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Gebet1

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 1 (60:00 bis 65:00)

 

Und da sind unsere Ideen, da ist unser Stolz, da ist unser Selbstvertrauen, da ist unser Kleinglaube und unsere Genügsamkeit, unsere Bescheidenheit im falschen Sinne. Da muss Gott rein, und da muss Er weiten und wegsprengen und erneuern.

So, wir geben Ihm unser Herz.

Spr 23,26
Gib mir, mein Sohn, dein Herz und lass deinen Augen meine Wege wohlgefallen.

„Gib mir dein Herz“. Gott will dein Herz haben. Die ersten Gläubigen haben das gekannt – wenn du das liest – Apostelgeschichte – sie haben gebetet: „Gott, du Herzenskenner“.

Apg 1,24a
Und sie beteten und sprachen: Herr, du Kenner aller Herzen

So haben sie Gott genannt – Apostelgeschichte 1 – „Du Herzenskenner.“ Paulus sagt: „… der die Herzen erforscht.“

Röm 8,27a
Der aber die Herzen erforscht.

1 Thess 2,4b
… Gott, der unsere Herzen prüft.

Paulus redet von seinem Prozess, den er durchlaufen hat bis er in den Dienst gekommen ist. „Gott, der die Herzen prüft“. Und wenn du den Textzusammenhang studierst: Auf was schaut Er, was ist Ihm wichtig? Freiheit von Menschenfurcht und Menschengefälligkeit! Wir können nicht Gott dienen – und auch nicht wirklich Menschen dienen – solange wir aus sind auf ihr Lob oder Angst haben vor ihrem Tadel. Wir können nicht. Und bei uns allen ist dieser Wunsch, die mögen doch alle nett sein zu mir, die mögen doch alle lieb sein, die mögen doch alle mich nur lieb haben und nur Gutes reden über mich. Wir alle haben diesen Wunsch! Das ist normal, weil wir so aufgewachsen sind, dass Gott nicht unsere Burg ist und unsere Festung und unsere Sicherheit, deswegen brauchen wir die Sicherheit von der Annahme der Menschen. Aber jetzt sind wir Kinder Gottes, und jetzt muss diese Seuche in unserem Herzen – Menschenfurcht und Menschengefälligkeit – muss ausgerottet werden. Und dann werden wir fähig sein Menschen zu dienen, weil wir nicht predigen, was die hören wollen, sondern was die hören müssen.

Das ist ein Unterscheid. Weil wir in Zeiten leben, von denen Paulus prophezeit hat – heute ist keine Prophetie mehr, heute ist es real: Es werden Zeiten kommen wo sie die Ohren abwenden von der Wahrheit und sich Menschen suchen, Verkündiger des Wortes, wo nach ihnen die Ohren jucken und Fabels werden sie anhängen, menschlichen Erdichtungen.

2 Tim 4
3 Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt;
4 und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich zu den Fabeln hinwenden.

Diese Zeit ist heute. Und die einzige Antwort darauf sind Menschen, Frauen und Männer Gottes, die keine Angst haben vor Ablehnung, die keine Angst haben von der geistlichen Obrigkeit verrissen zu werden und diffamiert zu werden und verleumdet zu werden und als böse und als schlecht dargestellt zu werden.

Die sagen wie Elia: So wahr der Herr lebt vor dem ich stehe.

1Kön 17,1
Und Elia, der Tisbiter, von den Einwohnern Gileads, sprach zu Ahab: So wahr der Herr lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe …

Das sagte er als er gerade vor Ahab steht, dem König, seinem König. Und er sagt: „Ahab, ich stehe nicht vor dir, bild dir nichts ein, ich stehe vor Gott“. Was für eine Freiheit! „So wahr der Herr lebt, vor dem ich stehe.“

Das ist, was es braucht, ihr Lieben. Echos haben wir genug, wir brauchen Stimmen vom Himmel. Keine Echos, die nachplappern, was andere schon erzählen und was sie auch von anderen gehört haben, die auch nicht von Gott gehört haben. Wir brauchen eine Stimme. Hallelujah.

Und das wirst du nur wenn du dich begibst auf diesen einsamen Weg zum Berg des Herrn. Wo du sagst: Gott, ich habs gesehen, du hast mich überführt, hier ist diese ekelhafte Menschengefälligkeit, dieses Fischen nach Lob und nach Anerkennung und nach guten Worten, Herr. Rotte das aus in mir, ich will nichts mehr davon haben! Ich will Dein Lob haben alleine. Ich will nur hören von Dir, „gut gemacht, du treuer Knecht“. Das will ich hören von Dir.

Und das ist ein Weg des Zerbruchs und der Beschneidung bis dieses Zeug rauskommt. Und da gibt es manche schwierige Situationen und wo Gott dich schickt, Worte zu sagen, wo du denkst, wenn ich das sage, ich sterbe. Und Gott sagt: Geh und stirb – und du wirst leben.

Das ist, was Er braucht, das ist, was die Welt braucht: Menschen, die nicht käuflich sind, die nicht ihre Karriere im Blick haben und die nicht den Applaus der Massen suchen, sondern die nur die Anerkennung vom Himmel haben wollen.

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