David Pawson – “Die Wahrheit über Weihnachten“ – Teil 1 – Die Ursprünge von Weihnachten (15:00 bis 20:00)

Diese Geschichte hat wirklich die holländische Phantasie beflügelt und Sankt Nikolaus wäre beinahe der Schutzpatron von Holland geworden. Sie haben ihn „Santa Klaus“ genannt, was die Kurzform von Sankt Nikolaus ist. So wurde in New York „Santa Claus“, so wie wir ihn kennen, geboren. Und ihm wurde eine rotes Gewand gegeben, gesäumt mit weißem Pelz, und Stiefel und einen langen weißen Bart – und so kommen wir auf „Santa Claus“ so wie wir ihn kennen.

Ich erinnere mich daran, als wir unsere drei kleinen Kinder hatten, in Buckinghamshire. Eines Morgens sind wir mit dem Auto rausgefahren, um Sankt Nikolaus zu sehen in einem großen Laden. Aber auf dem Weg sahen wir einen anderen Sankt Nikolaus in den Bus steigen, und wir haben noch einen dritten Sankt Nikolaus am Straßenrand gesehen. Ich erinnere mich daran, dass das die Kinder ziemlich verwirrt hat: Sankt Nikolaus schien überall zu sein. Und natürlich ist er jetzt auch überall, denn er ist Teil von Weihnachten.

So, all dies passierte im 19ten Jahrhundert. Ich erzähle euch gleich über die Christen, die stark dagegen protestiert haben, aber die öffentliche, allgemeine Meinung war zu stark für die Protestanten. Ich komme später darauf zurück.

Was wurde im 20sten Jahrhundert zu all dem hinzugetan? Nun, keine Frage, das größte ist der ganze Kommerz. Bereits jetzt – wir haben gerade Oktober – gibt es Werbung für Weihnachten – im Fernsehen. Und die Geschäfte fangen damit an Inventur zu machen und aufzustocken für Weihnachten usw. Es ist interessant, dass diese Masse an Werbung hauptsächlich an Kinder gerichtet ist: Sehr teure Spielsachen z.B. Die Werbung ist an Kinder gerichtet, mittlerweile ist es nicht mehr an die Familie gerichtet, sondern an Kinder. Das gab es im Viktorianischen Zeitalter nicht. Kinder wurden damals gesehen, aber nicht angehört. Aber heute sind die Kinder zum Fokus von Weihnachten geworden in vielen Familien.

Eine andere Sache, die neue dazugekommen ist, ist die Weihnachtsansprache der Königin. Das ist ein Ritual geworden, und man kann sich Weihnachten ohne das nicht mehr vorstellen. Aber ihr Großvater, George V, hat damit begonnen. Er machte die erste Weihnachtsansprache and zitierte dabei aus einem Gedicht. Er sagte:

I said to the man who stood at the Gate of the Year,
‘Give me a light that I may tread safely into the unknown.’
And he replied, ‘Go out into the darkness, and put your hand into the Hand of God.
That shall be better than light, and safer than a known way.’
Das hat wirklich das Volk damals berührt als George V das zitiert hat. Und seitdem gab es jedes Jahr diese Weihnachtsansprache.
Aber sein Sohn, George VI, hörte damit auf, weil er fürchterlich gestottert hat. Und ich denke, ihr habt alle den Film gesehen „The King’s Speech“ oder habt davon gehört. Und so wisst ihr von seinem Stottern. Also hat er gesagt: „Ich werde nicht diese Ansprache jedes Jahr halten“.

Wie dem auch sei, im ersten Jahr des zweiten Weltkrieges, den Soldaten zuliebe, die weit weg von zu Hause waren, konnte man ihn doch überreden, eine Rede zu halten. Und er hat es hinbekommen und damit bis zum Ende des Krieges weitergemacht.

Also muss seine Tochter, unsere jetzige Königin, eine jährliche Ansprache an Weihnachten halten – normalerweise direkt vor „Morecambe and Wise“ (britische Comedy). Aber das ist halt mittlerweile Teil von Weihnachten, genau so wie Fernsehunterhaltung. Und es ist interessant, dass alle Massenmedien Einnahmen machen an Weihnachten. So wie ich das sehe, hat die Times bis 1900 niemals Weihnachten erwähnt in den Dezemberausgaben. Aber wenn man sich heutzutage Zeitungen und Zeitschriften angucken, hat Weihnachten deutlich an Macht gewonnen und ist mittlerweile das Hauptthema.

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