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WahreJünger

Hartwig Henkel – “Wahre Jünger“ (00:00 bis 05:00)

 

Auf dem Herzen Gottes ist die Gemeinde. Sie ist ihm so wichtig und so kostbar, und er will durch die Gemeinde großartige Dinge tun. Und wir haben noch nicht gesehen, was Gemeinde wirklich bedeutet. Und Gott will uns in neue Dinge hineinführen. Und er tut das, indem er sein Licht scheinen lässt auf Wahrheiten, die schon immer in diesem Buch standen, aber die wir nie wirklich ergriffen haben, die wir nie wirklich verstanden haben, die wir nie wirklich angepackt haben und ausgelebt haben.

Und eine dieser Wahrheiten, die im Moment vom Heiligen Geist betont werden, Jesus sagt: Wer Ohren hat, der soll hören, was der Geist der Gemeinde zu sagen hat.

Off 2,7
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Der Geist Gottes sagt heute etwas anderes als er vor 30 Jahren. Er sagt etwas anderes. Und er sagt präzise Dinge über die Pläne Gottes. Und was der Heilige Geist betont – nach dem wie ich es verstehe – ist, dass wir in einer Zeit der Vorbereitung leben. Und dass es sehr, sehr ernst wird. Und dass wir gut daran tun uns wirklich an den Herrn zu hängen und an sein Wort zu klammern, weil er sagt: „Er kennt mich, darum will ich ihn erretten“.

Ps 91,14
Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Und die Gemeinde wird gewaltige Errettung sehen in einer Zeit der Bedrängnis und des Durcheinanders und des Chaos, und sie wird mächtige Segnungen erleben, und sie wird ein Werkzeug sein in der Hand Gottes um viele, viele Menschen hinein zu bringen in das Reich.

So, eine dieser Wahrheiten, die jetzt dran sind, wirklich angenommen zu werden und umarmt zu werden und ausgelebt zu werden, ist diese Sache, was ich gestern kurz begonnen habe: Dieses ganze Thema „Jüngerschaft“.

Lasst uns in das Wort Gottes gehen zu diesem Thema. Ich werde heute die Zeit benutzen um noch mehr zu diesem Konzept, zu diesem Plan Gottes einfach zu sagen. Wir beginnen einmal mit Apg 14.

Apg 14
21 Und als sie (Paulus und Barnabas) jener Stadt das Evangelium verkündigt und viele zu Jüngern gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und Ikonion und Antiochia zurück.
22 Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und sagten, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich (Königsherrschaft) Gottes hineingehen müssen.

Hier sehen wir: Was sie getan haben, nachdem Menschen sich bekehrt haben, sie haben sie zu Jüngern gemacht. So, da ist ein Unterscheid zwischen einem Bekehrten und einem Jünger. Wenn die Bekehrten schon Jünger wären, dann können sie sie nicht mehr zu Jüngern machen. Also waren da Bekehrte, und die wurden zu Jüngern gemacht. Sie waren nicht zufrieden, dass Menschen gesagt haben, „ich habe Jesus angenommen, er ist mein Retter, er ist mein Herr“, sondern sie haben gesagt: Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an. Sie haben Menschen zu Jüngern gemacht. Jünger werden gemacht, Jünger kommen nicht einfach so irgendwie zustande, weil es der Wille Gottes ist, sondern wir spielen einen Teil als Gläubige, die wir schon da unterwegs sind mit dem Herrn – wir spielen einen Teil in Gottes Plan. Wir machen Jünger. Die kommen nicht einfach so durch Gebet zustande, sondern durch ganz praktische Arbeit.

Sie haben Jünger gemacht. Warum haben sie das getan? Ganz einfach deswegen, weil Jesus ihnen das geboten hat. Die Apostel haben getan, was Jesus ihnen geboten hat. Und er hatte gesagt: Geht hin, verkündigt das Evangelium und macht zu Jüngern …

Mt 28,19a
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker

Und die folgenden Worte beschreiben, was ein Jünger ist:

Mt 28,20a
und lehrt sie halten alles, was ich euch geboten habe.

Ein Jünger ist jemand, der lernt den Lebensstil im Reiche Gottes. Und er muss das anhand von Beispielen, anhand von konkreten, anfassbaren Menschen lernen, denen er erlaubt, in ihr Leben hineinzusprechen.

Es geschieht nicht einfach nur so: Du und deine Bibel. Sondern es geschieht durch Anleitung, es geschieht durch einen praktischen Prozess. Ein Jünger ist ein Lernender – das ist der Begriff. Ein Lernender.

Wie kamen sie am Anfang als der Heilige Geist ausgegossen wurde in die Gemeinde? Mit dieser einen Frage: „Was sollen wir tun?“

Apg 2,37
Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?

So begann die Gemeinde. Und so beginnt jedes normale Christenleben, dass man sich der Leiterschaft hingibt und sagt: Bitte, jetzt sag mir, was soll ich tun?

Jüngerschaft ist Gottes einzigartiger Weg uns zu befreien von unserem Selbstleben, von unserer Unabhängigkeit, von unserer Unwahrhaftigkeit, von unserer Lust, einfach nur das zu tun, wozu wir gerade Lust haben.

Es gibt keine andere Möglichkeit von dieser Ur-Lust – „ich mache mein Ding, ich will mir nichts sagen lassen, ich will unabhängig sein, ich will frei sein, ich mache das, wozu ich Lust habe – es gibt keinen anderen Weg, davon frei zu werden als durch das Kreuz.

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