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Grundlagen7

Hartwig Henkel – “Grundlagen des biblischen Lebensstils“, Teil 7 – Gottes Gerechtigkeit (0:00 bis 5:00)

 

So, jetzt möchte ich euch ganz herzlich begrüßen hier zur Fortsetzung von Grundlagen. Das letzte Mal haben wir gesprochen über Wandel im Geist. Ich müsste noch so viel dazu sagen, aber wenigstens zur Wiederholung oder zur Abrundung dessen, was ich da gesagt hab, will ich noch ein paar Sätze dazu sagen. Der Hauptpunkt bei Wandel im Geist ist der, dass wir lernen dem Heiligen Geist so Raum zu geben durch bestimmte Verhaltensweisen, durch bestimmte Reaktionsweisen auf unserer Seite, dass er ungehindert uns dienen kann und dass er eben all das, was wir brauchen für den Bedarf unserer Seele uns wirklich zukommen lassen kann an Gutem. Und einer der Hauptpunkte dabei war dann zum Schluss, der etwas zu kurz gekommen ist, deswegen erwähne ich es lieber nochmal: Dieser Lebensstil der Anbetung.

Der entscheidende Punkt dabei ist der, dass wir es vom Wort her sehen und dass wir uns selber dazu festlegen. Egal wie wir uns fühlen, egal wie es uns geht, egal wie die Umstände sind, wir wollen allzeit wirklich den Herrn preisen.

Und diese Festlegung, die wir auch bei David sehen können. An einer Stelle sagt er sogar, dass er ein Gelübde gemacht hat.

Ps 61,9
So werde ich deinen Namen besingen immerdar; um damit meine Gelübde zu erfüllen Tag für Tag.

Ein Gelübde, jeden Tag diesen Namen des Herrn zu preisen. Und manche andere Schriftstellen bei ihm auch betonen das sehr stark, diese Konstanz. Und nur wenn wir zu diesem Punkt der Hingabe kommen, dann lernen wir den alten Verhaltensmustern von Auflehnung, Aufbegehren, Rebellion, Schmollen, uns ungerecht behandelt fühlen, undankbar sein, negativ sein, traurig sein, entmutigt sein usw., was dir noch alles einfällt, dem zu entfliehen. Nur auf diese Art und Weise, indem wir uns festlegen, wir preisen den Herrn egal was los ist. So kommt der Strom des Heiligen Geistes und wir lernen uns nicht diesen heillosen, unguten Gefühlen zu überlassen.

Und das hat gewaltige Segnungen dann für uns. Und die Seele kommt unter den Einfluss des Wortes und unter den Einfluss des Heiligen Geistes und unseres Geistes und da kommt viel, viel Stabilität dann hinein.

Und ein Sonderpunkt, eigentlich von Wandel im Geist ein Unterpunkt will ich dann heute noch bringen, indem ich also hier über etwas spreche, was ich schon kurz erwähnt habe in der vorigen Lektion. Und zwar geht es um diesen Punkt der Sündenvergebung und des Lebens in ständiger Sündenvergebung. Wahrscheinlich dieser Bereich von Schuldgefühle, sich minderwertig fühlen vor Gott, Angst haben vor Gott, Angst vor Gottes Gericht, Angst vor Strafe, das ist wahrscheinlich so der Hauptpunkt, der uns hindert, die Liebe Gottes wirklich regelmäßig zu empfangen. Das ist eines der größten Probleme, die wir haben, die auch im Worte Gottes, im Neuen Testament sehr stark vorkommen und behandelt werden. Und die Antwort eben auf diese Blockade – Angst, Minderwertigkeit, Angst vor Strafe usw. – die finden wir also in der sogenannten Lehre von der Gerechtigkeit.

Das ist ein so wichtiges Thema, dass du – ich hab’s nicht genau gezählt – aber vielleicht sogar mehr darüber findest in den Schriften von Paulus als über das Thema Sünde. Ein sehr, sehr wichtiges Thema für den neutestamentlichen Christen. Und zwar geht es da um die Grundlage unserer Beziehung zu Gott. Gerechtigkeit hat zwei verschiedene Ebenen: Im Alten Testament sehen wir überwiegend Gerechtigkeit definiert im Sinne von gerechter Lebensstil, Dinge, die sichtbar sind nach außen, die ein anderer sehen kann. Und das ist eine sehr, sehr wichtige Ebene.

Aber im Neuen Testament sehen wir eine vorgeschaltete andere Ebene, die zunächst einmal dran ist. Und nur wenn die wirklich geklärt ist, dann wird auch diese Frage des Lebensstils , des gerechten Lebensstils mit seinen Früchten, wie er beschrieben wird, dann auch richtig gelöst werden können.

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