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Gebet1

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 1 (30:00 bis 35:00)

 

 

Das hat mich so getroffen. Und dann floss der Heilige Geist in diesem Konzert, und während ich dort saß – zugekifft bis oben hin – hatte ich eine Offenbarung: Jesus Christus lebt, er ist Gott. Er ist real, den gibt es wirklich. Und das hat mich so tief getroffen, dass ich noch ein, zwei Stunden nach dem Konzert unfähig war zu sprechen. Ich saß auf der Straße am Bordstein. Meine Kumpels sagen: „Was ist los mit dir?“ Ich konnte nicht sprechen, ich war so überwältigt von dieser Realität, es gibt Gott, den gibts wirklich! Jesus lebt! Das ist nicht eine Person der Geschichte vor 2000 Jahren – den gibts wirklich, der lebt, der letzt jetzt. Ich war nicht bekehrt, ich war nicht gläubig, aber ich wusste eins: Jesus ist eine reale Person, auch wenn ich den nicht sehe – ich weiß es! Ich weiß, dass ich weiß.

Ströme lebendigen Wassers fließen von Gläubigen zu Ungläubigen, und die machen Begegnungen und Erfahrungen mit Gott. Und etwas kommt in ihr Leben, dass ihr ganzes Leben total auf den Kopf stellt – oder sagen wir mal besser: „wieder auf die Beine“.

Ströme lebendigen Wassers sollen von uns fließen. Das ist der Heilige Geist! Aber bevor es von uns fließt, müssen wir es empfangen. Jesus sagt in Johannes 4 zu der Frau, dass man trinken soll. Und wenn man trinkt, dann wird das, was man trinkt – und Johannes 7 sagt, es ist der Heilige Geist – wird eine Quelle in uns.

Joh 4,14
das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden

Joh 7,38-39
Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

Zuerst nehmen wir es auf, und dann bleibt es in uns und es wird eine Quelle in uns. Und dann aus dieser Quelle heraus fließt es wieder zu anderen. Und das nennt man „Dienst“. Reichlich trinken bringt reichlich Dienst. Verstehst wie ich das meine? Jesus sagt: Wen dürstet, der komme zu mir und trinke.

Und etwas, was besonders deutsche Christen lernen müssen – und das wäre ein gutes Gebet: Herr, lehre mich zu trinken. Lehre mich. Wie kann ich denn empfangen, wie kann dieses Wasser des Lebens, diesen Fluss des Heiligen Geistes – wie kann ich das empfangen? – Du tränkst uns mit deinem Strom der Wonne.

Ps 36,9b
mit dem Strom deiner Wonnen tränkst du sie

„Ich gebe meinem Volk zu trinken“, heißt es in Jesaja.

Gott gibt Wasser des Lebens. Da ist Ermutigung, Erfrischung, Belebung, Stärkung, Kräftigung – all das kommt durch die Gegenwart Gottes. Und zwar nicht ein Mal, und nicht vor 20 Jahren oder irgendwann da bei Toronto oder was – hej, das soll eine Realität sein in deinem Leben immer und immer wieder. Und das ist so wichtig, dass wir uns das als Ziel setzen: Ich will alleine zu Hause Gott begegnen!

Mir macht ein bisschen Sorge wenn ich diese vielen begeisterten jungen Leute sehe, die gehen da zur Holy Spirit Night und was weiß ich für Events. Und da kommen die zu Tausenden. Aber ich frage mich, wie viele von denen alleine am nächsten morgen oder eine Woche später morgens kennen diese belebende, erfrischende Gegenwart Gottes? Wie viele leben ein solches Leben, einen solchen Lebensstil, dass Gott auch zu ihnen alleine kommen kann – ohne gewaltige Worship-Band und ohne die ganze Aufregung von tausenden von anderen? Da weißt du, was wirklich Substanz ist. Man kann schnell von begeisterten tausenden von Leuten auch begeistert sein, aber nicht alles an Begeisterung ist „Holy Spirit“. Auch wenn es „Holy Spirit Night“ heißt. Aber wo du alleine zu Hause auf der Grundlage des Wortes dich durchkämpfst durch den Wust deines Fleisches, den Widerstand, und da Gott suchst und findest – das hat Substanz und das macht dich stark.

Ich hab nichts gegen Events. Aber wenn Menschen davon leben und können zu Hause nicht beten und die Gegenwart Gottes dort nicht erleben, dann stimmt etwas nicht. Dann brauchen sie immer ein Event um irgendwie gut drauf zu sein. Aber wir brauchen keine Events. Wir brauchen Begegnungen mit dem Herrn alleine. Jeden Tag. Und dazu ruft Er uns.

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