David Pawson – “Die Wahrheit über Weihnachten“ – Teil 2 – Die Kirche und Weihnachten (20:00 bis 25:00)

Ansonsten war es keine ungewöhnliche Geburt, es war eine ganz normale Geburt nach Stunden von Wehen und in nicht sehr netten Außenumständen. Und es war auch nicht in einem Stall, das ist Teil des Mythos. Es war auch nicht in einer Höhle. Wobei, wenn du jetzt nach Bethlehem gehst, dann werden sie dir dort eine Höhle zeigen innerhalb einer Gruft von einer großen Kirche. Von dieser Höhle glauben sie, dass das die Höhle ist, wo Jesus geboren wurde. Und dann zeigen sie dir eine Stelle auf dem Boden der Höhle, die markiert ist mit einem silbernen Kreuz, und da ist Marias Muttermilch hingelaufen. Das Ganze ist natürlich äußert fragwürdig.

Er wurde geboren in einer Herberge. Aber nicht innerhalb eines Raumes dieser Herberge. Denn da war kein Raum frei in dieser Herberge. Aber er wurde immer noch innerhalb einer Herberge geboren. Denn wenn du eine mitteleuropäische Herberge besuchst, sogar heute noch, dann gibt es da einen großen quadratischen Platz mit Mauern drum herum. Keine Fenster sind da eingebaut. Und da gibt es entweder zwei Tore an zwei Seiten oder ein großes Tor nur an einer Seite. Wenn du da reingehst, dann siehst Du Räume auf der Innenseite dieser Mauer. Und die Fenster zeigen nach innen auf diesen Platz. In der Mitte ist ein Platz, wo es Tröge mit Wasser gibt und Krippen mit Futter für die Tiere. All das ist so aus Sicherheitsgründen. Man nimmt seine Tiere und seine Familie hinein durch diese Tore und fragt: Gibt es einen Raum für uns?

Die Bibel sagt, dass es keinen freien Raum gab. Und so mussten die beiden das tun, was auch die anderen dann tun mussten. Das heißt, dass sie gecampt haben auf dem Innenhof dieser Herberge. Und das einzige, was sie hatten, um das Baby reinzulegen, war eines der Futterkrippen. Insofern wurde Jesus unter offenem Himmel, unter Sternenlicht geboren. In dem Innenhof dieser Herberge.

Die meisten Weihnachtskarten zeigen das falsch – entweder einen Stall oder eine Höhle oder irgendwas. Es gibt das Wort „Stall“ nicht in der Bibel. Er wurde da geboren, wo die Tiere übernachtet haben – und seine Familie.

Es ist also eine sehr gewöhnliche Geschichte von Steuern, Kopfsteuern und eine schwangere Verlobte eines jungen Mannes. Er war vermutlich 17 oder 18 Jahre, und sie war 15 – das war das normale Verlobungsalter damals. Und warum sind sie so weit weg von zu Hause? Die Antwort: Sie war schwanger vor der Hochzeit. Und das war damals, so wie es heute noch in vielen Kreisen ist, eine schändliche und peinliche Angelegenheit. Sie würde ausgegrenzt werden in ihrer Heimatstadt Nazareth, die Leute würden ihr nicht helfen, niemand würde mir ihre reden. Sie würden sie ganz alleine lassen. Insofern musste sie das Kind irgendwo anders gebären. Und weil Josef, ihr Verlobter, nach Bethlehem gehen musste wegen der Kopfsteuer, weil er von den Vorfahren her zu dieser Stadt gehört, musste Maria mitkommen. Und eine 70-Meilen-Reise (112 km) auf einem Esel ist nichts, was normalerweise eine schwangere Frau machen würde. Aber sie tat es.

Es ist erstaunlich, wie viele Mythen und Legenden es um diese Geburt gibt. Es gab Hirten, die dann kamen, um sie zu sehen. Okay, daran ist nichts Mythisches. Aber dann kamen „weise Männer“. Und es sagt einfach nur „weise Männer“. Die Legende sagt jedoch, es waren nicht einfach nur Männer, es waren Könige. Und man gab ihnen sogar drei Namen. Und der Ursprung dieser ganze Sache ist, dass sie drei Geschenke brachten. Deswegen dachte man, dass es drei Leute sein mussten. Und diese mussten königlich sein. Wer würde sonst zu einem König kommen?

Und man gab ihnen drei Namen. Aber all das ist nicht wahr, das ist Fiktion. Insofern hat man diese komische Mixtur aus Fakten und Fiktion. Und vieles von den Fakten ist nicht Teil der heutigen Weihnachtsgeschichte, z.B. wurden viele von Jesus Cousins hingerichtet, weil er in Bethlehem geboren wurde.

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