David Pawson – “Die Wahrheit über Weihnachten“ – Teil 2 – Die Kirche und Weihnachten (5:00 bis 10:00)

Im 19ten Jahrhundert, wie ich schon vorher ausgeführt hatte, entstand diese Art von Weihnachten, die wir heute kennen. So mit den Bäumen und der ganzen Dekoration. Und allmählich haben sich diese Dinge in die Kirche eingeschlichen bis Ende des 19ten Jahrhundert. So dass es im 20ten Jahrhundert ganz normal war für eine Kirche, einen Weihnachtsbaum mitten auf der Bühne zu haben, wo Anbetung passiert. Ich war erstaunt vor ein paar Jahren an Weihnachten eine Pfingstkirche zu sehen, die einen riesigen Weihnachtsbaum hatte und die Kirche war dekoriert mit weihnachtlichen Luftschlangen und so weiter.

Also, langsam haben die Kirchen kapituliert vor dem Wusch der breiten Masse, Weihnachten weiterhin zu feiern.

Tatsächlich haben die Kirche auch angefangen, dadurch mehr Einnahmen zu erhalten. Zum Beispiel haben sie die übliche christliche Messe am Weihnachtsmorgen ersetzt mit Gemeinschaft am Vorabend. Und haben festgestellt, dass viel mehr Leute kommen und Brot und Wein am Weihnachtsabend nehmen als irgendwann anders im ganzen Jahr. Und auch evangelikale Kirchen heute machen eine Versammlung am Vorabend. Kirchen halten dort Gottesdienste mit Weihnachtsliedern und singen keine Anbetungslieder.

Also allmählich gab die Kirche nach und was begann, war der sogenannte „Kult der Krippe“. Das bedeutete, dass die Kirchen eine Krippe mit Jesus als Baby hatten und Josef und Maria und Esel und Kamele und alle Arten von Kreaturen. Und sie stellten die Krippe zur Schau und machten das zu einem Ort der Andacht und Verehrung.

Und von da an breitete sich dieser „Kult der Krippe“ in die Gesellschaft aus und das „Krippenspiel“ entstand. So dass von Kindern erwartet wurde, dass sie die Geburt von Jesus darstellen, was ja häufig zu lustigen Situationen führt. Denn wenn man dafür sorgt, dass kleine Kinder sich wie Erwachsene verhalten sollen, dann kann man Probleme erwarten.
Ich muss an ein Krippenspiel in einer Grundschule denken, wo die drei Könige kamen und der erste sagte: „Hier ist Gold für das Baby Jesus“. Der zweite sagte: „Hier ist Myrrhe für das Baby Jesus“. Und der dritte sagte: „Und von Frank soll ich das hier mitbringen“ und präsentierte Baby Jesus das dritte Geschenk.

Bei einem anderen Krippenspiel erinnere ich, dass Josef und Maria, die mit einem Kissen schwanger war, bei der Herberge ankamen und fragten, ob es Platz für sie gebe. Der kleine Josef sagte: „Du siehst, dass meine Frau kurz davor ist, ein Kind zu bekommen. Wir brauchen eine Unterkunft“. Der Junge, der den Hausherren gespielt hat, hatte seinen Text vergessen und sagte: „Klar! Kommt rein. Ihr könnt das beste Zimmer für Maria haben!“

Das ganze Spiel drohte sich in eine falsche Richtung zu entwickeln. Aber glücklicherweise war der Junge, der Josef gespielt hat, sehr geistesgegenwärtig. Und er guckte nur in das Haus rein, kam dann wieder raus und sagte zu Maria: „Du solltest mal den Zustand dieser Herberge sehen! Das passt nicht zu dir. Da sind wir mit einem Stall besser dran! Komm weiter!“ Und so lenkte er das Stück wieder in die richtige Richtung – zur Freude der Eltern, die zugeguckt haben.

Die Weihnachtsgeschichte ist nicht für Kinder. Es ist eine Geschichte für Erwachsene. Die Bibel wurde geschrieben für erwachsene Gläubige. Wie auch immer, so kam es, dass Christen in Weihnachten verwickelt wurden.
Und das hat zu einer anderen Krise geführt. In Amerika waren die Kirchen stark gespalten bezüglich „Santa Claus“ und Weihnachten. Zusammen haben die Presbyterianer von Calvin und die Baptisten und die Quäker einen Protestschrei erhoben gegen die Kirchen, die Weihnachten akzeptiert haben. Heutzutage kommt aus deren Reihen immer noch Widerstand. Die großen Denominationen neigten aber dazu Weihnachten in die Kirche zu bringen. Die Freikirchen wollten sie zuerst draußen lassen, aber die meisten, Methodisten, „Kongregationalisten“ gaben dann nach. Und ich muss sagen, Baptisten, Heilsarmee und auch Pfingstler haben nachgegeben und feiern normalerweise Weihnachten in der einen oder anderen Weise.

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