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Gebet2

Hartwig Henkel – “Gebet” Teil 2 (05:00 bis 10:00)

 

Okay. Also ein gutes Beispiel für diese Zusammenarbeit zwischen Mensch und Gott findest du im Alten Testament – Abraham: Wo Gott ankündigt einfach Sodom und Gomorra zu zerstören. Und da ist eine Partnerschaft und Gott braucht einen Partner um Barmherzigkeit zu geben. Für Gericht braucht Gott keinen Partner. Für Gericht braucht Er keinen Partner, aber um Barmherzigkeit zu geben, wo das Gericht eigentlich verdient ist, braucht Gott Menschen.

Das geht dann sehr stark in diesen Bereich Fürbitte, das ist jetzt nicht mein Thema, sondern mir gehts hier erstmal um das perönliche Gebet, um die Beziehung zum Herrn, und da müssen wir uns beschäftigen mit dem allergrößten Hindernis, das es überhaupt gibt für das Gebetsleben – auch für viele andere Dinge ist es das größte Hindernis, für gesunde Beziehungen in den Ordnungen Gottes und für manches andere – aber im Gebet: Das größte Hindernis, was wir vor Augen haben und wofür wir eine Antwort brauchen ist das, was die Bibel „Fleisch“ nennt.

Das ist unsere alte Natur, die wir immer noch haben. Wir sind ein neuer Mensch, wir sind von neuem geboren, wir haben jetzt das Verlangen Gott zu dienen und wir leben in Seinem Reich, aber solange wie wir im Körper sind bis Jesus wiederkommt oder wir sterben haben wir diesen Konflikt, diese Auseinandersetzung mit dem Fleisch.

Das Fleisch wird nicht irgendwann aufhören zu existieren, sondern es ist da, und es ist eine tägliche Herausforderung. Und je besser wir darüber Bescheid wissen und wissen, was die Bibel darüber sagt, um so klarer ist es für uns, dass wir nur zwei Optionen haben. Wir haben nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir überwinden das Fleisch oder wir werden vom Fleisch überwunden. Es gibt nichts dazwischen.

Und je klarer du das siehst und je klarer du bedenkst, was sind die Konsequenzen, um so motivierter wirst du sein – so lange du die Hoffnung hast, vielleicht irgendwann – Gott wird so machen und mein Fleisch wird immer schwächer und irgendwie wird sich das in nichts auflösen, so lange du diese Hoffnung hast, wirst du darauf warten. Und weil das nie passiert wartest du auf nichts. Und das wird nie stattfinden. Aber wenn du ganz klar weißt, so lange wie ich im Leibe lebe wird dieses Fleisch da sein – und entweder ich nehme den Kampf auf und ich tue, was die Bibel sagt und ich überwinde, oder die Konsequenz ist, ich werde überwunden werden. Und im Fleisch kann niemand eine wachsende Liebesbeziehung zum Herrn entwickeln – niemand. Im Fleisch, wenn wir im Fleisch leben, wir werden abfallen vom Herrn. Das ist, was passieren wird. Und je klarer uns das vor Augen ist, um so besser und um so hilfreicher und um so motivierter sind wir.

So, da ist die alte Natur, das Fleisch ist das was du warst bevor du zu Jesus gekommen bist, bevor du eine neue Schöpfung wurdest. Und diese alte Natur – Paulus sagt, die ist in Feindschaft gegen Gott.

Röm 8,7a
weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist.

Die ist in Feindschaft. Die ist total im Gegensatz, die will mit Gott nichts zu tun haben, sie will Gott nicht gehorchen, sie will sich Ihm nicht unterordnen, sie will nicht dienen. Sie will nicht rein leben. Diese alte Natur ist gekennzeichnet von Rebellion, von Unabhängigkeit, von Eigenwille und von allen möglichen schrecklichen Dingen, die dem Wesen Gottes total entgegengesetzt sind. Eigentlich sind es Eigenschaften, die alle typisch teuflisch sind. Es ist eigentlich die Natur des Teufels: Rebellion, Unwahrhaftigkeit, Unabhängigkeit. Das ist das Wesen des Teufels. Und davon tragen wir etwas in uns.

Aber wir haben nicht nur das Fleisch, wir sind auch eine neue Schöpfung und wir haben den neuen Geist, und wir haben die Kraft des Heiligen Geistes. Aber das nützt uns nur dann was, wenn wir wirklich verstehen, was wir zu tun haben. Dass wir aufstehen müssen und dass wir entgegentreten müssen diesen Bestrebungen, diesen Wünschen, diesen Gefühlen, diesen Begierden. Wir brauchen eine klare Sicht: Nicht alles, was wir fühlen, ist dazu geeignet ausgelebt zu werden. Nicht jeder Wunsch, den wir in uns stark erleben, ist akzeptabel in den Augen Gottes und darf ausgelebt werden. Da gibt es eine Menge von Wünschen und Ideen und Sehnsüchten und Begierden, die nicht von Gott sind, die nicht mit Gott übereinstimmen.

Und wir müssen damit umgehen wie die Bibel sagt, dass wir damit umgehen sollen.

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