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Gebet1

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 1 (55:00 bis 60:00)

 

Joh 15,5b
Jesus: Ohne mich könnt ihr nichts tun.

Das ist eines der schwersten Wahrheiten, die unser Herz glauben kann. Vorhin war die erste, dass wir wirklich wertvoll sind für Ihn, dass wir wirklich geliebt sind, dass wir kostbar sind. Aber eine zweite ist: Ohne ihn können wir gar nichts.

Und wir haben so viel Elan und so viel Power und so viel Pläne und so viel Überzeugung, wir können doch eine Menge. Und es braucht Jahre, denkt an Mose, einen Menschen zu demontieren, Jahre, ihn an den Punkt zu bringen, dass er weiß: Herr, mit mir ist nichts. Wenn irgendwas kommt, dann nur weil Du Gott bist und weil Du der bist, der die Toten auferweckt.

Und als Mose ganz unten war, da hat Gott gesagt: „So, jetzt bist du bereit. Jetzt geh und jetzt rede“. Und der Mann, der in aller Beredsamkeit Ägypten erzogen war hat auf einmal gesagt: Ich kann nicht reden!“ Er war völlig demontiert. Da war nichts mehr dabei. Und Gott hat gesagt: So ist es gerade recht, so brauche ich dich.

Und wir brauchen die Kraft der Auferstehung, die in uns wirksam ist. Und die müssen wir kennen. Von der müssen wir nehmen. Hallelujah.

Ein ganz wichtiger Punkt in unserem Gebet, worum es überhaupt geht, warum wir beten sollen – das Ziel unserer täglichen Zeit mit dem Herrn ist, dass wir Ihm unser Herz geben.

Unser Leben mit dem Herrn beginnt nicht damit, dass wir was tun für Ihn, sondern dass wir Ihm erlauben etwas zu tun an uns. Damit beginnt das wirkliche Leben mit dem Herrn. Dass wir Ihm Raum machen in uns. Und wir müssen das Wort Gottes studieren und herausfinden, worum geht es Gott überhaupt. Und obwohl ich so eine „Tag-und-Nacht-“ … naja, „Nacht-und-Tag-Bekehrung“ gehabt habe und in einer Nacht mein ganzes altes Leben zu Ende und ich durch die Gnade Gottes nie wieder in diesen Schmutz und in die Drogen und in das alles zurückgegangen bin – trotzdem hat es ungefähr 17-18 Jahre gedauert bis ich eine Wahrheit verstanden habe — wie David sagt: „Ich habe erkannt, mein Gott, dass Du das Herz erforscht“.

Ps 139,23
Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine

17 Jahre hats gedauert bis ich verstanden habe: Der Gott, der mich gerufen hat aus der Finsternis jetzt mit Ihm zu leben – Er ist an meinem Herzen interessiert. Nicht an meinem Dienst, Er ist an meinem Herzen interessiert. Und Er muss dort Dinge tun und Er will dort Dinge tun. 17-18 Jahre hat das gedauert. Ich wünschte, ich hätte damals solche Botschaften gehört wie ich sie heute hier bringe. Aber ich habs nicht gehört und habe meine Zeit mit vielen Dingen, die für mich wichtig waren, aber nicht die viel gebracht haben, verbracht. Der Gott, der uns gerufen hat, hat ein Werk mit unseren Herzen vor.

Und es ist eine falsche Lehre wenn Menschen sagen, die Bekehrung ist das neue Herz. Das ist nicht, was die Bibel sagt. Die Bekehrung ist nicht das neue Herz. Die Bekehrung ist der Anfang eines Prozesses, wo Gott ein neues Herz schafft.

1 Tim 1,5
Das Ziel aller Weisung (allen Unterrichts, aller Predigt, allen Trainings) ist Liebe aus reinem Herzen.

Das ist das Ziel. Das ist nicht der Start. Das ist das Ziel. Ein reines Herz ist das Ziel. Und wenn du das noch nie studiert hast, nimm deine Konkordanz oder deine Computerbibel, hol alles raus über Herz und was ist das „reine Herz“ und warum will Gott das haben, wie sieht das aus, wie schafft Er ein reines Herz, was bedeutet das? Und wie kann ich Ihm erlauben zu arbeiten?

Und dann verstehe ich: Gott will arbeiten an meinem Herzen, und ich suche Ihn in erster Linie deswegen um Ihm Raum zu machen in mir Sein Werk zu tun.

Ihr Lieben, Demut, Sanftmut, Barmherzigkeit, eine Haltung der Dienerschaft kommt nicht über Nacht! Kommt auch nicht von einer theologischen Ausbildung. Es kommt wenn Gott selber Sein Werk tut in unserem Herzen – auf keine andere Art und Weise – egal, was für ein Diplom du dir angeschafft hast oder was auch immer für eine theologische Ausbildung oder irgendwas – wenn Gott nicht das Herz formt nutzt die ganze theologische Ausbildung nichts. Und es wird nur aus deinem Kopf in die Köpfe von anderen gehen. Aber Gott macht es ganz anders: Aus dem Herzen in das Herz hinein.

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