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Grundlagen3

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 3 – Die neue Geburt (70:00 bis 75:00)

 

Er kann widerstehen auf der Grundlage einer Identität. Und wir haben oftmals keine Identität als Christen, als Kinder Gottes, und deswegen können wir nicht widerstehen. Da kommt der Teufel und klopft an die Tür und sagt: „Das war doch immer so bei uns, um diese Jahreszeit kriegtest du deine Depression wenn die Blätter fielen“. Und du sagst: „Oh, richtig, hätte ich beinahe vergessen! Ist ja Herbst, ist ja wieder dran“.

Nur aus Routine, weil du seit 20 Jahren deine Herbstdepressionen kriegst, und du hast ganz vergessen, du bist ein neuer in Christus – der Teufel klopft und bietet sie dir an. Und aus Routine, weil du sie jedes Jahr genommen hast, nimmst du sie.

Oder du warst ein Drogenabhängiger. Und auf einmal kriegst du einen totalen Appetit wieder nach Drogen, und weil du gewohnt warst, fünfzehn Jahre, immer wenn dieser Appetit nach Drogen war, sofort – ohne weiter nachzudenken und danach zu greifen und sie dir eben reinzupfeifen … Wenn du weißt, du bist frei – das ist nur ein Gefühl! Aber die Realität ist: Du bist frei. Die Realität ist: Du bist ein neuer Mensch in Christus. – „Nein, danke! Auf wiedersehen. Bei mir nicht mehr!“

Die alten Wünsche, die alten Forderungen, die alten Schuldigkeiten sind abgetan. Es ist vorbei, du bist ein neuer. Zieh deinen Personalausweis hervor – das ist das Neue Testament. Sag: „Es steht geschrieben … ist jemand in Christus, ist er eine neue Kreatur – das alte ist vorbei“.

Auf dieser Grundlage kann man der Sünde widerstehen ohne dass krampfig wird. Ohne dass man da ein Riesenopfer bringen muss und irgendwas irgendwie so aus sich herausreissen muss. Du brauchst das nicht, weil du weißt, wer du wirklich bist, weil du weißt, was passiert ist, weil du weißt, was du hast und was du nicht hast.

Und deswegen – und das tue ich auch heute noch – immer wieder kehre ich zu diesen Wahrheiten zurück und denke darüber nach und preise Gott dafür und sage: „Das ist das, was für mich zählt. Das ist die Wahrheit über meinem Leben“. Und wann immer ich in einer Situation bin, wo die Gefühle mir etwas anderes sagen – ich will mich halten an das Wort Gottes. Ich will mich halten an das, was geschrieben steht. Und so wirst du durchkommen, so wirst du heile werden, so wirst du herauskommen aus deinen Problemen, so wirst du aufsteigen.

Tag für Tag von Entscheidung zu Entscheidung immer nach dem gehen: Was sagt das Wort? Und dem Heiligen Geist Gelegenheit geben, diese Wahrheiten immer schön lebendig in dir zu halten. Und dieses Empfinden für Wahrheit trübt die Sünde ein und verdreckt sie und staubt sie ein. Es muss in dir sauber werden damit es ganz klar für uns ist, wer wir sind.

Dies würden Psychologen so sagen ohne dass sie wissen, wie tiefgründig diese Wahrheit eigentlich ist: Dein Bild von dir selbst bestimmt dein Leben.

Dein Bild von dir selbst! Denke doch nicht – oder plane doch nicht, weiterhin dich als harmloses, kleines, armes, trauriges Mauerblümchen zu sehen, aber zu hoffen, ein siegreiches Leben zu führen. Es wird nicht klappen. Ich habe noch nie einen siegreichen Menschen gesehen, der sich als unbedeutendes Würmchen sieht. Das gibt es nicht. Das ist unmöglich.

Und da ist die herrliche Botschaft der Bibel – es beginnt nicht damit, dass Gott sagt: „Hach wie schön, jetzt hast du die Entscheidung getroffen für mich. Jetzt – erstens: Haare ab, Ohrring raus!“ Also, ich rede jetzt von den Männern, ja? Oder: „Zigaretten ab ins Klo!“ Und was weiß ich – deine hochprozentigen Getränke alle den Abfluss runter oder irgendwelchen solche Dinge.

Das ist nicht wie das christliche Leben beginnt. Viele Leute machen sich den Kopf, was sie alles tun müssen. „Oh, jetzt bin ich Christ geworden“ – und sie sehen nur noch einen Wald von lauter Verbotsschildern. „Oh, jetzt darf ich nicht mehr dieses, jetzt soll ich das tun, jetzt muss ich darauf achten, jetzt muss ich auch noch meinen Zehnten geben und dies und jenes usw.“ So beginnt nicht das christliche Leben, das wird ein Fehlstart, das kann ich dir jetzt schon sagen. Es beginnt nicht damit, dass du etwas tust – es beginnt damit, dass du erkennst, was geschehen ist. Es beginnt damit, dass du hineingeführt wirst in Realitäten, es beginnt damit, dass du Gott, den Vater kennenlernst. Das ist das Allererste, was ein Baby in Christus machen muss.

Und hier redet die Bibel wirklich von einer geistlichen Entwicklung wie ein Mensch auch. Er wird geboren. Und was ist er danach? Ein Baby. Stell dir vor, ein Baby kommt zur Welt und es ist eine Woche gerade alt und zu Hause und sagt: „Oh, meine Güte, Mami, wie ist das mit der Steuererklärung? Wie macht man das eigentlich? Und kann ich nicht schon mit dem Führerschein beginnen? Werde ich das schaffen?! Diese schwierigen Fragen!!“