir diese Art von Gebet beten würden – nicht nur ein Mal, sondern über Monate und über Jahre – Gott wird Gelegenheit bekommen Sein Werk zu tun. Es ist durch Gnade, dass das Herz fest wird. Durch Gnade.

Heb 13,9b
denn es ist gut, daß das Herz fest wird, was durch Gnade geschieht.

Das ist der Hauptgrund, warum wir jeden Morgen vor Ihm sind. Wir bringen Ihm unser Herz und sagen: „Gott, du hast gesagt: Gib mir dein Herz – hier bin ich, hier ist mein Herz, tu jetzt an meinem Herzen, was ich in Deinem Wort verstanden habe, was Du das tun willst – schneide, reiße aus.“

5 Mose 30,6
Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dass du am Leben bleibst.

Was ist notwendig damit wir Gott lieben von ganzem Herzen? Beschneidung. Gott muss uns beschneiden damit wir überhaupt fähig sind Ihn zu lieben. Wir können nicht – niemand von uns kann Gott so lieben wie es sich gebührt, wie Er es verdient, geliebt zu werden – niemand von uns hat diese Klarheit, diese Entschiedenheit, diese Leidenschaft, diese Reinheit, diese Intensität, diese Ausdauer, diese Opferbereitschaft – niemand von uns. Ohne Ausnahme.

Darum geht es nicht. Aber es geht darum: Er ist bereit uns zu geben, was wir nicht haben. Er ist bereit in uns zu wirken, was wir uns nicht selber geben können, und wir geben uns Ihm und sagen: „Beschneide mein Herz damit ich fähig werde Dich zu lieben so wie es sich gebührt Dich zu lieben.“

Und wenn du deine Bibel kennst, dann weißt du, dass es mitten im Neuen Testament wiederkommt – Kolosser 2 – die Beschneidung durch Christus, die Beschneidung, die nicht mit Händen gemacht ist.

Kol 2,11
In ihm seid ihr auch beschnitten worden mit einer Beschneidung, die nicht mit Händen geschehen ist, sondern im Ausziehen des fleischlichen Leibes, in der Beschneidung des Christus

Das ist, worum es geht. Und das ist nicht Bekehrung! Es beginnt – oder kann beginnen mit der Bekehrung wenn man die richtige Lehre hat, wenn man versteht, was das Zentrum ist und dann sich Ihm gibt und Ihn sucht und Ihm erlaubt, da ran zu gehen. Weil Gott kann nur in dir und in mir das tun, was wir …

  1.  wissen aus dem Wort, was Er anbietet, was Er tun möchte und
  2.  was wir begehren und
  3.  was wir Ihm tatsächlich erlauben.

Und darum benutze ich sehr viel diesen Begriff, wiewohl ich weiß, er kommt nach meinem Wissen nicht in der Bibel vor: Raum machen für Gott. Es heißt …

Eph 4,27 Gebt dem Teufel keinen Raum in euch!

So, dem geben wir keinen Raum. Aber Gott geben wir Raum. Wir erlauben Ihm an unseren Herzen zu arbeiten, wir geben uns Ihm und sagen: „Gott, hier bin ich, es geht nicht um meine Rechnungen, es geht nicht um meinen Dienst, es geht nicht um das, es geht nicht um jenes, es geht nicht um Kleinigkeiten, es geht um das Zentrum, und das ist mein Herz – Du bist der, der die Herzen erforscht – hier bin ich, tu Du Dein Werk in mir – schneide Du weg, was da nicht hingehört“.

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