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Hartwig Henkel – “Gemeinde nach Gottes Plan” Teil 1 (70:00 bis 75:00)

 

Und eine gesunde Leiterschaft ist sich dessen bewusst und sie hat nicht die Idee, „auf biegen und brechen wollen wir alle mitnehmen“, sondern wir wollen, dass der Herr hier regieren kann, wir wollen, dass der Heilige Geist sich wohlfühlen kann. Er ist nämlich der aktuelle Herr, er manifestiert die Herrschaft Christi. Jesus ist auf dem Thron, der Heilige Geist ist hier, „er ist Herr“, sagt Paulus.

2 Kor 3,17
Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

So, wir wollen eine Gemeinde bauen nach dem Herzen Gottes, wo Er sich wohlfühlt. Und nach dem Herzen Gottes bedeutet: „nach der Schrift“. Umkehr, Taufe und dann die Gabe des Heiligen Geistes. Vielen Gläubigen ist das nicht klar, die Gemeinde, von der die Apostelgeschichte spricht, von der die Briefe handeln, ist eine geisterfüllte, in Sprachen sprechende Gemeinde. Etwas anderes gab es gar nicht. Du sagst, „das musst du beweisen!“ – „aber gern“. Die Apostel haben darauf geachtet, dass die Neubekehrten den Heiligen Geist empfingen. Hier sehen wir es bei Petrus.

Apostelgeschichte 8 – als die Apostel hörten, dass Samaria das Wort angenommen hatten, haben sie was gemacht? Sie sandten Petrus und Johannes, dass sie beteten. Wofür? Dass sie den Heiligen Geist empfingen.

Apg 8
14 Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.
15 Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten

So, die selben Apostel, die Pfingsten erlebt haben, wo der Heilige Geist mit Macht vom Himmel auf sie herabkam, haben nicht in Jerusalem gesessen und haben gesagt, „hmm, nun wollen wir mal schauen, wie der Herr das in Samaria tun wird. Vielleicht kriegen die ja auch sowas wie wir hatten. Wäre ja klasse. Vielleicht startet er auch eine evangelikale anti-charismatische Gemeinde, könnte ja auch sein“. Nein, so haben die nicht gedacht. Die haben gewusst, es gibt eine Art von Gemeinde, und das ist die erfüllt-vom-Heiligen-Geist-Gemeinde, eine andere ist nicht vorgesehen.

Jetzt überleg einmal, wie viele Gläubige oder wie viele Menschen, die sagen, ich gehöre zu Jesus, ich bin gläubig – gibt es allein in unserem Land, die sagen, mit dem Heiligen Geist will ich nichts zu tun haben?

Es ist schrecklich, diese Verwirrung. Und die einzige Alternative, der einzige Ausweg um nicht noch mehr Verwirrung zu erzeugen ist „zurück zum Wort“. Und das ist doch gewaltig, dass wir dieses Vorrecht haben, da ist kein Bund, da ist kein Präses, da ist kein Häuptling, der euch jetzt sagt, „aber darauf müsst ihr achten, und das geht auf keinen Fall, und wenn ihr bei uns mitmachen wollt, dann müsst ihr auf diese und jene Dinge Rücksicht nehmen“. Hallelujah, das habt ihr alles hinter euch gelassen und sagt, wir schauen nur noch, was das Wort sagt. Man darf nicht blind einfach gucken, was machen die anderen, und das machen wir einfach nach. Aber ihr macht nichts nach, sondern ihr schaut, was sagt das Wort Gottes.

So, die erste Gemeinde war eine geisterfüllte Gemeinde. Als Saulus von Tarsus sich bekehrt hat – Gott sandte Ananias mit ihm zu beten, dass ihm die Augen geöffnet werden. Da hat er gleich noch mitgebetet für Geistestaufe – all inclusive. Ein Paket.

Apg 9,17
Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf der Straße, die du herkamst, damit du wieder sehend wirst und erfüllt wirst mit dem Heiligen Geist!

Als Paulus in Ephesus – Apostelgeschichte 19 – Jünger findet, er merkt sofort, irgendwas passt hier aber nicht. Und er fragt die richtige Frage: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen? Ich hab so das Gefühl hier fehlt das. Habt ihr den Heiligen Geist empfangen nachdem ich gläubig geworden wart?

Apg 19,2a
sprach er zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?

Was für eine Frage! Nach der Meinung von vielen, vielen Leuten – wenn man sich bekehrt, wenn man gläubig wird, hat man den Heiligen Geist empfangen. Paulus hatte offensichtlich nicht die Idee, sonst hätte er diese Frage nicht fragen können. Für ihn war klar, man kann gläubig werden ohne den Heiligen Geist zu empfangen, sonst machte die Frage keinen Sinn. Keiner hat gesagt: „Paulus, du weißt doch, man ist von neuem geboren, man hat so viel Heiligen Geist wie nur geht, was soll deine Frage? Bist du theologisch nicht auf dem neuesten Stand oder was?“

Er hat verstanden, wenn man von neuem geboren ist, dann soll auch folgen, dass man erfüllt wird vom Heiligen Geist. Und er hat nicht nachgegeben und hat Ruhe gegeben, hat gesagt, „na gut, wenn ihr das so anders seht und damit zufrieden seid, dann will ich euch nichts überstülpen, dann lass ich euch eure Freiheit“. Er hat gesagt, ich bin Bote Gottes, ich baue Reich Gottes, und wenn ihr dazugehören wollt, dann braucht ihr den Heiligen Geist.

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