Kategorien
GlaubeApostel2

Hartwig Henkel – “Der Glaube, den die Apostel lehrten” Teil 2 (65:00 bis 70:00)

 

Titus 2
11 Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen;
12 sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit,
13 indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus

Die Gnade erzieht uns, nimmt uns in Zucht, „unterweist uns“ – sagt eine andere Übersetzung. Die Gnade unterweist uns. Und in was unterweist sie uns? Sie unterweist uns, „nein“ zu sagen. „Das ungöttliche Wesen und weltliche Lüste zu verleugnen“ – „Nein“ zu sagen – dazu unterweist uns die Gnade Gottes.

Den selben Gedanken noch, auch wenn wir das aus Zeitgründen jetzt nicht weiter ausführen werden, findest du in Sprüche 2. Dort wird geschrieben die Hingabe an das Wort Gottes. Dass Wort Gottes zu suchen, danach zu fragen, es zu begehren, es anzunehmen. Die Gebote Gottes zu schätzen und zu akzeptieren und sich ihnen zu unterstellen.

Und wenn wir diesen Lebensstil kultivieren, das ist beschrieben: „Wenn du das tust, dann …“ – und dann kommen zwei „dann“ – das erste „dann“ ist: Dann wirst du verstehen die Furcht des Herrn. Und dann wirst du die Erkenntnis Gottes gewinnen.

Spr 2,5
dann wirst du verstehen die Furcht des HERRN und die Erkenntnis Gottes gewinnen.

Ohne dass das Wort Gottes in dir Furcht des Herrn, Ehrfurcht vor Gott – „ich will ihn nicht mehr beleidigen und kränken, ich will ihn ehren, ich will in der Gesinnung Jesu leben“ – wenn das Wort das produziert, dann geht es weiter und du bekommst wirkliche Erkenntnis Gottes.

Ohne Furcht des Herrn gibt es keine Erkenntnis Gottes. Es gibt keine Erkenntnis Gottes ohne Furcht des Herrn. Es gibt irgendwelche Ideen über Gott – und besonders theologische Hirne sind da besonders entwickelt sich krankhafte Ideen über Gott auszudenken. Aber das hat nichts mit Erkenntnis Gottes zu tun. Erkenntnis Gottes heißt Kraft zu bekommen, ein Leben zu führen, das ihm gefällt, wo wir uns wirklich an seinem Wesen erfreuen können.

So, Hingabe an das Wort führt zu Furcht des Herrn, führt zur Erkenntnis Gottes. Und dann wird es nochmal näher ausgeführt: Was passiert dann? „Besonnenheit wacht über dir“.

Spr 2
10 Denn Weisheit zieht ein in dein Herz, und Erkenntnis wird deiner Seele lieb.
11 Besonnenheit wacht über dir, Verständnis wird dich behüten:
12a um dich zu retten …

– von was?

12b … vom bösen Weg, vom Mann, der Verkehrtes nur redet

Das Wort Gottes wirkt in uns Besonnenheit. Und wir halten uns von Dingen, die uns auf Abwege bringen, die uns in ein kaltes Herz bringen, die uns in ein gleichgültiges Herz bringen, die uns auf den Weg des Abfalls bringen, wir halten uns von diesen Dingen fern. Das Wort bewahrt uns, weil das Wort Besonnenheit bewirkt in uns.

Ihr Lieben, das ist, was wir brauchen. Und wenn du dein Leben geendet haben wirst, dann wirst du entweder sagen zum Wort Gottes: „Das war mein Schatz“ oder „Das hätte mein Schatz sein müssen“. Eins von beiden wirst du sagen am Ende deines Glaubenslebens. Das war mein Schatz. Durch das Wort Gottes kam Besonnenheit in mir und ich habe gesunde, bleibende, gesegnete, Gott wohlgefällige Entscheidungen getroffen. Oder du wirst sagen: Das hätte mein Schatz sein müssen. Ein von beiden wirst du am Ende sagen.

Und du kannst heute entscheiden: Und wenn du morgen bei der Entscheidung bleibst und übermorgen und nächste Woche und nächsten Monat und nächstes Jahr und die nächsten Jahrzehnte – dann wird es so sein, dass du sagst: Das war mein Schatz, dass durch Hingabe an das Wort Besonnenheit in mir wirkte und mich bewahrt hat. Und ich freue mich über das, was Gott in meinem Leben tun konnte. Das wirst du am Ende sagen.

Und du musst heute entscheiden, was du am Ende sagen willst. Und morgen bei der Entscheidung bleiben. Und übermorgen auch. Und das durchhalten. Und trainieren und immer neue Bestzeiten aufstellen in deinem Leben in Reinheit und dafür sorgen, dass die Zeitpunkte oder die Abstände zwischen deinen Abstürzen und deinem Sündigen usw. immer größer werden. Gott gibt Gnade – der Gerecht fällt sieben Mal, steht wieder auf.

Spr 24,16
Denn siebenmal fällt der Gerechte und steht doch wieder auf, aber die Gottlosen stürzen nieder im Unglück.

Aber wir können trainieren und an neuen Bestzeiten arbeiten wie ein Sportler.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.