Unvergebenheit

Aus Bild der Lehre
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wie entsteht Bitterkeit?

Wenn wir auf Verletzungen, die wir erlebt haben, nicht mit Vergebung, also Gnade unsererseits, reagieren, gegenüber denen, die uns verletzt haben.

Ausdrucksformen von Bitterkeit

Verhärtungen und Dauerverwundungsgefühle, welche ein Zeichen für Bitterkeit sind. Bitterkeit hat sehr hässliche Auswirkungen. Sie frisst unsere Freude auf und gibt uns ein inneres Verzweiflungsgefühl und das macht uns abweisend und spröde. Wir werden zu jemandem, den andere meiden und um den sie einen großen Bogen machen. Wir werden andere vor den Kopf stoßen und uns in einer Art und Weise verhalten, die nicht förderlich ist für Gemeinschaft.

Lästerung. Bitterkeit wirkt sich immer so aus, dass wir hasserfüllte, böse, lieblose und zerstörerische Worte gegen andere reden. Wir hören es am Ton.

Daran kann ich sehen, dass ich jemandem vielleicht nicht vergeben habe oder überhaupt noch ein Bodensatz von Bitterkeit in meinem Leben da ist, indem wir beispielsweise über andere Personen richtend, kritisierend, lieblos, lästerlich und scharf reden. Wir finden nichts Gutes an der Person, weil wir es nicht wollen. Wer einer Person gegenüber verbittert ist, hat ein negatives Bild über sie und wird nichts Lobenswertes oder Gutes finden.

Negative Erwartungen an Personen und sie meide und da noch Erinnerungen sind an dramatische Ablehnungs- und Verwundungssituationen, dann sind dies alles Symptome, die darauf hinweisen, dass etwas noch nicht geklärt oder gelöst ist.

Schmerzen da noch Erinnerungen? Können wir von bestimmten Menschen keine Liebe annehmen und ihre Nähe nicht ertragen?

Festhalten an Bitterkeit

Vergebung fällt manchen Menschen schwer, weil sie das Gefühl haben, dass sie sozusagen damit ausdrücken: »Das war gar nicht so schlimm, was mir da angetan wurde.« Man will dann nicht vergeben. Man will an Rache festhalten und Gerechtigkeit haben!

Der Heilige Geist als Augenöffner

Wir können Freude weder genießen noch erleben, wenn wir bitter sind, deshalb brauchen wir diese Zeiten mit dem Heiligen Geist, dass wir nach und nach »aufgeweicht« werden. Umso tiefer die Verhärtungen sitzen, umso mehr Zeit braucht es. Mancher muss viel unter den Heiligen Geist kommen bis er empfindsamer und weicher wird und dann erst einmal sieht, wo er überhaupt verletzt wurde.


Gottes Antwort: Vergebung

Röm 12,19: Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum dem Zorn ⟨Gottes⟩! Denn es steht geschrieben: »Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr.« 


Das Gegenmittel lautet Vergebung. Vergebung ist eine Willensentscheidung unseren Anspruch auf Rache wegen eines uns zugefügten Leides aufzugeben.

Das beinhaltet zwei Dinge:

  1. Person entlassen,
  2. Schuld erlassen.


Ich halte sie nicht länger fest im Gefängnis meiner Vorwürfe. Ich schließe auf und sage ihnen jetzt: „Ich entlasse euch aus meinem Schuldturm; seid los und frei!“

Vergebung als Lebensstil: Wem kann ich noch vergeben? Auch hier sind wir im Training!


Vergebung macht man für einen selbst, weil einen Unvergebenheit bindet und versklavt.


Literaturquellen

  • Hartwig Henkel: Vergib und werde frei
  • Neil T. Anderson: Erneuert